Bundesliga-Finale im Re-LiveGänsehaut-Moment auf St. Pauli, Heidenheim applaudiert, Wölfe jubeln

Wer muss runter? Wer darf noch auf die Relegation hoffen? Der vogelwilde Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga gipfelt in einem Nachmittag. VfL Wolfsburg und St. Pauli spielen gegeneinander. Im Fernduell will der 1. FC Heidenheim sein Wunder schaffen. Mit dabei war: der ntv.de-Liveticker.
17.40 Uhr: Und damit schließen wir den Liveblog. Vielen Dank für Interesse, hier sind die Highlights aller Spiele:
17.36 Uhr: Doch das Millerntor nimmt den Abstieg mit Größe. Es läuft "You'll Never Walk Alone", die Fans skandieren "St. Pauli, St. Pauli, St. Pauli". Standing Ovations hier. Aus den Boxen kommt "Those were the days" und es ist einfach unfassbar traurig. Niemand geht, immer wieder branden "St. Pauli"-Chöre auf. Und während auf der einen Seite die Wunden geleckt werden, bereitet sich die andere schon auf die nächste Schlacht vor, berichtet Kollege Uersfeld. Die Wolfsburger gehen zur Fankurve und bekommen von dem Anhang ein "Niemals, niemals, niemals absteigen" zugerufen.
17.26 Uhr: Jetzt auch: Schluss. Aus. Ende. Der VfL Wolfsburg schickt den St. Pauli in die 2. Fußball-Bundesliga. Die Wölfe retten sich derweil in die Relegation.
17.23 Uhr: Das war's. Nach großer Aufholjagd verabschiedet sich Heidenheim aus der Fußball-Bundesliga. Das 0:2 gegen Mainz besiegelt den Abstieg. Auf der Ostalb erhebt sich das Publikum zu Standing Ovations. Und auch die Schießbuden-Spiele sind vorbei: Union Berlin gewinnt mit 0:4 gegen Augsburg. Hoffenheim verliert sein CL-Endspiel deutlich gegen Gladbach. Die Vielleicht-WM-Nummer-Eins Baumann muss insgesamt viermal hinter sich greifen.
17.19 Uhr: Und während Union Berlin die Augsburger abschießt und das 4:0 erzielt, beginnt in Hamburg der Trauermarsch - trotz der sieben Minuten Nachspielzeit. Kollege Uersfeld berichtet, dass die braunen Schals in die Luft gehen. Die St. Pauli-Fans singen "You'll Never Walk Alone".
17.17 Uhr: Und Dieter Hecking beweist einmal mehr, was für ein Trainerfuchs er ist. Der Wolfsburger Kader war eigentlich für den Kampf um Europa gebaut. Stattdessen fand er sich im Abstiegskampf wieder. Dort waren die Wölfe lange überfordert, bis eben Hecking den VW-Klub in die Relegation geführt hat.
17.12 Uhr: Ein Wirkungstreffer offenbar. Was macht das Millerntor, Stephan Uersfeld? Schweigen, Trauer und Fassungslosigkeit, meldet er aus Hamburg. Nur die knallgrünen 2700 Wölfe feiern.
17.10 Uhr: "Over and out", funkt Kollege Uersfeld vom Millerntor. Was ist passiert? Tor für Wolfsburg. Das 3:1. 80. Minute, das müsste es diesmal wirklich gewesen sein. Die Wölfe spielen einen Konter eiskalt aus, Pejcinovic steht diesmal niemand mehr im Weg. Sein Schuss schlägt im Netz ein.
17.08 Uhr: Was ist auf den anderen Plätzen passiert? Kane arbeitet weiter am Lewandowski-Rekord (siehe Eintrag 16.42 Uhr), es fehlen nur noch fünf Treffer. Der deutsche Meister führt mit 4:1 gegen Köln. Freiburg macht mit dem 4:1 den Deckel gegen RB Leipzig drauf. Leverkusen gleicht gegen den HSV auf.
17.06 Uhr: Huch, Spannung! Eriksen schießt den Elfmeter perfekt - wenn das Tor fünf Zentimeter höher wäre. Der Ball knallt gegen die Latte, damit bleiben die Hamburger Hoffnungen am Leben. Noch ist es eine Viertelstunde.
17.04 Uhr: Unglücklicher kann es nicht laufen: Handelfer für Wolfsburg. Pejcinovic zieht von der Strafraumkante ab, Ando erwischt die Kugel mit dem Arm. Eriksen kann St. Pauli in die 2. Liga schicken.
