Fußball

Schnürsenkelabseits, Elfer wegTechnik verhindert Gladbacher Sensation gegen Leipzig

28.11.2025, 22:28 Uhr
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Schiedsrichter Timo Gerach stand häufig im Mittelpunkt, auch wenn er hier ganz außen steht. (Foto: IMAGO/fohlenfoto)

Willkommen im modernen Fußball. In der Bundesliga steht Borussia Mönchengladbach gleich zweimal vor dem Führungstreffer gegen RB Leipzig. Die Technik stellt sich zu Recht gegen sie. Der Tabellenzweite ist meist unauffällig, hat nur seltene Abschlüsse. Das reicht nicht: Unentschieden. Der FC Bayern lacht.

RB Leipzig ist bei seiner Bayern-Jagd ins Stolpern geraten. Der Bundesliga-Zweite kam am Freitagabend bei Borussia Mönchengladbach nicht über ein glückliches 0:0 hinaus, stoppte aber die Siegesserie der Fohlenelf. Am Samstag kann Leipzigs Rückstand auf den Tabellenführer aus München auf acht Punkte anwachsen.

"Das Positive ist, wir spielen zu Null. Wir waren nach vorne nicht durchschlagskräftig genug", sagte Nationalspieler David Raum bei Sky: "Wir nehmen aber den Punkt auswärts mit, denn Gladbach ist wieder in der Spur und hat zu Hause Rückenwind."

Ohne den verletzten Neu-Nationalspieler Assan Ouédraogo fehlte es den Gästen vorne an Durchschlagskraft, die Elf von Eugen Polanski ließ aber auch kaum Chancen zu - und haderte zweimal mit dem VAR: Erst stand Franck Honorat beim vermeintlichen 1:0 ganz knapp im Abseits (47.), dann nahm Schiedsrichter Timo Gerach einen schon gepfiffenen Foulelfmeter zurück (74.). Für Gladbach endete damit eine Serie von vier Pflichtspielsiegen in Folge unter dem neuen Cheftrainer.

Chancen Mangelware

Als "Top-Top-Team" hatte Polanski die Leipziger vor dem Anstoß bezeichnet. Davon war zunächst aber nicht viel zu sehen. Während die Fans in den ersten zwölf Minuten aus Protest gegen drohende Sicherheitsmaßnahmen erneut schwiegen, tat sich auch auf dem Rasen nicht viel. Die Borussia überließ RB den Ball, die Gäste wussten damit aber nichts anzufangen.

Als die 50.029 Zuschauer lauter wurden, nahm auch das Spiel an Fahrt auf - insbesondere die Borussia. Vorne fehlte es aber an Ideen: Toptorjäger Haris Tabakovic musste sich viele Bälle selbst an der Mittellinie holen. Der lange verletzte Nationalspieler Tim Kleindienst saß wie schon zuletzt beim Sieg in Heidenheim zumindest wieder auf der Bank.

In dem ausgeglichenen Spiel blieben Chancen bis zur Pause Mangelware. Leipzig fiel gegen die gut stehende Borussia-Defensive nichts ein, ein Versuch von Conrad Harder aus fast 30 Metern (36.) sorgte zumindest für etwas Gefahr. Gladbach leistete sich im Spielaufbau zu viele Ungenauigkeiten.

Aufregung nach der Pause

Direkt nach der Pause traf Honorat zum vermeintlichen 1:0, stand aber minimal mit dem Schnürsenkel im Abseits (47.). Die Borussia war nun am Drücker und überzeugte mit schnellem Umschaltspiel, Leipzig blieb mit Ball zu harmlos. Erst nach 58 Minuten erhielten die Gäste die erste Ecke - auch die brachte aber keine Gefahr. RB war dem Tor nun näher, Gladbach verließ sich auf seine Defensive.

Kurz vor Schluss wurde eine Elfmeterpfiff zurückgenommen, weil Willi Orban erst den Ball und dann Gegenspieler Shuto Machino getroffen hatte. Auf der Gegenseite traf David Raum noch den Innenpfosten (80.).

Quelle: ntv.de, sue/sid

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