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Neuzugänge beim FC Bayern Salihamidzic akzeptiert Hoeneß' Transferlimit

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Leroy Sané soll beim FC Bayern offenbar als Neuzugang gehandelt werden. Er dürfe sehr teuer werden.

(Foto: imago images / Joachim Sielski)

Lucas Hernández bleibt offenbar der teuerste Transfer in der Geschichte des FC Bayern. Mehr als 80 Millionen Euro wolle der Klub nicht ausgeben, erklärt Präsident Uli Hoeneß. Und sein Wort wird allseits akzeptiert. Das Problem: die gehandelten Neuzugänge könnten das Budget sprengen.

Sportdirektor Hasan Salihamidzic akzeptiert das von Klub-Präsident ausgesprochene Transferlimit beim FC Bayern. "Uli Hoeneß ist der Aufsichtsratsvorsitzende, der Aufsichtsrat muss unsere Transfer-Investitionen bewilligen, daran halten wir uns natürlich", sagte Salihamidzic in der "Sport Bild" über die von Hoeneß zuletzt genannte Obergrenze von 80 Millionen Euro Ablöse. "Wir sind hier nicht bei Monopoly, sondern wir sind ein Fußballverein", hatte der Präsident nach der 29. Meisterschaft am vergangenen Samstag gesagt. Mit den 80 Millionen Euro für Weltmeister Lucas Hernández von Atletico Madrid habe der Klub "eine Grenze erreicht. Ich glaube nicht, dass die bei weiteren Transfers überschritten wird".

Dennoch sind die Bayern entschlossen, nach Verteidiger Hernández, dem flexiblen Abwehrspieler Benjamin Pavard, kommt für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart, und Sturmtalent Jann-Fiete Arp, wechselt für drei Millionen Euro vom Hamburger SV, weitere Spieler zu verpflichten. Zuletzt wurden die Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City, Timo Werner von RB Leipzig und der Leverkusener Kai Havertz gehandelt. Zumindest bei Sané und Havertz müssten die Bayern extrem hohe Ablösen zahlen. Beim City-Profi sollen angeblich bis zu 100 Millionen Euro aufgerufen werden. Anders sieht's bei Werner aus, der RB Leipzig im Sommer 2020 ablösefrei verlassen könnte.

Das Kruse-Gerücht macht kaum Sinn

Gerüchte gibt es auch über Max Kruse. Der Stürmer hat sein Abschied von Werder Bremen angekündigt. Der 31-Jährige will im kommenden Jahr international spielen. In München soll er angeblich als Back-up für Robert Lewandowski gehandelt werden. Allerdings: Kruse will spielen und hat Gehaltswünsche im hohen einstelligen Millionenbereich. Auch Eintracht Frankfurt soll um den Offensivspieler werben. Konkreter ist das Interesse des FC Bayern am derzeit verletzten englischen Talent Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea. Schon im Winter buhlte der Klub um den 18-Jährigen, der auf beiden offensiven Bahnen spielen kann.

"Über mögliche Kandidaten wurde bisher nicht konkret gesprochen, aber wir werden versuchen, noch etwas zu machen für die neue Saison. Deshalb müssen wir klären, wie viel Geld wir dafür zur Verfügung haben", sagte Salihamidzic. Namen wolle er nicht kommentieren. Nach den Abgängen von Franck Ribéry, Arjen Robben und Rafinha gibt es noch Bedarf auf den offensiven und defensiven Außenbahnen. Mit Jérôme Boateng steht ein weiterer Spieler womöglich vor dem Absprung. Den Innenverteidiger, der unter Kovac oft nur zweite Wahl ist, zieht es angeblich in die Premier League. Aus Italien soll Inter Mailand Interesse haben. Im vergangenen Sommer war ein Wechsel zu Paris St. Germain noch geplatzt.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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