Fußball

Plötzlich im MannschaftskreisSchiri sorgt für bizarre Szene bei Chelsea-Spiel

14.03.2026, 20:39 Uhr
Soccer-Football-Premier-League-Chelsea-v-Newcastle-United-Stamford-Bridge-London-Britain-March-14-2026-Chelsea-players-huddle-around-referee-Paul-Tierney-before-the-match-REUTERS-David-Klein-EDITORIAL-USE-ONLY-NO-USE-WITH-UNAUTHORIZED-AUDIO-VIDEO-DATA-FIXTURE-LISTS-CLUB-LEAGUE-LOGOS-OR-LIVE-SERVICES-ONLINE-IN-MATCH-USE-LIMITED-TO-120-IMAGES-NO-VIDEO-EMULATION-NO-USE-IN-BETTING-GAMES-OR-SINGLE-CLUB-LEAGUE-PLAYER-PUBLICATIONS-PLEASE-CONTACT-YOUR-ACCOUNT-REPRESENTATIVE-FOR-FURTHER-DETAILS
Schiedsrichter Tierney steht im Mittelpunkt. (Foto: REUTERS)

Beim FC Chelsea kommt es zu einer ungewöhnlichen Szene: Beim Mannschaftskreis vor dem Anpfiff steht plötzlich der Schiedsrichter in der Mitte des Teams. Doch als Glücksbringer taugt er nicht wirklich.

Im Fußball ist es üblich, dass sich Mannschaften vor dem Anpfiff noch einmal einschwören. Doch beim FC Chelsea hat sich in den vergangenen Wochen eingeschlichen, dass der Teamkreis im Mittelkreis - und nicht in der eigenen Hälfte - stattfindet. Mit Folgen: Vor der Premier-League-Partie gegen Newcastle United kam es deshalb zu einer seltsamen Szene: Plötzlich tauchte Schiedsrichter Paul Tierney in der Mitte des Kreises auf.

Doch Tierney stand nicht freiwillig in dem Kreis: Eigentlich hatte Newcastle den Anstoß, deswegen war der Schiedsrichter samt Spielball schon zum Mittelpunkt geschritten. Doch die Chelsea-Spieler bildeten den Kreis um den Referee herum, obwohl sie die Platzwahl verloren hatten. Immerhin: Vom englischen Nationalspieler Cole Palmer gab es sogar eine Umarmung für Tierney.

Die Londoner haben das neue Ritual unter dem neuen Trainer Liam Rosenior eingeführt. Seit dem 6. Januar führt er die Geschicke der Blues, die er von Enzo Maresca übernommen hatte. Der Italiener gewann mit Chelsea im vergangenen Sommer zwar die von der FIFA neugeschaffene Klub-Weltmeisterschaft, erlebte aber einen äußerst erfolglosen Dezember. Von acht Partien konnte er nur zwei gewinnen - am Ende setzte es deshalb die Entlassung.

Für das neue Teamritual will Trainer Rosenior jedoch nicht verantwortlich sein. Seine Spieler hätten die Initiative dazu ergriffen, erklärte er vergangene Woche nach dem 4:1-Erfolg in der Liga gegen Aston Villa. "Die Idee stammt von den Spielern, und sie gefällt mir sehr gut, weil sie damit Zusammenhalt, Einigkeit und Teamgeist zeigen - und ich glaube, das braucht man", sagte er. "Bevor man überhaupt über Taktik oder Systeme spricht, braucht man eine Gruppe von Spielern, die bereit sind, zu laufen und füreinander zu kämpfen."

Doch gegen Newcastle hilft auch das intensive Beraten vor dem Anpfiff nicht. Chelsea verliert das Heimspiel mit 0:1 (0:1) nach einem frühen Treffer von Anthony Gordon (18. Min). Auch die deutschen Nationalspieler Nick Woltemade und Malick Thiaw kommen zum Einsatz, Woltemade wird in der 67. Minute ausgewechselt. Für Newcastle ist es der erste Auswärtssieg bei Chelsea seit 2012.

Quelle: ntv.de, ses

FußballFC ChelseaPremier LeagueNewcastle United