Fußball

"Ist natürlich frustrierend"Nicht nur der Chancenwucher sorgt bei ManCity für richtig miese Woche

05.01.2026, 06:21 Uhr
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Phil Foden und Pep Guardiola sind nicht begeistert. (Foto: IMAGO/News Licensing)

Die Tormaschine Erling Haaland läuft nicht mehr rund und das hat bittere Konsequenzen für Manchester City: Tabellenführer Arsenal ist nach dem zweiten Remis in Serie wieder meilenweit enteilt. Außerdem brechen Trainer Guardiola schon wieder die Spieler weg.

Der FC Chelsea hat sich nach der Trennung von Teammanager Enzo Maresca ganz spät einen Punkt im Spitzenspiel bei Manchester City gesichert. Beim 1:1 (0:1) jubelte Interimstrainer Calum McFarlane über den Ausgleich durch Enzo Fernández (90.+4), nachdem sein Team trotz einer überaus komplizierten Aufgabe viel Moral gezeigt hatte.

ManCity hatte dank Tijjani Reijnders (42.) lange in Führung gelegen, brachte den Sieg aber nicht ins Ziel. So wuchs der Rückstand auf Spitzenreiter FC Arsenal auf sechs Punkte an, die Gunners hatten tags zuvor mit einem 3:2 beim AFC Bournemouth vorgelegt. Für die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola war es dagegen ein neuerlicher Dämpfer: Bereits zum Jahreseinstand hatte ManCity trotz drückender Überlegenheit beim 0:0 beim AFC Sunderland gepatzt. Erling Haaland traf erstmals in dieser Saison in drei aufeinanderfolgenden Spielen nicht.

"Sie haben nicht viel zustande gebracht. Wir waren in allen Bereichen außergewöhnlich, außer dass wir kein zweites, drittes oder viertes Tor erzielen konnten", sagte City-Trainer Pep Guardiola hinterher. "Wir können Chancen herausspielen und haben mehr erwartete Tore als alle anderen, aber wir müssen sie auch nutzen." Seine Worte waren nahezu deckungsgleich mit denen, die er nach der Sunderland-Enttäuschung wählte. "Wenn man fünf, sechs, sieben Mal im Fünfmeterraum steht und es nicht schafft, dann war das das Einzige, was gefehlt hat", hatte der Welttrainer nach der Nullnummer frustriert zu Protokoll gegeben. Von den letzten drei Spielen konnte der einstige Serienmeister nur eines gewinnen. Nachdem man sich bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Arsenal herangearbeitet hatte, sind die "Gunners" nun wieder weit enteilt.

"Natürlich frustrierend"

"Es ist natürlich frustrierend, aber letztendlich ist es, wie es ist", machte auch der einstige Weltfußballer Rodri keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. "Wir haben genug Chancen herausgespielt, um das Spiel mit drei oder vier zu null zu gewinnen, aber so ist Fußball nun einmal. Wenn man seine Chancen nicht nutzt, endet das Spiel unentschieden." Die Rückkehr des spanischen Strategen, der Guardiola seit seinem Kreuzbandriss im September 2024 so oft verletzungsbedingt gefehlt hatte, ist immerhin eine der sehr guten Nachrichten dieser Tage. "Er ist ein außergewöhnlicher Spieler. Mit seiner Gelassenheit bringt er uns dazu, in vielen Bereichen besser zu spielen", freut sich sein Trainer.

Rund um Rodri sieht es allerdings finster raus, wie Guardiola verkündete: "Wir werden morgen sehen was Gvardiol betrifft, aber es sieht weder für ihn noch für Ruben gut aus." Verteidiger Gvardiol musste schon früh in der ersten Hälfte nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler vom Feld geführt werden, Abwehrkollege Rúben Dias folgte ihm kurz vor dem Ende offenbar mit einer Muskelverletzung. "Natürlich haben wir viele Verletzungen. John Stones fällt für viele Monate aus, Ruben wird ausfallen und Josko wird ausfallen. Wir wissen, dass Nathan Aké nicht regelmäßig spielen kann." Die Defensivspieler Mateo Kovacic und Nico Gonzalez seien auch noch nicht einsatzbereit, "also werden wir sehen, wie wir das hinbekommen."

Mit Blick auf das bereits am Mittwoch anstehende Auswärtsspiel bei Brighton & Hove Albion beschwor Guardiola den Zusammenhalt der Truppe: "Nach dem, was letzte Saison passiert ist, werden wir eine Lösung finden und den Teamgeist bewahren, wenn wir stark bleiben." Nach zuvor vier Meistertiteln in Serie war der Großklub in der vergangenen Saison über die komplette Distanz abgeschlagen und rettete sich im Saisonendspurt immerhin noch auf Platz drei.

Chelsea hatte sich am Neujahrstag von Maresca getrennt. Laut Medienberichten sollen angebliche Gespräche des Italieners mit Manchester zu den Gründen für die Trennung gehört haben. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, Maresca könne Guardiola im Sommer beerben.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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