17.02 Uhr: Obacht, der Kölner Keller meldet sich. Macht der VAR den Deckel drauf? Handelfer für Wolfsburg wird geprüft.
16.55 Uhr: Und auch das geht fix: Schiedsrichter Siebert schaut sich die Bilder an und befindet: kein Foul an Vasilj. Damit hat der Treffer Bestand. 66. Minute, 2:1 für die Wölfe. Wolfsburg wieder auf dem Relegationsplatz.
16.52 Uhr: Das ging flott. TOOOOOOOOOOOOOR in Hamburg. Wieder Ecke, wieder Tor. Das ist Frage. Der St. Pauli-Keeper Vasilj springt in das Pulk und erwischt den Ball nur mit einer Faust. Wurde er dabei gefoult? Jetzt entscheidet der VAR.
16.48 Uhr: Was macht das mit dem Stadion, Herr Uersfeld? Das Millerntor steht von den Toten auf. Kippt das Spiel jetzt? Wahnsinnige Lautstärke nach dem Ausgleich aus dem Nichts, berichtet er, während ihm immer wieder das Internet abhandenkommt.
16.45 Uhr: Obacht, Spannung! TOOOOOOOOOOOR. St. Pauli lebt doch noch, 56. Minute. Und es ist eine exakte Kopie der Wolfsburger Führung: Ecke, Pulk, Kopfballtor.
16.42 Uhr: Vielleicht haben Sie es mitbekommen, vielleicht aber auch nicht: Aber Robert Lewandowski verlässt den FC Barcelona. Was das mit der Bundesliga zu tun hat? Dort spielt beim FC Bayern immerhin ein gewisser Harry Kane, der versucht hat, den Lewandowski-Rekord in dieser Saison zu knacken. Bei der 3:1-Führung gegen Köln hat er schon zweimal genetzt, damit fehlen nur noch sieben Tore!
16.39 Uhr: Und was macht der Abstiegskracher, Stephan Uersfeld? Die Partie läuft mittlerweile auch weiter. Vor allem eine Erkenntnis verfestigt sich: Es zeigt sich, wer den Erstliga-Kader hat (Wolfsburg) und wer die Probleme, Tore zu erzielen (St. Pauli).
16.34 Uhr: Hoppla, für Hoffenheim geht es auch nach der Pause nicht besser weiter. Anstoß Gladbach und drei Sekunden später fliegt Lemperle vom Platz. Er versucht sich, mit einem Bodycheck durch die Hintermannschaft zum Ball zu kämpfen. Mit zu viel Körpereinsatz befindet Schiedsrichter Willenborg - und zeigt ihm die zweite Gelbe Karte.
16.29 Uhr: Und vor allem ist die Pause auch ein guter Moment, einmal auf die andere Tabellenhälfte zu schauen. Mit dem Pausenpfiff erzielt Stuttgart das 2:0 gegen Frankfurt - und untermauert damit seinen Anspruch auf den vierten CL-Platz. Der VfB profitiert auch davon, dass die Vielleicht-DFB-Nummer-Eins Oliver Baumann mit seiner TSG gegen Gladbach nun schon zweimal hinter sich greifen musste. Und weil Augsburg mit 0:2 bei Union hintenliegt, kann sich Freiburg auch dank der 2:1-Führung gegen Leipzig mental auf den siebten Platz einstellen.
16.17 Uhr: Halbzeit. Zeit zum Durchatmen, aktuell steht Wolfsburg in der Relegation.
16.14 Uhr: Puhhh. Die Szene wird Grabara wohl noch länger verfolgen. Der Ball erreicht ihn im Wolfsburger Strafraum kurz vor der Torlinie, der Hamburger Angreifer rechnet damit aber nicht so richtig. Damit verstolpert er ihn vor dem leeren Tor. Aber im Stadion gibt es keinen großen Unmut, berichtet Kollege Uersfeld. Die Stimmung ist gedämpft. Schon den gesamten Tag über war die Anspannung in der Stadt zu spüren.
16.12 Uhr: Und während St. Pauli am Ausgleich arbeitet, gehen in Heidenheim langsam die Lichter aus. Einfacher Ballverlust im Mittelfeld, dann macht es Mainz schnell. Tietz legt im Sechzehner noch einmal quer: Und Nationalspieler Amiri besorgt das 2:0 für die Mainzer. Jetzt brauchen Frank Schmidt und sein Team brauchen jetzt sieben Tore.
16.10 Uhr: Und wie ist es im Stadion, Stephan Uersfeld? Ein klassisches "Wer will es mehr"-Spiel. Nach 20 Minuten, in denen beide Teams lieber zehn kleine als einen großen Fehler machen wollten, eröffnete Fujita mit seinem Lattentreffer einen wilden Kampf mit offenem Visier. Chancen auf beide Seiten. Wolfsburgs Daghim mehrfach glücklos. Dann nach einer Ecke die Erlösung für die Wölfe. Das Stadion schweigt kurz.
