Fußball

Relegations-Strafstoß war keiner Referee bereut Elfmeterpfiff für Wolfsburg

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Fataler Pfiff: Sascha Stegemann entschied das Relegations-Hinspiel mit seinem Elfmeterpfiff.

(Foto: imago/Hübner)

Der Handelfmeter für den VfL Wolfsburg ist der große Aufreger des Relegations-Hinspiels gegen Braunschweig - weil er niemals hätte gegeben werden dürfen. Das räumt jetzt auch Schiedsrichter Sascha Stegemann ein. Seine Begründung überrascht allerdings etwas.

Gleich zweimal lag Schiedsrichter Sascha Stegemann in der 34. Minute des Relegations-Hinspiels zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig falsch. Erst übersah er ein Handspiel von VfL-Stürmer Mario Gomez. Dann ahndete er Sekunden später ein vermeintlich absichtliches Braunschweiger Handspiel, entschied auf Elfmeter - und damit die Partie. Gomez selbst nutzte den unberechtigten Strafstoß zum 1:0-Siegtreffer.

Zumindest den zweiten Fehler hat Stegemann nun öffentlich eingeräumt. Es wäre "besser gewesen, auf den Pfiff zu verzichten", sagte der Referee beim Bezahlsender Sky über seine Bewertung der Braunschweiger Abwehraktion. Stegemann hatte auf Handelfmeter entschieden, nachdem Braunschweigs Gustav Valsvik der Ball aus kürzester Distanz an der Strafraumgrenze an den Arm geschossen worden war.

Verzicht wäre besser gewesen

Im Spiel hatte Stegemann das Handspiel als absichtlich bewertet - eine Einschätzung, die er nach Ansicht der Kamerabilder revidierte. "Insbesondere die Kameraperspektive von hinten zeigt, wie der Arm nach hinten weg schwingt", bekannte Stegemann. "Wenn ich jetzt die Fernsehbilder sehe und alle zur Verfügung stehenden Perspektiven auswerte, dann muss man sagen, dass es besser gewesen wäre, auf den Pfiff zu verzichten."

Vor dem Elfmeterpfiff hatte der Unparteiische zudem ein - zumindest in Zeitlupen - klar erkennbares Handspiel von Gomez selbst im Eintracht-Strafraum übersehen, trotz vermeintlich guter Sicht auf die Spielszene. "Jeder hat gesehen, dass das Hand war. Deswegen hasse ich diese Relegation", schimpfte Braunschweigs Trainer nach dem Spiel in den Katakomben. Stegemann ging im Sky-Interview auf die Szene nicht ein.

*Datenschutz

Vielleicht, weil sie keineswegs so eindeutig war, wie sie auf TV-Bildern scheint. Nach Meinung der n-tv.de Schiedsrichterexperten "Collinas Erben" war die Bewertung der Szene extrem schwierig für Stegemann, urteilten sie bei Twitter. Was in Zeitlupe nach absichtlichem Handspiel aussehe, sei in Realgeschwindigkeit nicht zu erkennen gewesen.

Das Rückspiel findet am Montag (20.30 Uhr/ARD und im n-tv.de Liveticker) beim Zweitligisten statt. Der Sieger aus Hin- und Rückspiel stellt das 18. Team in der Fußball-Bundesliga in der kommenden Saison.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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