Fußball

Mission Wiederaufstieg Slomka wird wohl neuer Trainer in Hannover

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Mirko Slomka setzte sich Berichten zufolge gegen zwei Mitbewerber durch.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Ein alter Bekannter kehrt offenbar zu Hannover 96 zurück. Medienberichten zufolge beerbt Mirko Slomka den bisherigen Trainer Thomas Doll. Der hatte nicht verhindern können, dass der Fußballklub in die Zweitklassigkeit abrutscht. Der Job des Sportdiektors scheint derweil auch vergeben.

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga holt Hannover 96 offenbar Mirko Slomka als Trainer zurück. Wie die "Bild"-Zeitung und das Onlineportal "Sportbuzzer" berichteten, soll der 51-Jährige die Nachfolge von Trainer Thomas Doll antreten und die Niedersachsen zur direkten Rückkehr in die Bundesliga führen. Der Klub hat das noch nicht bestätigt.

Nach Informationen des "Sportbuzzer" setzte sich der in Hannover lebende Slomka gegen die weiteren Kandidaten Kenan Kocak, der bis Oktober vergangenen Jahres den Zweitligisten SV Sandhausen trainiert hatte, und Markus Anfang durch, der Ende April beim Bundesligaaufsteiger 1. FC Köln entlassen worden war. Slomka hatte Hannover bereits von 2010 bis 2013 trainiert und 2011 sowie 2012 in die Europaliga geführt. Zuletzt betreute er den Hamburger SV und den Karlsruher SC, seit April 2017 ist er arbeitslos.

Schlaudraff soll Sportdirektor werden

Zu Slomkas bevorstehenden Rückkehr passt auch, dass Hannovers Hauptgesellschafter Martin Kind den vakanten Sportdirektoren-Posten mit dem früheren Nationalspieler Jan Schlaudraff besetzen will. Der 35-Jährige war unter Slomka bereits Spieler in Hannover. Schlaudraff wurde im April als Assistent der Sportlichen Leitung eingestellt und führte nach der Trennung von Manager Horst Heldt auch das Tagesgeschäft. Jetzt soll er nach dem Willen von Kind endgültig zum Verantwortlichen für diesen Bereich befördert werden.

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Designierter Sportdirektor: Jan Schlaudraff.

(Foto: imago images / Joachim Sielski)

Nur drei Wochen vor dem Trainingsauftakt am 17. Juni müssten Slomka und Schlaudraff eine komplett neue Mannschaft für die zweite Liga aufbauen. Bislang hat der Verein nur einen neuen Spieler präsentiert: den 19 Jahre alten Justin Neiß aus der eigenen Jugend. Auf der anderen Seite will Hannover nach dem Verkauf von Ihlas Bebou an die TSG Hoffenheim und Niklas Füllkrug an den SV Werder Bremen noch von weiteren Spielern wie den Brasilianern Jonathas und Walace und Genki Haraguchi trennen.

Unter Doll war Hannover in der abgelaufenen Saison zum sechsten Mal aus der Bundesliga abgestiegen. Der 53-Jährige, dessen Vertrag bei 96 noch bis 2020 und auch für die zweite Liga gilt, hatte erst Ende Januar André Breitenreiter auf der Trainerbank beerbt.

Quelle: ntv.de, fzö/sid/dpa