Resignation nach frühem AusSchießbude Eintracht hängt im "tiefen Tal" fest

Wieder drei Gegentore - es wird zur traurigen Gewohnheit im Jahr 2026 für Eintracht Frankfurt. Diesmal sorgen diese dafür, dass der Fußball-Bundesligist aus der Champions League ausscheidet. Und deswegen mächtig bedient ist.
39 Gegentore in der Bundesliga, 19 in der Champions League, drei in jedem Spiel in diesem Jahr: Eintracht Frankfurt ist nicht nur vorzeitig aus der Königsklasse ausgeschieden, sondern wird immer mehr zur Schießbude des deutschen Profifußballs. Ein attraktives Bewerbungsgesuch für interessierte Trainer gibt das Team wenige Tage nach der Trennung von Dino Toppmöller nicht gerade ab.
Denn die Schwächen in der Defensive setzte die SGE auch unter Interimstrainer Dennis Schmitt fort. "Wir haben die gleichen Fehler gemacht wie in den vergangenen Wochen und bringen uns dadurch ein bisschen selbst um den Sieg", monierte Sportvorstand Markus Krösche nach dem 2:3 (1:1) bei Qarabag Agdam: "Wir haben uns natürlich etwas anderes vorgestellt, als aus der Champions League auszuscheiden." Im vierten Pflichtspiel des Jahres kassierte Frankfurt zum vierten Mal drei Gegentore.
"Das kann nicht sein, dass wir wieder so spät zwei Gegentore bekommen. Wir kriegen jedes Spiel drei Gegentore. Dann wird es einfach schwer, Spiele zu gewinnen", sagte auch Ansgar Knauff. Die drei Gegentreffer reihen sich nahtlos in die bisherigen Partien im Jahr 2026 ein. Zuvor gab es ein 3:3 gegen Borussia Dortmund, ein 2:3 beim VfB Stuttgart sowie ein 3:3 bei Werder Bremen.
Nur noch Bundesliga relevant
Das Last-Minute-Tor von Bahlul Mustafazada nahm Frankfurt die letzten minimalen Hoffnungen auf ein Weiterkommen und verdarb Interimscoach Schmitt dessen Debüt. Im DFB-Pokal ist Frankfurt auch raus, es geht für den Traditionsklub damit nur noch um die Bundesliga. Es gehe nun darum, "weiterzuarbeiten, uns voll auf die Bundesliga zu konzentrieren, aber auch gegen Tottenham nochmal alles für einen Sieg zu tun", sagte Krösche. Das bis auf Weiteres letzte Königsklassenspiel gegen die Spurs am kommenden Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) verlor durch die Pleite in Aserbaidschan sportlich an Bedeutung. Die nächste knallharte Aufgabe wartet schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) in der Liga gegen die formstarke TSG Hoffenheim.
Krösche fand klare Worte: "Wir gehen gerade durch ein tiefes Tal. Man merkt die mentale Verfassung der Jungs, wir verfallen immer wieder in die gleichen Muster. Es ist unser Unvermögen, wenn wir Tore so kassieren", sagte Krösche. Die Moral scheint fürs Erste im Keller zu sein, Abwehrspieler Rasmus Kristensen suchte nach Erklärungsansätzen. Er und seine Kollegen seien "keine schlechteren Spieler als letztes Jahr oder letzten Sommer", sagte der Däne: "Es ist im Kopf, wir müssen etwas ändern und einfach weitermachen. Es besser machen, alle gemeinsam als Gruppe."