Fußball

Streich "war wie ein Verrückter" Nürnberg-Coach tickt nach Niederlage aus

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Gertjan Verbeek ist nach der Partei vollkommen außer sich.

(Foto: dpa)

Im Abstiegsduell zwischen dem SC Freiburg und dem 1. FC Nürnberg geht es hoch her, auch danach beruhigen sich die Gemüter nicht: Nürnberg-Trainer Verbeek ist sauer und geht verbal auf Kollegen Streich und den Schiri los.

Trainer Gertjan Verbeek vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg hat seinen Kollegen Christian Streich vom SC Freiburg nach dem Duell der Klubs in einer Wutrede scharf attackiert und die Teilnahme an der Pressekonferenz verweigert. "Wie er mich beschimpft hat, wie er mir begegnet ist, war unverschämt, brutal, respektlos! Er hat wie ein Verrückter agiert, in jeder Szene", sagte der Niederländer nach der Nürnberger 2:3-Niederlage im Breisgau.

Einmal in Rage, legte Verbeek heftig nach. Was Streich sich erlaube, habe er noch nie erlebt: "Das gibt es doch nicht! Ich werde mich jetzt nicht neben meinen Kollegen setzen. Er ist kein Kollege. Das ist unverschämt, wie man hier empfangen wird." Auch eine eventuelle Entschuldigung des Freiburger Trainers werde er nicht annehmen.

Streich saß kurz darauf allein auf der Pressekonferenz und fiel aus allen Wolken. "Das ist die Unwahrheit! Ich habe ihn nicht beschimpft, er hat mir einen Vogel gezeigt. Mir ist völlig unerklärlich, wie er auf so etwas kommt", sagte er: "Ich beschimpfe doch keinen Kollegen. Das ist völliger Wahnsinn."

Auch Schiedsrichter Jochen Drees aus Mainz, der einen Foulelfmeter für Freiburg gepfiffen und den Nürnberger Verteidiger Emanuel Pogatetz vom Platz gestellt hatte, nahm Verbeek ins Visier. Der Club habe "fast die ganze Zeit gegen zwölf Mann gespielt", sagte er, Drees sei der Lage nicht gewachsen gewesen: "Wenn ein Spieler bei mir so schlecht spielt, spielt er das nächste Spiel nicht. Der darf nie wieder ein Spiel pfeifen. Da muss vielleicht der Deutsche Fußball-Bund Maßnahmen ergreifen."

Quelle: ntv.de, jog/sid