Fußball

Kiezkicker wieder Spitzenreiter St. Pauli beendet Durststrecke

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Guido Burgstaller traf für die Hamburger vom Punkt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach fünf Spielen ohne Sieg platzt beim FC St. Pauli der Knoten. Die Kiezkicker gewinnen am Abend gegen Jahn Regensburg und grüßen damit wieder von der Tabellenspitze. Für die Bayern ist es die vierte Heimniederlage in Folge.

Nach einem Traumstart hat der FC St. Pauli im engen Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga drei wichtige Punkte beim SSV Jahn Regensburg verbucht. Die Hamburger siegten am Abend in einer packenden Partie mit 3:2 (2:0) und stürmten zumindest vorübergehend wieder an die Tabellenspitze.

Etienne Amenyido (7. Minute), Guido Burgstaller (11./Foulelfmeter) mit Saisontor Nummer 16 und der eingewechselte Daniel-Kofi Kyereh (66.) trafen vor 7605 Zuschauern für St. Pauli. Der Jahn bäumte sich nach der Pause mit großer Moral auf, konnte aber durch die Angreifer Andreas Albers (56.) und David Otto (73.) nur zweimal verkürzen. Für die Bayern war es die vierte Heimniederlage in Folge.

"Wir haben in der ersten Halbzeit guten Fußball gezeigt", sagte Angreifer Burgstaller nach der Partie beim Pay-TV-Sender Sky: "Aber dann lassen wir die Regensburger zu einfach zurück in das Spiel."

Der Hamburger Trainer Timo Schultz hatte auf personelle Wechsel gegenüber dem 2:2 gegen den SC Paderborn verzichtet. So blieb auch Mittelfeldmann Kyereh bis zur 57. Minute auf der Bank: "Die Vernunft und die medizinische Abteilung haben mich gebremst", sagte Schultz, der mit einem Startelf-Einsatz des ghanaischen Nationalspielers geliebäugelt hatte.

Dass der 44-jährige mit seiner Aufstellung goldrichtig lag, wurde früh klar. Schon in der dritten Minute prüfte Burgstaller Jahn-Keeper Alexander Meyer mit einem Fernschuss. Kurz darauf hatte Amenyido seinen großen Auftritt. Erst verwertete er eine Flanke von Leart Paqarada zur Führung, dann wurde er vom herausstürmenden Meyer von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Burgstaller eiskalt.

Die Regensburger Systemumstellung auf eine Dreierkette mit Kapitän Benedikt Gimber als zentraler Verteidiger erwies sich als untaugliches Mittel. St. Pauli kontrollierte die Partie, machte aber zu wenig aus den sich bietenden Gelegenheiten. Der Jahn stellte taktisch und personell um und kämpfte sich ins Spiel zurück.

Albers verkürzte beim 1:2 per Kopf aus kurzer Distanz. Der eingewechselte Kyereh sorgte nach einem Doppelpass mit Burgstaller wieder für den alten Abstand. Der erneute Anschluss durch Otto brachte St. Pauli ins Wanken, doch mit Glück und Geschick wurde der erste Sieg seit dem 4. Dezember über die Zeit gebracht.

Mit Spannung werden die Kiezkicker jetzt am Sonntag das Spiel von Darmstadt 98 bei Hannover 96 verfolgen. Schaffen die Hessen bei den Niedersachsen keinen Sieg, geht St. Pauli auch als Spitzenreiter in den 23. Spieltag.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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