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Einsatz in Allianz Arena Razzia gegen Bayern-Ordnungsdienst

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253 Ordner in der Allianz kontrolliert - bei 194 fanden die Behörden Verstöße gegen Vorschriften.

(Foto: imago images / ActionPictures)

Keine Arbeitserlaubnis, fehlende Aufenthaltsgenehmigung, vorbestraft oder an den Sozialsystemen vorbei beschäftigt: Fahnder treffen auf so ziemlich jeden denkbaren Verstoß beim Ordnungsdienst im Auftrag des FC Bayern München. Nur bei knapp jedem fünften Beschäftigten entspricht alles den Vorgaben.

Nach dem Testspiel zwischen Bayern München und Fenerbahce Istanbul ist es zu einer Razzia gegen den Ordnungsdienst in der Allianz Arena gekommen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über die Aktion am Dienstag.

"Die kontrollierten Personen sind keine Mitarbeiter des FC Bayern, sondern ausschließlich Beschäftige des entsprechenden Sicherheitsdienstleisters oder dessen Subdienstleisters", erklärte der Verein. "Der FC Bayern unterstützt die Aufklärung der Vorfälle und der dabei aufgekommenen Beanstandungen nach besten Kräften. Wenn nötig, wird der FC Bayern die entsprechenden Konsequenzen ziehen."

Zuvor hatte die Zeitung berichtet, dass nach der Partie 30 Zollbeamte, elf Mitarbeiter der städtischen Gewerbeüberwachung sowie zahlreiche Polizisten die Ordnerinnen und Ordner einer Schwarzarbeitskontrolle unterzogen. 253 Ordner seien demnach laut Zoll überprüft worden, bei 194 hätten die Behörden Gesetzesverstöße oder andere Unregelmäßigkeiten notiert.

So waren 100 der überprüften Ordner offenbar schwarz beschäftigt, also nicht bei der Sozialversicherung angemeldet, oder sie trugen ihren Personalausweis nicht wie vorgeschrieben bei sich, wie es weiter hieß. Diese Fälle würden vom Zoll nun weiter geprüft.

Weiter sei 142 Ordnern nachgewiesen worden, nicht ordnungsgemäß im nationalen Bewacherregister angemeldet zu sein. Dabei werden die Beschäftigten vor ihrem ersten Einsatz überprüft, ob sie zum Beispiel Mitglied verbotener Organisationen waren oder Vorstrafen haben. Bei einigen der im Stadion überprüften Sicherheitsleute sei letzteres der Fall gewesen. Die entsprechenden Personen hätten somit nicht beschäftigt werden dürfen. In einzelnen Fällen besaßen die Überprüften laut Zoll auch keine Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltsgenehmigung.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid

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