Fußball

Sein Sohn behauptet anderes Rincon saß bei tödlichem Unfall selbst am Steuer

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Rincon überlebte seinen schweren Unfall nicht.

(Foto: REUTERS)

Freddy Rincon überlebt einen schweren Verkehrsunfall vor zehn Tagen nicht, der frühere kolumbianische Fußballstar erliegt seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Nun teilt der Generalstaatsanwalt mit: Rincon saß selbst am Steuer. Er widerspricht damit der Darstellung des Sohnes.

Der frühere kolumbianische Fußballstar Freddy Rincon saß bei seinem tödlichen Verkehrsunfall vergangene Woche selbst am Steuer. Das teilte die nationale Staatsanwaltschaft mit. "Das Fahrzeug, in dem Freddy Rincon saß, wurde von Letzterem gefahren", sagte Generalstaatsanwalt Francisco Barbosa. Die Erkenntnisse würden auf technischen Untersuchungen beruhen und von Zeugen bestätigt.

Die Behörde widerspricht damit der Version von Rincons Sohn. Dieser war nicht selbst am Unfall beteiligt gewesen, hatte jedoch behauptet, der Ex-Spieler von Real Madrid und der SSC Neapel habe den Unfallwagen nicht gesteuert.

Der Lieferwagen, in dem der 55 Jahre alte Rincon und seine Begleiter saßen, kollidierte am frühen Morgen des 11. April mit einem öffentlichen Bus. Zuvor hatte der Lieferwagen Medienberichten zufolge eine rote Ampel überfahren. Bei dem Unfall wurden fünf Personen verletzt, am schwersten Rincon. Er erlag zwei Tage später in einem Krankenhaus in Cali seinen schweren Kopfverletzungen.

Rincon war in seiner aktiven Zeit wegen seiner Körperstatur und seines Geburtsortes als "Koloss von Buenaventura" bekannt. Der frühere Offensivspieler zählte zu den Stars der kolumbianischen Nationalmannschaft, die 1990 bei der WM in Italien in der Gruppenphase unter anderem auf den späteren Weltmeister Deutschland traf. Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sorgte Rincon im Duell mit der DFB-Auswahl damals für ein 1:1.

Schon im Jahr 2013 war Rincon in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er sich mehrere Brüche und eine Kopfverletzung zugezogen hatte. Damals überlebte das Fußball-Idol, den tragischen Unfall am Montag aber nicht. Für die Fans der Cafeteros - wie das Nationalteam in Kolumbien liebevoll genannt wird - ist Freddy Rincon aber längst unsterblich.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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