Fußball

Berliner Derby ohne Fans Spitzenspiel RB-Bayern steht auf der Kippe

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Ob Thomas Müller (links) an Ostern wieder gegen Leipzig jubeln kann, ist noch unklar.

Das Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC sollte zu einem Pilotprojekt werden, nun streicht der Berliner Senat aber die Fan-Rückkehr, weil an Ostern das öffentliche Leben heruntergefahren werden soll. Deshalb steht auch das Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und Bayern München auf der Kippe.

Welche Auswirkungen die am frühen Dienstag getroffenen Beschlüsse von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Krise auf den Ablauf der Fußball-Bundesliga haben, ist noch unklar. Das für Ostersonntag geplante Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC kann wie geplant stattfinden. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport dementierte eine anderslautende Meldung des rbb. Beide Vereine sowie die DFL äußerten sich bisher nicht.

"Der Senat hat lediglich entschieden, dass das Spiel ohne Zuschauer stattfinden muss", hieß es in einer Stellungnahme. Das für das Derby geplante Pilotprojekt zur Rückkehr von Zuschauern könne wegen der Osterruhe dagegen nicht umgesetzt werden. Bund und Länder hatten in der Nacht zum Dienstag beschlossen, die geltenden Lockdown-Regeln bis zum 18. April zu verlängern. Über Ostern wird der Lockdown für mehrere Tage zusätzlich so weit verschärft, dass das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend heruntergefahren wird.

In Berlin wird in Kooperation der Profiklubs aus verschiedenen Teamsportarten mit der Senatsverwaltung die Rückkehr von Fans bei drei Testevents vorbereitet. Den Auftakt sollen die Berlin Volleys im Playoff-Spiel der Volleyball-Bundesliga gegen Düren am Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle machen. Ursprünglich sollte das Berliner Derby teil zwei des Pilotprojekts werden und zum ersten Mal Fans in der Bundesliga zurückkehren lassen. In Sachen Kapazität hatte Union eine "sehr niedrige vierstellige Zahl" angepeilt, sagte Klub-Sprecher Christian Arbeit vergangene Woche, die "bei Weitem nicht im Bereich der 5000" liegen werde.

RB-FCB auf der Kippe - aber vielleicht mit Fans

Die Austragung des Spitzenspiels der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und Bayern München ist dagegen fraglich. CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer wollte sich nicht festlegen, ob die Partie wie geplant am 3. April ausgetragen werden kann. "Das werden die nächsten Tage zeigen, ob das so ist", sagte Kretschmer. Der Bund arbeitet aktuell an einer Rechtsverordnung, um Fragen wie Profifußball über Ostern zu klären.

Gleichzeitig darf Leipzig sich Hoffnungen machen, sogar Zuschauer ins Stadion zu lassen, sollte das Spiel stattfinden. Einen Tag nach der Absage durch den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung kündigte die Landesregierung eine Änderung der Corona-Verordnung zu Modellversuchen an. Diese Projekte werden von der Inzidenz entkoppelt und könnten von Donnerstag an starten. RB hat ein Pilotprojekt beantragt, zu dem Spiel 1000 negativ getestete Fans ins Stadion zu lassen.

"Das war uns ein wichtiges Anliegen, um zu zeigen, wie Öffnungen unter Pandemiebedingungen eben auch möglich sein können. Und zwar mit einem sehr klaren und eindeutigen Testregime. Daher ändern wir die momentane aktuelle Corona-Schutzverordnung in einem Punkt. Das heißt, dass wir dort die Inzidenzabhängigkeit von 100 gestrichen haben", sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstag.

Quelle: ntv.de, dbe

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