Fußball

Verwaltungsfehler bei Fifa-Wahl? Nicaragua löst Messi-Rätsel teilweise auf

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Was lief da eigentlich alles schief bei seiner Wahl zum Weltfußballer?

(Foto: REUTERS)

Die Wahl von Lionel Messi zum Weltfußballer gibt auch Tage danach Rätsel auf. Ein Spieler aus Nicaragua sowie Ägyptens Verband prangern gar Unregelmäßigkeiten bei der Fifa-Abstimmung an. Nun rudert zumindest der nicaraguanische Verband zurück.

Die Wahl von Lionel Messi zum Rekord-Weltfußballer sorgt noch immer für Wirbel - wohl weil diesmal viele nicht mit dem Star aus Argentinien gerechnet hatten. Spätestens seitdem der Kapitän der Landesauswahl Nicaraguas, Juan Barrera, sowie Ägyptens Fußballverband Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenvergabe angeprangert hatten, mehrten sich Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl rapide. Nun hat der nicaraguanische Fußballverband einen "Verwaltungsfehler" eingeräumt.

Die ausgefüllten Wahlunterlagen seien "irrtümlicherweise" mit Barreras Namen und dessen Unterschrift versehen worden, hieß es in einer Mitteilung des Verbands. Gewählt habe aber eigentlich dessen Vertreter Manuel Rosas. Nicaraguas Spielführer Barrera hatte auf Twitter erklärt, gar nicht an der Abstimmung teilgenommen zu haben. In der Fifa-Liste war sein Name allerdings aufgetaucht - demnach hatte er Messi seine Erststimme gegeben. Barrera sei besorgt über die Situation, hieß es in einer Mitteilung seines Vereins Real Estelí FC.

Warum wurden die Stimmen nicht gezählt?

Der ägyptische Verband Efa wiederum verlangte in einem Facebook-Eintrag vom Fußball-Weltverband eine Erklärung, warum die Stimmen seines Auswahl-Trainers und -Kapitäns nicht gezählt wurden. Sie seien rechtzeitig vor dem Stichtag am 19. August abgegeben worden.

Zum Fall Barrera hatte die Fifa mitgeteilt: "Wir bestätigen, dass wir die richtigen, vom Spieler unterschriebenen Stimmen haben." Alle seien durch den Stempel des Verbands bestätigt worden, hieß es - Nicaragua wurde um Aufklärung gebeten. Die Entschuldigung aus Mittelamerika kam prompt.

An der Wahl konnten die Kapitäne und Trainer aller Nationalteams sowie Fans und Medienvertreter teilnehmen. Stürmerstar Messi vom FC Barcelona hatte die Auszeichnung bei der Preisverleihung in Mailand bereits zum sechsten Mal erhalten - ein Rekord. Der 32-Jährige setzte sich bei der Kür gegen den Portugiesen und fünfmaligen Titelträger Cristiano Ronaldo sowie den Niederländer Virgil van Dijk durch. Der von Jürgen Klopp trainierte Abwehrspieler vom FC Liverpool war eigentlich als Sieger erwartet worden. Klopp selbst ist bei der Abstimmung zum Welttrainer des Jahres gewählt worden.

Quelle: n-tv.de, Nick Kaiser und Laura Almanza, dpa

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