16.08 Uhr: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR. Da ist es: Ecke Wolfsburg, vor dem St. Pauli-Torwart baut sich ein Block mit Spielern beider Mannschaften auf - und Konstantinos Koulierakis steigt tatsächlich am höchsten. Der Ball liegt im Netz, die Wolfsburger Fans zünden Pyro.
16.05 Uhr: Die Tore fehlen zwar noch bei St. Pauli-Wolfsburg, dafür landen die Wölfe den schon dritten Aluminiumtreffer der Partie. Souza kommt nach einer Eriksen-Ecke aus spitzem Winkel zum Kopfball, der vom linken Pfosten wegspringt
16.02 Uhr: Und wie geht Heidenheim mit dem Rückstand um? Gar nicht mal so schlecht, zumindest phasenweise. Mainz ist überlegen, aber der gerade Tabellen-18. sorgte in der 30. Minute für einen Lattenkracher.
15.59 Uhr: Es geht um alles, das macht sich jetzt schon bemerkbar. Nach der Lattenchance für St. Pauli langt Wolfsburg-Verteidiger Vini Souza kräftig zu - das Problem: er ist schon verwarnt. Die theoretisch mögliche Relegation verpasst schon mal. Die Partie darf er aber erst einmal weiterspielen.
15.53 Uhr: Obacht, VfL Wolfsburg: Da ist die erste Torchance des Abstiegknallers. Fujita zieht von der Sechzehner ab und trifft aber nur die Latte der Wölfe.
15.50 Uhr: Es gibt ja nicht nur den Abstiegskampf in der Bundesliga. Nicht vergessen, der Kampf um die Europapokal-Millionen ist ja auch noch offen. Stuttgart zementiert gegen Frankfurt schon mal die optimale Ausgangslage und führt vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit 1:0. Und der direkte Konkurrenz? Hoffenheim liegt überraschend mit 0:1 gegen Gladbach hinten.
15.45 Uhr: Die erste Viertelstunde ist durch. Wolfsburg ist auf dem besten Weg in die Relegation und damit mit der Chance, die Klasse nach einer wahrlich verkorksten Saison mit drei Trainern vielleicht doch zu halten. Etwas überraschend: Das wichtige Mainzer Tor in Heidenheim wurde am Millerntor ohne jede Reaktion zur Kenntnis genommen, berichtet Kollege Uersfeld.
15.38 Uhr: Tja, und so schnell kann es gehen mit den Rechenspielen: Mainz schlägt schon nach sieben Minuten gegen Heidenheim zu. Damit sind Wolfsburg und St. Pauli im Vorteil.
15.30 Uhr: Der Ball rollt. Schnell noch einmal der Überblick: Wolfsburg hat die beste Ausgangslage (Tordifferenz -26) und damit die Relegation bei einem Sieg eigentlich sicher. Außer: Heidenheim (-29) gewinnt gegen Mainz sehr hoch. St. Pauli muss derweil höher als Heidenheim gewinnen, weil beide die selbe Tordifferenz haben.
Das sind die relevanten Spiele:
St. Pauli - Wolfsburg
Heidenheim - Mainz
15.13 Uhr: Auch wenn das Ganze hier historisch ist, Abstiegsdramen sind so alt wie die Bundesliga selbst. Die größten Nervenkrimis hat Kollege Emmanuel Schneider mal übersichtlich aufbereitet.
15.06 Uhr: Seit dem 23. Spieltag hängen alle drei Klubs im Tabellenkeller fest. Heidenheim war praktisch schon abgestiegen, aber weil sich Wolfsburg und St. Pauli ein Schneckenrennen lieferten, kam das Team von Frank Schmidt tatsächlich noch einmal ran.
15.03 Uhr: Stephan Uersfeld meldet sich für ntv.de vom Abgrund in Hamburg. Dort spielen sich schon am frühen Nachmittag besondere Szenen ab: St. Pauli-Fans verbrüdern sich gemeinsam mit Wolfsburger wegen der Deutschen Bahn. Der Anhang der Wölfe ist komplett in Grün da und brennt schon seit einer Stunde Pyrotechnik ab - Raketen fliegen aufs Feld.
15.01 Uhr: Herzlich willkommen, liebe Leserinnen und Leser! Es ist ein Tag, der starke Nerven braucht. Noch nie gipfelte das Abstiegsdrama in der Fußball-Bundesliga in einem derart großen Finale: Erstmals gehen der Tabellen-16., -17. und -18. mit der gleichen Punktzahl in den letzten Spieltag. Sie ahnen es und es ist eine Floskel, aber: Drama ist vorprogrammiert.