Fußball

Königsklasse nur mit neuem Klub Ronaldo kassiert Watschen für Juve-Desaster

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Für Ronaldo gibt's nur böse Kommentare.

(Foto: REUTERS)

Juventus Turin ist jahrelang nicht aus der Fußball-Weltspitze wegzudenken. Doch in diesem Jahr droht das italienische Starensemble sogar die Champions League zu verpassen. Es hagelt heftige Kritik, vor allem Superstar Cristiano Ronaldo muss einstecken. Trainer Andrea Pirlo stemmt sich noch gegen sein Aus.

"Eine peinliche Partie" sei es gewesen, schrieb "Tuttosport" über die schwache Vorstellung von Juventus Turin gegen den AC Mailand in der italienischen Serie A. 0:3 (0:1) war diese geendet, Milan hatte damit "Juves Giganten zu Fall" gebracht, unkte der "Corriere dello Sport". Nach dem Spiel hatte sich die Presse vor allem auf einen eingeschossen, den größten Giganten, den Juve zu bieten hat: Cristiano Ronaldo.

"Nicht existent", sei er gewesen, so die "Gazzetta dello Sport". Und kommentierte weiter: "Alles bricht bei Juve zusammen, auch der Superheld Ronaldo, der gegen Milan als normaler Spieler auftritt." In dieser Saison habe der 36-Jährige eine Reihe schlechter Auftritte gezeigt und besonders dann, wenn Juve ihn gebraucht hätte, kommentierte "Tuttosport". Und mutmaßte mit Blick auf kursierende Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Turiner Top-Torjägers: "Er scheint schon woanders zu sein."

Ein Transfer dürfte tatsächlich die einzige Chance des Portugiesen sein, in der kommenden Saison doch noch in der Champions League mitzuspielen. Denn Italiens Fußball-Rekordmeister hat die Qualifikation für die Königsklasse nach einem Debakel nicht mehr in der eigenen Hand. Das Team des umstrittenen Trainers Andrea Pirlo ist in der Serie A nur noch Fünfter. Hinter Lokalrivale und Meister Inter (85 Punkte) sowie Atalanta Bergamo mit dem deutschen Nationalspieler Robin Gosens ist Milan (beide 72) jetzt Dritter. Dahinter folgen der SSC Neapel (70) und Juve (69). Vier Teams kommen in die Champions League, für Pirlo dürfte es drei Spieltage vor Schluss richtig eng werden.

Kommt der Ex zurück?

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Abwarten und Espresso trinken: Massimiliano Allegri.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Doch der Weltmeister von 2006 will sich nicht geschlagen geben - und denkt nicht an einen Rücktritt. "Ich setze meine Arbeit fort, solange man mir dazu die Möglichkeit gibt. Ich wusste, dass ich Schwierigkeiten haben würde. Jedenfalls fehlen bis zum Saisonende noch drei Spiele. Ich bin sicher, dass die Mannschaft und ich diese Phase bewältigen können", sagte der 41-Jährige.

Der Fußballlehrer weiß allerdings auch, dass ihm die Entlassung droht. "Ich bin der erste Verantwortliche für diese Situation. Zu Saisonbeginn hatte ich ein anderes Projekt im Kopf und ich dachte, eine andere Mannschaft zur Verfügung zu haben", betonte Pirlo, "die Mannschaft besteht aus großartigen Spielern. Offenkundig ist es mir nicht gelungen, das Beste aus ihnen zu machen."

Als möglicher Pirlo-Nachfolger wurde in den italienischen Medien bereits Ex-Juve-Coach Massimiliano Allegri gehandelt, der mit den Turinern fünf Meisterschaftstitel in Serie gewonnen hatte. In den letzten zwei Saisons pausierte er und ist auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld. Das Juve-Management soll laut Medienberichten bereits Kontakt zu Allegri aufgenommen haben.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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