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Für Joachim Löw war der WM-Titel nur ein Etappenziel. Next Stop: die EM-Krone 2016 in Frankreich.
Für Joachim Löw war der WM-Titel nur ein Etappenziel. Next Stop: die EM-Krone 2016 in Frankreich.(Foto: dpa)
Sonntag, 28. Dezember 2014

Einer der drei weltbesten Coaches: Netzer adelt Weltmeistertrainer Löw

Günter Netzer wirkt oft grantig, doch er kann auch anders: Bundestrainer Joachim Löw überschüttet er wegen des WM-Titels regelrecht mit Lob. DFB-Manager Oliver Bierhoff betont derweil, dass der Triumph in Brasilien weit mehr war als ein sportlicher Sieg.

Nachträgliches Weihnachtsgeschenk für den Bundestrainer: Günter Netzer hat im Rückblick auf das Fußballjahr ein wahres Loblied auf Joachim Löw gesungen. Löw sei einer "der drei besten Trainer, die die Welt besitzt", er habe ihn "von Anfang an so gesehen, dass er etwas ganz großes in unserem Land, dass er ein großer Trainer ist", sagte der ehemalige Nationalspieler und Manager in einem Videorückblick auf der Verbandshomepage dfb.de.

Besonders beeindruckt habe ihn Löw bei der WM in Brasilien, sagte Netzer. "Er hat mit seiner Ruhe, seiner Gelassenheit, seiner Souveränität der Mannschaft wahnsinnig viel geholfen", sagte der ehemalige Welt- und Europameister.

Er sei "überglücklich", ergänzte Netzer, dass die deutsche Mannschaft Weltmeister geworden sei. So könne Löw weiter Trainer der DFB-Auswahl sein. Er als Manager hätte ihn auch weiterverpflichtet, wenn er nicht Weltmeister geworden wäre, "aber das wäre den Leuten dann schwer zu vermitteln gewesen, dass er ein überragender Trainer ist".

So toll, so sympathisch

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff sieht im WM-Titel derweil weit mehr als nur einen sportlichen Erfolg. "Im Ausland habe ich seitdem immer wieder gehört: Ihr habt 'ne Supertruppe, die Jungs haben sich so toll gegeben, das war so sympathisch - und erst ganz am Ende hieß es: Ihr seid übrigens auch die Besten gewesen, der Titel war verdient", sagte Bierhoff der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS): "Der sportliche Aspekt ist nach hinten gerutscht, das Auftreten stand im Vordergrund."

Als Beispiel führte 46-Jährige vor allem den surrealen Halbfinalsieg gegen Gastgeber Brasilien an. "Wir haben das 7:1 eben nicht riesig gefeiert, sondern den Gegner in den Arm genommen und getröstet. Wir sind nicht abgehoben, sondern haben gesagt: Das war nur ein weiterer Schritt", betonte der ehemalige Nationalstürmer: "In dem Moment waren wir selbst im Sieg nicht mehr die hässlichen Deutschen. Das ist ein Gefühl, das erst diese junge Generation verströmt."

Quelle: n-tv.de

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