Fußball

Kleines Drama gegen Luhansk RB Leipzig quält sich nach Europa

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Es ist noch eunmal gutgegangen: Die Leipziger jubeln im Zentralstadion.

(Foto: imago/Picture Point LE)

RB Leipzig und Trainer Ralf Rangnick zittern sich in die Europaliga. Im Play-off-Rückspiel erkämpft sich der Fußball-Bundesligist gegen den ukrainischen Außenseiter Sorja Lugansk nach einem Rückstand in letzter Minute noch einen Sieg - auch dank Emil Forsberg.

RB Leipzig hat die Gruppenphase in der Fußball-Europaliga erreicht und 2,9 Millionen Euro als Zuschlag für den Transfer-Endspurt sicher. Mit dem hart umkämpften 3:2 (1:1) im Playoff-Rückspiel gegen FK Sorja Luhansk zeigte das Team von Ralf Rangnick vier Tage nach dem bitteren 1:4 in Dortmund eine deutliche Reaktion, musste aber lange zittern. Der deutsche Nationalsspieler Timo Werner (7.) brachte die Sachsen mit seinem ersten Saisontor vor nur 18.000 Zuschauern im Zentralstadion in Führung. Rafael (35.) glich für die Ukrainer aus, ehe Artem Gordijenko (48.) gar zur 2:1-Führung traf. Der eingewechselte Jean-Kevin Augustin (69.) erzielte das 2:2. Den Siegtreffer erzielte Emil Forsberg per Elfmeter in der 90. Minute.

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Geschafft: Ralf Rangnick.

(Foto: dpa)

Die Auslosung der zwölf Gruppen für die 48 Teams findet an diesem Freitag ab 13 Uhr im Grimaldi Forum in Monaco statt. Neben RB sind aus der Bundesliga auch Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt qualifiziert. Der erste Spieltag der Gruppenphase wird am 20. September ausgetragen, der Abschluss der Vorrunde findet am 13. Dezember statt.

Rangnick, der auf den zuletzt überragenden, aber eben gesperrten Außenverteidiger Marcelo Saracchi verzichten musste, wählte in seinem ersten Endspiel im bereits achten Pflichtspiel der noch jungen Saison, eine mutige Offensivvariante mit drei Stürmern. Das zahlte sich aus. Die Leipziger kombinierten die Gäste schwindlig: Nach einem Schuss von Matheus Cunha aus 18 Metern lenkte Werner (7.) den Ball unhaltbar für Gästekeeper Luiz Felipe ins Tor. Unmittelbar danach hätte Werner mit zwei hochkarätigen Chancen (16./21.) aus Nahdistanz die Führung ausbauen müssen.

Was wird nun mit Lookman?

Die Ukrainer, die im Hinspiel in Unterzahl ein 0:0 erkämpft hatten, spielten anders als erwartet offensiv gut mit. Das bot RB die gewünschten Räume im Umschaltspiel. Nach einer halben Stunde nahm Leipzig das Tempo etwas raus. Luhansk nutzte das: eine von Willi Orban abgefälschte Karawajew-Flanke nutzte der Brasilianer Ratáo per Kopf (35.) zum Ausgleich. Nur sieben Minuten später verhinderte die Latte den zweiten Werner-Treffer.

Nach dem Wechsel wurde Leipzig kalt erwischt: bei einem Konter klärt Ibrahima Konate eine Hereingabe am kurzen Pfosten nicht, am langen Eck schiebt Gordijenko (48.) zum 2:1 ein. Rangnick setzte nun alles auf Angriff, brachte mit Emil Forsberg und Augustin (59.) Offensivkräfte. Zehn Minuten später war der Franzose nach Vorarbeit von Werner (69.) zur Stelle: 2:2. In der 87. Minute traf Augustin erneut, stand aber im Abseits. Forsberg traf dann vom Elfmeterpunkt nach Handspiel der Ukrainer zum Sieg.

Mit den nun sicheren Einnahmen aus der Europaliga - der Sieger kann 19 Millionen Euro verdienen - hat RB Spielraum für den geplanten Last-Minute-Transfer am Freitag. RB will sich die Dienste des im Vorjahr nur ausgeliehenen Ademola Lookman sichern. Nach mehreren abgelehnten Angeboten dürfte es vor Transferschluss um 18 Uhr zu einer Einigung mit dem Premier-League-Club FC Everton zum Kauf kommen.

Quelle: n-tv.de, Frank Kastner und Sandra Degenhardt, dpa

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