Fußball

Salihamidzic rügt Torwarttrainer Nübels Bayern-Rückkehr scheiterte an Monaco

Kam 2020 als potenzieller Nachfolger von Nationaltorhüter Neuer nach München: Alexander Nübel beim Aufwärmen.

Kam 2020 als potenzieller Nachfolger von Nationaltorhüter Neuer nach München: Alexander Nübel beim Aufwärmen.

(Foto: Tom Weller/dpa)

Torhüter Alexander Nübel sieht trotz der massiven Konkurrenzsituation seine Zukunft grundsätzlich beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. Sein Karriereplan sei, "dass ich irgendwann beim FC Bayern spiele". Doch er gibt auch Anlass zur Kritik, auf die Sportvorstand Salihamidzic reagiert.

Der vom FC Bayern an AS Monaco verliehene Torwart Alexander Nübel hat weiterhin die Ambition, die Nummer 1 im Münchner Tor zu werden. "Auf jeden Fall, weil es ist ein Top-Drei-Verein der Welt und das ist ein ganz klares Ziel", sagte der 26-Jährige im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Der Rekordmeister hatte den früheren und gefrusteten U21-Nationaltorhüter im Sommer 2021 an die Monegassen verliehen. Nübels Vertrag beim französischen Erstligisten läuft noch bis zum Sommer.

Auf die Frage nach einer Rückkehr zum deutschen Rekordmeister antwortete Nübel zurückhaltend. "Was dann im Sommer passiert, das werden wir dann sehen." Er werde Gespräche mit der Münchner Vereinsführung führen, bis dahin sei es aber noch eine lange Periode. "Ich habe jetzt noch ein paar wichtige Spiele mit Monaco vor der Brust. Das ist im Moment so das, was für mich am wichtigsten ist", sagte Nübel.

Dabei war er einer vorzeitigen Rückkehr nach der schweren Verletzung von Stammtorhüter Manuel Neuer wohl nicht ganz abgeneigt. "Das ist natürliche eine Riesenaufgabe", sagte der 26-Jährige: "Aber Monaco wollte mich nicht gehen lassen. Das war ein gutes Zeichen in meine Richtung." Außerdem zählte wohl auch sein schwieriges Verhältnis zu Bayerns Torwarttrainer Toni Tapalovic. "In der Zeit, wo ich in Monaco bin, gab es nicht viel Kontakt. Davor hatten wir ein normales Verhältnis. Ich glaube schon, dass man ab und zu sich austauschen hätte können über die Situation", befand Nübel.

Daraufhin kündigte Sportvorstand Hasan Salihamidzic Gespräche mit seinem Mitarbeiter an. "Ja, das hätte so sein sollen", antwortete Salihamidzic beim TV-Sender Bild auf die Frage, ob sich Tapalovic bei Nübel hätte melden sollen: "Darüber werden wir intern sprechen". Tapalovic ist ein langjähriger Freund und auch Trauzeuge von Neuer. "Klar, die beiden sind sehr gut befreundet. Aber am Ende geht es darum, dass der Torwarttrainer den Torwart bestmöglich trainiert und vorbereitet auf die Spiele", kommentierte Nübel das Verhältnis.

"Riesenaufgabe"

Seinen Wechsel nach Frankreich bezeichnete der Schlussmann wohl auch daher rückblickend als richtig. "Im Moment kann ich sagen, dass ich mich so gut fühle wie noch nie. Ich habe mich sehr gut entwickelt und bin jetzt ganz klar ein anderer Torwart, als ich es damals war, als ich zu den Bayern gegangen bin", befand Nübel, der im Sommer 2020 als potenzieller Nachfolger von Nationaltorhüter Manuel Neuer vom FC Schalke 04 nach München gewechselt war.

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Bei seinem künftigen Verein müsse er weiter Spielpraxis sammeln, nannte Nübel als Voraussetzung. "Ich habe ja gemerkt, wie wichtig Praxis ist und das will ich nicht mehr missen. Ich will dahingehen, wo die Wahrscheinlichkeit auch hoch ist, dass ich auch spiele", sagte der gebürtige Paderborner. Der nächste Karriereschritt sei, auch in der Champions League zu spielen.

Nachdem sich die Münchner kurz vor der Wiederaufnahme der Liga die Dienste des Mönchengladbachers Yann Sommer gesichert hatten, den Nübel als "hervorragenden Torwart" bezeichnet, stellt sich die Lage für Nübel noch einmal verändert dar: "In jedem Verein in der Kategorie gibt es Torhüter auf diesem Niveau. Dem muss ich mich stellen." Man werde "im Sommer Gespräche führen, was am sinnvollsten ist." Die Vereinsspitze des FC Bayern um Oliver Kahn und Salihamidzic sehe seine "Entwicklung wie auch ich positiv."

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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