Fußball

"Es ist sehr, sehr frustrierend" Robben rätselt, Ribéry kennt seine Zukunft

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Arjen Robben und Franck Ribéry standen zuletzt im November gemeinsam auf dem Platz.

(Foto: imago/Philippe Ruiz)

Die glorreichen Zeiten der Robbéry-Flügelzange des FC Bayern München neigen sich ihrem Ende entgegen. Beim abwandernden Niederländer staut sich der Verletzungs-Frust. Der Franzose verteidigt einmal mehr bissig sein Privatleben. Fußball spielen beide momentan wenig.

Der verletzte Flügelstürmer Arjen Robben vom FC Bayern blickt nach monatelanger Zwangspause ratlos auf seine Oberschenkelprobleme. "Es geht noch immer nicht gut. Wir versuchen alles, aber im Moment ist es nicht so gut. Es ist leider genau das Problem, dass man nicht genau weiß, was es ist. Es ist wirklich schwierig", sagte der Niederländer, der seit dem Duell mit Benfica Lissabon (5:1) in der Fußball-Champions-League am 27. November nicht mehr gespielt hat, der "Bild"-Zeitung.

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Arjen Robben ist derzeit nur auf dem Trainingsplatz zu sehen.

(Foto: imago/Philippe Ruiz)

Probleme mit dem Ischiasnerv stoppten zuletzt seine Comeback-Versuche. "Es ist sehr, sehr frustrierend", berichtete der 35-Jährige. "Du versuchst alles, du machst alles. Aber im Moment kommt nichts Gutes raus. Ich war zwei Mal wirklich nah dran, ich war ja wieder bei der Mannschaft. Aber dann gab es wieder Rückschläge."

Das Achtelfinalhinspiel der Champions League am Dienstag beim FC Liverpool (ab 21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) wird Robben verpassen, für das Rückspiel am 13. März hat er noch Hoffnung. "Vom Kopf her ist es nicht leicht, du willst arbeiten, du fühlst dich eigentlich gut", sagte er, "aber das ist nicht das Problem. Der Rest muss eben auch funktionieren". Gegen Benfica hatte Robben zwei Tore erzielt. "Mein letztes Spiel war das beste Beispiel. Und ich habe das Gefühl, wenn ich wieder zurück bin, mache ich so weiter."

Ribéry wird niemals "tricksen"

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Franck Ribéry (l) beobachtet das Spiel der Bayern dieser Tage auch meistens von der Bank aus.

(Foto: imago/ActionPictures)

Der Niederländer wird den Klub nach Ende der laufenden Saison verlassen. Wohin ihn sein Weg führt, ist nicht bekannt und sorgte zuletzt immer wieder für Spekulationen. Auch der Vertrag von Robbens ewigem Flügelzangen-Partner Franck Ribéry läuft mit dieser Spielzeit aus. Seine Zukunft beim FC Bayern hält er indes aber weiter für offen. "Wir werden sehen, was in den kommenden Wochen passieren wird", sagte er in einem Interview der Sportzeitung "L'Equipe" und kündigte an, sich mit den Bayern-Bossen und seinem Berater zusammenzusetzen.

Er werde dabei niemals "tricksen", betonte Ribéry. "Ich werde bei den Bayern weitermachen, falls ich ihnen weiterhin alles geben kann", versicherte er. "Was bedeutet alles geben? Es fühlt sich an, als könne ich noch mindestens 35 Spiele machen. Bei den großen Spielen dabei sein." Einen Wechsel, versicherte Ribery, könne er sich nicht vorstellen.

"Bayern und Ribéry, das ist Familie"

"Ich bin ein Gewinner. Wenn du alles in einem Klub hast, der zu den Top 5 in Europa und sogar weltweit gehört, warum solltest du dann woanders hingehen?", fragte er: "Bayern und Ribery, das ist ein Paar. Das ist Familie. Es gibt eine echte Liebesgeschichte zwischen uns. Das Trikot ist meine zweite Haut." Nach seiner Spielerkarriere wolle er sich in der Jugendarbeit des FC Bayern engagieren. Eine entsprechende Funktion sei in seinem Vertrag bereits festgehalten.

Im selben Interview sorgte auch einmal mehr Ribérys "Goldsteak Affäre" für Gesprächsstoff. Der Bayern-Profi war nach der Berichterstattung über ein teures, mit Blattgold überzogenes Steak, das ihm während seines Urlaubs im Emirat Dubai in einem Edel-Steakhaus serviert worden war, heftig kritisiert worden und hatte darauf mit heftigen Beleidigungen gegen Fans und Medien reagiert.

Zu seinem Besuch beim türkischen Gastronom Nusret "Salt Bae" Gökçe sagte der 35 Jahre alte Franzose: "Viele andere Spieler gehen auch bei ihm essen, genau wie ich. Darüber wird aber nie gesprochen. Aber von mir gibt es Videos." Ribéry forderte, man solle ihn als Fußballer beurteilen. In erster Linie interessiere die Leute nicht "zu wissen, was ich esse", sondern seine Leistung auf dem Platz: "Ich mache in meinem Privatleben, was ich will."

Quelle: n-tv.de, mra/sid/dpa

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