Fußball

Remis im Derby war zu wenig1. FC Köln wirft Trainer Kwasniok raus

22.03.2026, 18:54 Uhr
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Lukas Kwasniok hatte den 1. FC Köln erst zu Saisonbeginn übernommen.

Ein hart erarbeiteter Punkt im Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach reicht nicht: Trainer Lukas Kwasniok verliert seinen Job beim 1. FC Köln, den er erst zu Saisonbeginn angetreten hatte.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat auf seine sportliche Negativserie reagiert und sich am Tag nach dem 3:3 (2:2) im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Der bisherige Co-Trainer René Wagner übernimmt zunächst die Verantwortung.

Aufsteiger Köln war nach einem ordentlichen Saisonstart in der Bundesliga zunehmend in den Tabellenkeller abgerutscht. Zuletzt hatte es sieben Spiele in Folge keinen Sieg mehr gegeben, überhaupt holte der Aufsteiger nur zwei Dreier aus den letzten 18 Spielen. Der achte Abstieg der Klub-Geschichte droht.

Am Sonntagvormittag hatte es Beratungen zur Zukunft von Kwasniok gegeben, der auch selbst gegen 11 Uhr am Vereinsgelände erschien und es nach 20 Minuten wieder verließ. "Passiert hier heute nicht mehr so viel. Ich genieße jetzt die Sonne", rief der 44-Jährige einigen Fans zu.

"Das ist die Realität"

Doch es kam anders: Man sei "zu der Entscheidung gekommen, für die letzte Phase der Saison auf der Cheftrainer-Position einen Impuls zu setzen", erklärte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler am Sonntagabend: "Lukas’ Fußballwissen und seine fachliche Expertise sind unbestritten. Er hat unsere Mannschaft mit großer Sorgfalt und hohem Engagement auf die Spiele vorbereitet. Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar. Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität."

Ein Bekenntnis hatte Kessler schon nach dem Abpfiff am Samstagnachmittag vermieden. "Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartung waren klar drei Punkte", sagte Kessler bei Sky. Kwasniok selbst stemmte sich vehement gegen die drohende Entlassung, er "sei der richtige Mann am richtigen Ort."

Kwasniok war nach vier Jahren beim SC Paderborn zum Saisonstart nach Köln gewechselt und hatte einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben. Den "Tanker" 1. FC Köln wolle er in "ruhige Gewässer" führen, hatte er bei seiner Antritts-Pressekonferenz erklärt. Nach dem wegweisenden Duell mit dem Erzrivalen Gladbach zog der Effzeh nun die Reißleine. Von den letzten 18 Spielen unter Kwasniok hatte das Team nur zwei gewonnen. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt acht Spieltage vor Schluss nur noch zwei Punkte.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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