Fußball

Tor-Spektakel mit Sunday Oliseh St. Pauli verhindert Peinlich-Patzer in 90. Minute

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Ex-Bundesligaprofi Sunday Oliseh coachte seinen SV Straelen fast in die zweite Runde des DFB-Pokals.

(Foto: IMAGO/Eibner)

Kurz vor Schluss bestraft der Regionalligist SV Straelen in der ersten Runde des DFB-Pokals den Zweitligisten St. Pauli mit einem Bauerntrick-Tor. Alles deutet in einem wilden Spiel auf die Verlängerung hin. Doch dann fällt in der letzten Minute ein ganz krummes Ding. Bochum siegt locker in Berlin.

SV Straelen - FC St. Pauli 3:4 (2:2)

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat nur mit Mühe eine Blamage im DFB-Pokal verhindert. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz setzte sich nur knapp mit 4:3 (2:2) beim Regionalligisten SV Straelen durch.

Eric Smith (26.), Jakov Medic (40./90.) und David Otto (62.) erzielten in Duisburg die Treffer der Gäste. Jaron Vicario (19., 80.) und Amoros Nshimirimana (42.) trafen für das Team von Coach Sunday Oliseh. Der Olympiasieger von 1996 mit Nigeria und langjährige Bundesliga-Profi hatte Straelen im Sommer übernommen. Der Pokal-Viertelfinalist der vergangenen Saison hatte große Probleme mit dem forsch auftretenden Außenseiter. Besonders die Defensive der Hamburger war alles andere als sattelfest.

Nach dem Wechsel brachte Otto St. Pauli zwar auf die Siegerstraße, nach einer Roten Karte gegen Manolis Saliakas (77., grobes Foulspiel) musste der Favorit in der Schlussphase aber noch einmal zittern. Vicario gelang mit einem raffinierten Freistoß der Ausgleich: Mit einem Bauernstrick nutzte er einen herben Patzer von St.-Pauli-Keeper Dennis Smarsch aus, indem er den Standard von der rechten Ecke des Strafraums mit dem linken Fuß direkt ins kurze Ecke zirkelte. Smarsch landete mit Ball im Netz.

Damit aber nicht genug, es folge ein krummes Ding als Abschluss einer wilden Partie. In der 90. Minute schoss Smith einen Freistoß vom linken Strafraumeck des Regionalligisten weit über alle Spieler drüber. Der Ball sprang an den langen Pfosten, von dem er an den Rücken von Medic und vorn dort äußerst glücklich ins Tor prallte. Ein bitteres Ende für den stark aufspielenden SV Straelen mit Trainer Oliseh.

Viktoria Berlin - VfL Bochum 0:3 (0:2)

Ungefährdet in Runde zwei: Fußball-Bundesligist VfL Bochum hat mit einem konzentrierten Auftritt den Pflichtspielauftakt in die neue Saison erfolgreich gemeistert. Beim Drittliga-Absteiger Viktoria Berlin setzte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Reis in der ersten DFB-Pokal-Runde 3:0 (2:0) durch und bestätigte mühelos ihre Favoritenrolle.

Eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 erzielten im traditionsreichen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Simon Zoller (18.), Takuma Asano (22.) und der neue Mittelstürmer Philipp Hofmann (65.) die Treffer für den VfL. Der Regionalligist hielt mit der erwarteten Leidenschaft dagegen, war aber gegen den routinierten Erstligisten chancenlos.

Reis, der mit den Neuen Hofmann, Kevin Stöger, Iwan Ordez und Jannes Horn begann, hatte sein Team pflichtbewusst vor dem Außenseiter gewarnt: "Sie werden wahrscheinlich ihr Spiel der Saison machen", hatte er vor dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams über die Viktoria gesagt und einen dementsprechend "seriösen" Auftritt gefordert.

Gegen die im Durchschnitt nur 21,6 Jahren alten, nach dem Abstieg runderneuerten Berliner startete Bochum dominant. Der Ukrainer Ordez köpfte nach einer Stöger-Ecke nur knapp über die Latte (3.), kurz darauf vergab Zoller ebenfalls per Kopf die Chance zur Führung (9.). Besser machte er es keine zehn Minuten später: Nach einer schönen Kombination verwandelte der Stürmer ein präzises Zuspiel von Gerrit Holtmann unhaltbar flach ins linke Eck. Völlig unbedrängt von der Viktoria-Abwehr erhöhte Asano nach einer Direktablage von Hofmann.

Mit kreativen Kombinationen beschäftigte der VfL die Gastgeber auch danach fast permanent, die Berliner kamen kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Christopher Theisen verzog bei der ersten guten Gelegenheit nach einem Fehler von Ordez knapp (35.). Per Kopf vergab Hofmann nach der Pause freistehend die vorzeitige Entscheidung, er traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (52.). Auch der eingewechselte Philipp Förster verfehlte das Tor knapp (55.).

Bochum wurde danach etwas fahrlässiger und ließ den Außenseiter offensiv mehr gewähren, ernsthaft eingreifen musste Keeper Manuel Riemann aber nur selten. Hofmann machte mit seinem ersten Pflichtspieltreffer im VfL-Trikot endgültig alles klar.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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