Fußball

"Wir lassen unsere Augen offen" Pavard kommt - FC Bayern bleibt "on fire"

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Bald ein Münchner: Benjamin Pavard, der für 35 Millionen Euro aus Stuttgart zum FC Bayern wechselt.

(Foto: imago/Pressefoto Baumann)

Mit dem Wechsel von Fußball-Weltmeister Benjamin Pavard zur neuen Saison gewinnt der große Umbruch beim FC Bayern an Kontur. Der Millionendeal ist aber nur der Anfang, stellt Sportdirektor Salihamidzic klar. Besonders heiß gehandelt: ein teures Talent aus England.

Hasan Salihamidzic war tatsächlich "on fire", wie sein Chef Karl-Heinz Rummenigge neulich behauptete. Einen Tag vor der Rückreise des FC Bayern aus dem Trainingslager in Doha zeichnete der Sportdirektor das Bild einer Mannschaft, wie er sie sich ab dem 1. Juli offensichtlich vorstellt. Der Transfer von Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart für 35 Millionen Euro Ablöse ist schon fix, Callum Hudson-Odoi soll auf jeden Fall dazukommen, gerne auch Lucas Hernandez - und Timo Werner. "Wir lassen unsere Augen offen", erwähnte Salihamidzic vielsagend.

Der große Umbruch beim deutschen Rekordmeister ist damit in vollem Gange. Nach dem 18-jährigen Winter-Neuzugang Alphonso Davies ist Frankreichs Weltmeister Pavard (22 Jahre) der erste, der am 1. Juli zum deutschen Fußball-Rekordmeister kommt. "Wir sind sehr froh und stolz, dass wir einen solchen Spieler gewinnen konnten", sagte Salihamidzic. Pavard, dessen Vertrag beim VfB bis 2021 lief, hat eine Ausstiegsklausel, in München erhält er einen Vertrag bis 2024.

Der Franzose kann Innenverteidiger spielen, aber aber auch die defensiven Außenpositionen bekleiden. Bei der WM in Russland war er Rechtsverteidiger. In München wird er also sowohl eine Alternative sein zu den jeweils 30-jährigen Innenverteidiger-Routiniers Jerome Boateng und Mats Hummels sowie für den 23-jährigen Allrounder Joshua Kimmich sein, der damit endgültig auf die Sechs rücken könnte.

Flexibel, dribbelstark, schnell

Für die Abwehr hat Salihamidzic aber nach wie vor auch den französischen Weltmeister Lucas Hernandez im Blick. "Das ist ein interessanter Spieler", bestätigte er in Doha. Der ebenfalls 22-jährige Hernandez besitzt bei Atletico Madrid einen Vertrag bis 2024, hat aber eine jederzeit gültige Ausstiegsklausel - die Ablöse ist auf 80 Millionen Euro festgeschrieben. Auch Hernandez ist flexibel einsetzbar - als Innenverteidiger, oder, wie bei der WM für Frankreich, als Linksverteidiger.

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(Foto: imago/PRiME Media Images)

Besonders hartnäckig ist der FC Bayern auf jeden Fall hinter dem englischen Ausnahmetalent Callum Hudson-Odoi (18 Jahre) vom FC Chelsea her. "Wir wollen ihn unbedingt verpflichten", betonte Salihamidzic. Der Außenstürmer sei "dribbelstark und schnell" und habe "einen guten Zug zum Tor". Die Münchner sollen ihr Angebot an die Blues nach Sky-Informationen auf mittlerweile 39 Millionen Euro Ablöse erhöht haben.

Werner? "Sehr, sehr guter Spieler"

Kommt Hudson-Odoi, wird es im Angriff der Bayern bald sehr eng zugehen. Der junge Engländer träfe in München auf Robert Lewandowksi, Serge Gnabry, Kingsley Coman, Davies, Sandro Wagner - und womöglich auch auf Timo Werner. Der Nationalspieler sei "auch ein sehr, sehr guter Spieler", sagte Salihamidzic. Werner hat von RB Leipzig ein Angebot vorliegen für eine Verlängerung seines bis 2020 laufenden Vertrages. Sollte er dies ablehnen, ist ein Transfer wahrscheinlich, wie RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zuletzt erklärte.

Zwei Spieler würden Hudson-Odoi und Werner bei einem Wechsel nicht mehr antreffen: Franck Ribery und Arjen Robben. Beide Verträge laufen zum Saisonende aus. Robben hat seinen Abschied schon verkündet, Ribery wird wohl folgen müssen. "Wir wollen beide durch ein großes Tor verabschieden. Der gegenseitige Respekt ist wichtig", sagte Salihamidzic. Ribery hat wohl auch durch seine Ausfälle in den sozialen Netzwerken die Chance auf einen weiteren Einjahresvertrag verspielt.

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Quelle: n-tv.de, Thomas Häberlein/Marc Plönnes, sid