Fußball

Drama in Duisburg Notfall überschattet Kölner Zweitliga-Spiel

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Jhon Cordoba traf per Kopf zum zwischenzeitlichen für die

(Foto: imago images / Nordphoto)

In einem verrückten Zweitliga-Spiel verhindert Schlusslicht MSV Duisburg einen Aufstiegs-Big-Point für Tabellenführer 1. FC Köln, der auf dramatische Weise eine Vorentscheidung verpasst. Ein tragischer Notfall rückt das Spiel allerdings in den Hintergrund.

Das mitreißende 4:4 (2:1) im Zweitliga-Westduell zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln ist nach Spielschluss schnell in den Hintergrund gerückt. Denn im engeren Umfeld des Zweitliga-Spitzenreiters aus Köln ist es zu einem tragischen Notfall gekommen, wurde unmittelbar im Anschluss an das Nachholspiel bekannt.

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Der FC wollte zunächst keine näheren Einzelheiten zu dem Vorfall nennen. "Wir bitten um Verständnis, dass wir vorerst keine Details kommunizieren", teilte der Klub auf Twitter mit. Beide Vereine verzichteten wegen des Notfalls nach der Partie aber auf Spieler- und Trainer-Interviews, wie die jeweiligen Pressesprecher mitteilten.

Zu Spekulationen, dass Kölns Trainer Markus Anfang betroffen sein könnte, teilte eine FC-Sprecherin gegenüber der "Bild"-Zeitung mit: "Fußball ist nicht das Wichtigste. Wir bitten darum, dass wir keine weiteren Details benennen können, solange der Trainer kein Signal gibt." Auf TV-Bildern war zu sehen gewesen, wie Anfang nach Rücksprache mit einem Feuerwehrmann nach dem Schlusspfiff eilig das Stadion verlassen hatte.

Fußball absurd in Duisburg

Während des höchst unterhaltsamen Spiels hatte es diesbezüglich noch keine Anzeichen gegeben. Dabei sahen die Kölner nach einem verrückten Spielverlauf und zweimaligen Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit doch noch wie der sichere Sieger aus. Doch Kevin Wolze rettete dem MSV Duisburg mit einem späten Freistoß-Tor (81.) immerhin einen Punkt im Kampf um den Klassenverbleib.

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Louis Schaub traf kurz nach Wiederanpfiff zum 2:2 für Köln - und leitete damit eine völlig verrückte zweite Halbzeit in Duisburg ein.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

Für die Kölner bleibt es aber trotzdem eine komfortable Situation. Der Tabellenführer, der am nächsten Montag im Schlagerspiel auf den Hamburger SV trifft, hat sechs Runden vor Saisonschluss zehn Punkte Vorsprung auf den Dritten.  Die Duisburger schoben sich bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang auf Platz 17 vor. Vor 25.675 Zuschauern in der Duisburger Arena trafen zuvor Jhon Cordoba (24./53.), Louis Schaub (47.) und Simon Terodde (54.) für Köln, Moritz Stoppelkamp (2./71.) und Lukas Fröde (29.) für Duisburg.

Fehlstart nach den FC

FC-Coach Markus Anfang stellte sein Team in der englischen Woche auf drei Positionen um. So kam im Angriff Torjäger Simon Terodde für Anthony Modeste zum Zug. Kalt erwischt wurden die Kölner in der 15 Minuten später gestarteten Partie allerdings in der Abwehr. Nach 108 Sekunden traf Stoppelkamp per Direktabnahme nach Vorarbeit von Fabian Schnellhardt zum 1:0 für die Gastgeber. Die Duisburger waren gut im Spiel und zeigten sich gut erholt von der 2:4-Heimpleite gegen Ingolstadt. Cauly Oliveira Souza und Stanislav Iljutcenko hatten weitere Möglichkeiten für die Gastgeber. Doch die Kölner nutzten ihren ersten guten Angriff und kamen durch Cordoba zum Ausgleich. Nur fünf Minuten später gelang Fröde der erneute Führungstreffer für den MSV.

Mit drei Toren binnen sechs Minuten drehte der Tabellenführer die Partie. Zunächst traf Schaub zum Ausgleich, dann gelang Cordoba, der seinen 16. Saisontreffer erzielte, per Kopf das 3:2 und kurz darauf erzielte Terodde seinen 28. Saisontreffer zum 4:2. Stoppelkamp schaffte noch einmal den Anschlusstreffer und Wolze gelang mit einem Freistoß der viel umjubelte Ausgleich.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa