Fußball

Provokation nach Tor-Gala Ronaldo rächt sich mit Eier-Jubel an Atlético

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"Er ist der Beste der Welt" - sagt Atlético-Trainer Simeone über Ronaldo.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Cristiano Ronaldo schießt Juventus Turin im Alleingang ins Viertelfinale der Champions League. Nach einer überragenden Vorstellung lässt er sich dann zu einer Provokation herab. Der Portugiese hat es dabei auf Atlético-Trainer Diego Simeone und die gegnerischen Fans abgesehen.

Das Trikot blieb diesmal an. Cristiano Ronaldo konnte sich trotz seiner drei Tore beherrschen und jubelte beim Weiterkommen in der Champions League seiner Turiner nicht - wie früher gern mal - oben ohne. Dabei hätte der 34-Jährige sogar allen Grund zum Überschwang gehabt, hat der frühere Real-Madrid-Superstar doch seinen ehemaligen Erzfeind Atlético Madrid im Alleingang erledigt. Juventus Turin hat das Viertelfinale trotz der 0:2-Niederlage im Hinspiel noch erreicht - dank einer 3:0-Galavorstellung des Portugiesen.

Astralkörper hin oder her, die Gelbe Karte für das Trikotausziehen handelte sich Ronaldo nicht ein. Eine andere Strafe könnte ihm dennoch drohen: Er imitierte Altético-Trainer Diego Simeone, der sich während des Hinspiels beidhändig in den Schritt gegriffen hatte. Eine Geste mit mächtig Gebrüll und Größenwahnsinn. Simeone musste dafür eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen.

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Sollte Ronaldo Ähnliches drohen, wird er diese Kleinigkeit gern begleichen - der obszöne Jubel dürfte es ihm wert gewesen sein. Die Genugtuung war einfach zu groß bei Ronaldo nach seinem magischen Auftritt und eben diesen Toren in der 27. sowie 49. Minute und dem dramaturgischen Finale, dem verwandelten Elfmeter in der 86. Minute.

"Er ist der Beste der Welt"

Von den Atlético-Fans war der frühere Real-Star Ronaldo noch im Hinspiel verhöhnt worden. Nun antwortete der Torjäger auf seine Art. "Vielleicht ist das der Grund, warum Juve mich verpflichtet hat. Dabei mitzuhelfen, Dinge zu tun, die vorher noch nicht gemacht wurden. Dieses Ergebnis ist ein großer Push für die Zukunft", sagte Matchwinner Ronaldo, der im Sommer für 112 Millionen Euro von Real zu Juventus gewechselt war.

Es waren Ronaldos Tore Nummer 122, 123 und 124 in der Königsklasse, womit er weiter deutlich vor Lionel Messi liegt (106). Zugleich war es sein achter Dreierpack, womit er zu Messi gleichzog. Für Atlético entwickelt sich Ronaldo zunehmend zum Albtraum. Schon im Real-Trikot hatte er 22 Tore in 31 Spielen gegen den Stadtrivalen erzielt. Nun kamen drei weitere hinzu. "Er ist der Beste der Welt. Wir haben gelitten wie Juve im Hinspiel. Sie sind weiter und das ist verdient", sagte Simeone - mal ganz fair.

Quelle: n-tv.de, ara/dpa