Fußball

"Der negative Höhepunkt" Rafinha schießt nach Abgang gegen Kovac

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Arbeitskollegen ja, Freunde nein: Die Zusammenarbeit mit Niko Kovac empfand Rafinha als schwierig.

(Foto: imago images / MIS)

In seinem letzten Spiel wird er nicht mal eingewechselt, nach 266 Spielen ist für Rafinha im Sommer Schluss beim FC Bayern München. In einem Interview spricht der Rechtsverteidiger nun über sein schwieriges Verhältnis zu Trainer Niko Kovac - und erklärt, welchen Vorwurf er ihm macht.

Rafinha ist offenbar kein großer Fan von Niko Kovac. Der Abwehrspieler, dessen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten FC Bayern nach acht Spielzeiten nicht verlängert wurde, kritisierte im Interview mit der "Sportbild" seinen ehemaligen Trainer. Besonders tief sitzt offenbar der Stachel, dass der 33 Jahre alte Brasilianer im letzten Heimspiel der Saison beim 5:1 gegen die Frankfurter Eintracht 90 Minuten auf der Bank sitzen musste.

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Abschied verwehrt: Beim 5:1 gegen Eintracht Frankfurt am letzten Bundesliga-Spieltag kam Rafinha nicht zum Einsatz.

(Foto: imago images / MIS)

Während Arjen Robben und Franck Ribéry nach ihren Einwechslungen stimmungsvoll verabschiedet wurden, schaute Rafinha nur zu. Für ihn sei das ein "Tiefschlag" gewesen, der "negative Höhepunkt", sagte er. "Kovac wusste, was mir dieser Einsatz bedeutet hätte. Ich war sehr, sehr traurig. Der Trainer hat mir mein Abschiedsspiel genommen."

"Viele Spieler waren unglücklich"

Vor den Wechseln für Ribéry und Robben nach der Pause hatte Kovac in der ersten Halbzeit den verletzten Leon Goretzka aus dem Spiel nehmen müssen. Statt Joshua Kimmich ins Mittelfeld zu ziehen und Rafinha auf die rechte Abwehrseite zu stellen, brachte er Renato Sanches. Das nicht gewährte Abschiedsspiel war für den Rechtsverteidiger der Abschluss eines schwierigen ersten Jahres von Kovac als Trainer des FC Bayern.

Es habe "viel Stress" gegeben, "viele Spieler waren unglücklich. Irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft fehlte". Dennoch wünscht Rafinha, der zu Flamengo nach Rio de Janeiro in seine Heimat wechselte, seinem ehemaligen Verein "von ganzem Herzen alles Gute". Und: "Ich hoffe, dass bei Niko alles gut läuft, er lernt und Dinge verbessert."

Quelle: n-tv.de, tsi