Fußball

Bronze beim Confed Cup Silva durchbricht Portugals Penalty-Panik

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Adrien Silva schießt Portugal ins Bronze-Glück.

(Foto: REUTERS)

Europameister Portugal droht ein bitteres Ende des Confed Cups. Trotz starker Leistung laufen sie gegen Mexiko im Spiel um Platz drei lange hinterher. Doch dann kommen Pepe und Silva. Und Silva befreit sein Land mit dem Siegtreffer aus einem kuriosen Dilemma.

Auch ohne Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat sich Portugal den dritten Platz beim Confederations Cup gesichert. Der Europameister gewann nach Verlängerung 2:1 (1:1, 0:0) gegen Gold-Cup-Champion Mexiko. Pepe (90.+1 Minute) und Adrien Silva (104./Handelfmeter) erzielten vor 42.659 Zuschauern in Moskau die Tore für die Südeuropäer.

Teams & Tore

Portugal: Rui Patricio - Semedo, Pepe, Neto, Eliseu - Pereira (82. Gomes), Moutinho (81. Adrien Silva), Pizzi - Martins, Nani (70. Quaresma), André Silva; Trainer: Santos.
Mexiko: Ochoa, LAyun, Araujo, Moreno, Reyes - Marquez - Herrera, Guardado (J. dos Santos) - Vela, Chicharito (85. Jimenez), Peralta (61. Lozano)
Tore: 0:1 Neto (54.), 1:1 Pepe (90.+1), 2:1 Silva (104./FE)
Schiedsrichter: Al-Mirdasi (Saudi-Arabien)
Bes. Vorkommnisse: Ochoa hält Foulelfmeter von Silva (17.), Gelb-Rot für Semedo (106.), Gelb-Rot für Jimenez (112.)

Luis Neto traf per Eigentor (54.) für die Elf um den Leverkusener Javier "Chicharito" Hernandez, die am Donnerstag durch die 1:4-Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland das Endspiel der Generalprobe für die Weltmeisterschaft 2018 verpasst hatte. Beide Teams beendeten die Partie mit nur zehn Spielern, weil in einer turbulenten Verlängerung zunächst der Portugiese Nelson Semedo (106.) und dann der Mexikaner Raul Jimenez (112.) Gelb-Rot sahen.

"Ich bin super glücklich. Die ganze Mannschaft hat gut gespielt, besonders in der zweiten Hälfte dann. Wir wollten eigentlich ins richtige Finale, aber jetzt sind wir Dritter. Wir haben Portugal hier gut vertreten", sagte Pepe nach der Partie im ZDF. Portugal hatte gegen Chile im Halbfinale mit 0:3 nach Elfmeterschießen verloren. Ronaldo war nach dem Spiel dann vorzeitig von der portugiesischen Mannschaft abgereist und zu seinen neugeborenen Zwillingen geflogen.

Das Zittern aus elf Metern

Portugal hatte auch ohne seinen Offensiv-Superstar von Real Madrid die frühe Chance zur Führung. Mexikos Verteidiger Rafael Marquez foulte André Silva im Strafraum und mit Hilfe des Videobeweises entschied Schiedsrichter Fahad Al Mirdasi aus Saudi-Arabien auf Elfmeter. Der gefoulte Silva vergab jedoch die große Chance: Er scheiterte an Mexikos Keeper Guillermo Ochoa (17.) - es war nach den vergebenen Strafstößen gegen Chile der vierte nicht verwandelte Schuss aus elf Metern in Serie.

Nani, der Ronaldo als Kapitän vertrat (17.), und Pizzi (23.) hatten weitere Gelegenheiten für den Europameister. Mexiko wurde durch Chicharito nach einer guten halben Stunde erstmals richtig gefährlich. Auch wenn beide Trainer ihre Startelf im sportlich wertlosen Duell ordentlich durcheinander gewirbelt hatten, sahen die Zuschauer eine muntere Partie.

Wenige Sekunden nach der Pause vergab Chicharito zunächst die große Chance zur Führung für Mexiko (46.), ehe Neto eine Hereingabe des Bundesligaprofis unfreiwillig ins portugiesische Tor beförderte. Portugal suchte die schnelle Antwort auf den Rückstand, doch erst in der Nachspielzeit gelang Pepe der Ausgleich (90.+1). In der Verlängerung zeigte Referee Al Mirdasi nach einem Handspiel des Mexikaners Layun dann zum zweiten Mal auf den Punkt und Adrien Silva traf zum 2:1 - ehe Semedo und Jimenez den Platz vorzeitig verlassen mussten.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid