Fußball

"Gesunder Menschenverstand?"Trainer ärgern sich: Weil Haaland foult, fliegt Gegenspieler vom Platz

09.02.2026, 08:13 Uhr
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Dominik Szoboszlai will seinen Platzverweis nicht akzeptieren. Pep Guardiola eilt ihm zur Hilfe. (Foto: picture alliance / empics)

Das Premier-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Manchester City endet kurios: Statt eines Tores von der Mittellinie gibt es einen Elfmeter und einen Platzverweis. Beide Trainer sind verstimmt.

Es kommt nicht oft vor, dass sich ein Trainer über eine Rote Karte für einen Gegenspieler beschwert. Nach dem 2:1 von Manchester City beim FC Liverpool kritisierte Citys Coach Pep Guardiola jedoch den Platzverweis für Dominik Szoboszlai in der Nachspielzeit. Das Eingreifen des Videoassistenten hatte nämlich auch die Aberkennung des dritten Treffers von Manchester zur Folge.

"Wir haben das Spiel gewonnen, und jetzt darf Dominik Szoboszlai nicht spielen", sagte Guardiola mit Unverständnis, nachdem es in Anfield in den Schlussminuten zu einer kuriosen Situation gekommen war. Was war passiert? Bei einem Konter kurz vor dem Abpfiff schoss Citys Rayan Cherki den Ball von der Mittellinie in Richtung des leeren Liverpool-Tors, das Keeper Alisson verlassen hatte.

"Wenn du Fußball liebst ..."

Erling Haaland und Szoboszlai liefen dem Ball hinterher. Als Szoboszlai den City-Stürmer als letzter Mann foulte, ließ der Schiedsrichter Vorteil laufen. Danach foulte Haaland jedoch seinerseits den Liverpool-Profi. Der Ball rollte ins Tor, doch der Videoassistent schaltete sich ein. Haalands Foul wurde geahndet, der Treffer zählte nicht. Damit musste aber auch Szoboszlais Notbremse geahndet werden - es folgte die Rote Karte.

Dies missfiel Guardiola. "Gesunder Menschenverstand, oder?", sagte er. "Ich weiß, er hat ihn gezogen, aber wie oft wird in diesem Land, in dieser Liga jemand gezogen und der Schiedsrichter lässt weiterspielen? Gib das Tor, 3:1, Szoboszlai darf weiterspielen und wir freuen uns."

Sein Gegenüber Arne Slot ärgerte sich vor allem über das Ergebnis, durch das Liverpool die Chance verpasste, sich den Cityzens in der Tabelle bis auf fünf Punkte zu nähern. Mit Blick auf das nächste Spiel gegen Sunderland wurde er dann sarkastisch. "Wenn du Fußball liebst, sagst du: Lass es so, es ist ein Tor, das ist gut für sie, das ist gut für alle. Aber wenn du Sunderland-Trainer bist, siehst du lieber eine Rote Karte. Das ist die Regel und wir alle wollen doch, dass wir den Regeln folgen."

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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