Fußball

Barça macht "letztes Angebot" Showdown im Neymar-Poker steht bevor

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Trainieren ja, spielen nein: Neymar ist in Warteposition.

(Foto: REUTERS)

Neymar muss in Warteposition verharren: Er ist fit, darf bei Paris Saint-Germain aber nicht spielen - er könnte ja doch noch wechseln. Am liebsten zu seinem Ex-Klub FC Barcelona, der für ihn allerdings ordentlich hinblättern müsste. Die katalanischen Bosse machen sich nun persönlich auf den Weg.

Die Bosse des FC Barcelona gaben sich auf ihrer millionenschweren "Mission Neymar" äußerst schmallippig. Vorstandschef Oscar Grau nuschelte vor dem Abflug nach Frankreich ein gelangweiltes "Buenos dias" in die Mikrofone der Reporter, Klubdirektor Javier Bordas zwinkerte nach "Hola" und "Que tal?" mit dem rechten Auge. Doch das Schweigen half wenig, allein das Reiseziel Paris verriet den Zweck der Mission: Der verlorene Sohn Neymar sollte am "Dia N" ("Marca") endlich zurück nach Barcelona geholt werden. Nach einer gescheiterten ersten Verhandlungsrunde vor Ort wollte Barça beim zweiten Versuch am Dienstag laut dem katalanischen Blatt "Sport" ein "letztes Angebot" für den Brasilianer vom französischen Meister Paris St. Germain abgeben - und sich dabei finanziell aufs Äußerste strecken.

Neymar soll demnach zunächst für zwei Jahre ausgeliehen werden und 2021 für eine Ablöse von 170 Millionen Euro fest nach Barcelona zurückkehren. Um den Deal einzufädeln, kamen Grau, Geschäftsführer Eric Abidal und Bordas mit PSG-Sportdirektor Leonardo zusammen. Dass auch der Pariser Klubpräsident Nasser Al-Khelaifi an dem Treffen teilnahm, werteten spanische Medien schon als deutliches Indiz für einen Durchbruch. Paris will allerdings wohl mehr Geld. Alternativ schwebt dem Verein von Trainer Thomas Tuchel laut der Zeitung "Le Parisien" angeblich eine Ablöse von 100 Millionen Euro vor - plus die Barça-Profis Ousmane Dembélé und Nelson Semedo.

Neymar ist fit, spielt aber vorsorglich nicht

Bei Dembélé hat Barça seine Abwehrhaltung im Zuge der jüngsten Eskapade des Weltmeisters - der verletzte Franzose soll einen Arzttermin geschwänzt haben - wohl aufgegeben. Semedo aber soll bleiben. Barça-Trainer Ernesto Valverde gab in Sachen Neymar zuletzt den Ahnungslosen. "Ich weiß nichts davon. Wir werden sehen, was passiert. Er ist ein Spieler von PSG ... ", sagte er am vergangenen Wochenende über einen möglichen Transfer. Deutlicher waren die Worte von PSG-Coach Thomas Tuchel. Neymar, um den zuletzt auch Barças ewiger Rivale Real Madrid gebuhlt hatte, sei "bereit zu spielen", sagte er vor dem 4:0 gegen den FC Toulouse, aber: Die letzte Entscheidung treffe Sportdirektor Leonardo. Neymar fehlte daraufhin in Tuchels Kader.

Der Offensivspieler soll PSG in den vergangenen Tagen noch einmal mit Nachdruck deutlich gemacht haben, dass er unbedingt zurück nach Barcelona will. Den Barça-Bossen bleibt bis zur Schließung des Transferfensters am Montag Zeit, dem Superstar diesen Wunsch zu erfüllen. Bei "Buenos dias" und "Hola" dürfte es dabei nicht bleiben.

Quelle: n-tv.de, Marco Mader, sid