Fußball

Erst gezittert, dann deutlich Runderneuertem VfB gelingt Start nach Maß

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Marc-Oliver Kempf brachte den VfB schon vor der Pause auf die Siegerstraße.

(Foto: imago images/Eibner)

Der VfB Stuttgart will den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga schnell wieder korrigieren - und den Schwaben gelingt gegen Verfolger Heidenheim tatsächlich ein ganz wichtiger Sieg zum Auftakt in die Rückrunde. Der neue Trainer beweist ein goldenes Händchen.

Trainer Pellegrino Matarazzo hat beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart einen Einstand nach Maß gefeiert. Im schwäbischen Verfolgerduell gegen den 1. FC Heidenheim setzte sich der VfB am 19. Spieltag daheim mit 3:0 (1:0) durch und sprang damit zumindest für 24 Stunden auf einen direkten Aufstiegsplatz. Der Hamburger SV könnte mit einem Sieg am Donnerstag gegen den 1. FC Nürnberg wieder an Stuttgart vorbeiziehen.

VfB Stuttgart - 1. FC Heidenheim 3:0 (1:0)

Stuttgart: Kobel - Stenzel, Phillips, Karazor, Kempf - Mangala, Endo - Didavi (73. Sosa) - Förster (87. Massimo), Al Ghaddioui, Gonzalez (84. Gomez). - Trainer: Matarazzo
Heidenheim: Kevin Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Dorsch, Kerschbaumer - Schnatterer (71. Föhrenbach), Leipertz, Mohr (71. Schimmer) - Kleindienst (78. Otto). - Trainer: Schmidt
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)
Tore: 1:0 Kempf (32.), 2:0 Gonzalez (76.), 3:0 Gomez (86.)
Zuschauer: 52.585
Gelbe Karten: Karazor (3), Endo (3) - Kleindienst (4)

Marc-Oliver Kempf (32.), Nicolas Gonzalez (76.) und der eingewechselte Mario Gomez (86.) trafen für den VfB, der sich nach zwei Unentschieden vor der Winterpause von Tim Walter getrennt und den bisherigen Hoffenheimer Co-Trainer Matarazzo als Nachfolger verpflichtet hatte. Für den zuvor mit Stuttgart punktgleichen Tabellenvierten aus Heidenheim war es die erste Niederlage nach zehn Punkten aus vier Spielen.

Stuttgart war vor 52.585 Zuschauern in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, ohne aber restlos zu überzeugen. Dennoch fiel der Führungstreffer verdient, als Kempf eine Flanke von Daniel Didavi wuchtig per Kopf versenkte. Didavi selbst verpasste kurz nach der Pause die große Chancen zum 2:0 (46.). Der Stuttgarter Sieg gegen zu harmloser Heidenheimer geriet aber nicht mehr in Gefahr, Gonzalez sorgte per Kopf für die Entscheidung. "Sehr, sehr schön" sei sein erfolgreicher Einstand vor 52 585 Zuschauern gewesen, sagte der 42 Jahre alte US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln Matarazzo: "Es war emotional und intensiv."

 

Der HSV muss nach einer alles andere als überzeugenden Vorbereitung am Donnerstag zum Abschluss des 19. Spieltages gegen den 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr) gewinnen, um Stuttgart wieder zu überholen und den direkten Aufstiegsplatz zu verteidigen. Herbstmeister Bielefeld war bereits am Dienstag mit einem 2:0 gegen den VfL Bochum in die restliche Saison gestartet und führt die Tabelle weiter mit drei Zählern Vorsprung an. Unter Druck stehen am Donnerstag freilich auch die Franken. Nur mit einem Punkt beim HSV würden sie Abstiegsrang 17 wieder verlassen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa