Fußball

Traum-Endspiel gegen WolfsburgFC Bayern spaziert mit Torfestival und Gwinn-Hackentrick ins Frauen-Pokalfinale

06.04.2026, 17:25 Uhr
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Giulia Gwinn und ihr FC Bayern stehen im Pokalfinale. (Foto: IMAGO/Eibner)

Ein geistesgegenwärtiger Moment von Giulia Gwinn als Dosenöffner, danach dominiert der FC Bayern fast nach Belieben: Gegen SGS Essen gewinnen die Münchnerinnen das Halbfinale des DFB-Pokals deutlich - und machen das Traum-Endspiel gegen die Seriensiegerinnen aus Wolfsburg klar.

Das Traumfinale ist perfekt: Titelverteidiger Bayern München ist dem Rivalen VfL Wolfsburg ins Endspiel um den DFB-Pokal der Frauen gefolgt. Die Münchnerinnen besiegten bei ihrer Triple-Jagd im Halbfinale den Bundesliga-Konkurrenten SGS Essen mit 4:0 (3:0). Deutlich mehr Mühe hatte der VfL. Die Wolfsburgerinnen setzten sich am Ostersonntag beim Tabellenschlusslicht Carl Zeiss Jena nach 120 Minuten ohne Tor erst im Elfmeterschießen mit 5:4 durch. Das Finale steigt am 14. Mai in Köln.

Momoko Tanikawa (29.), nach traumhafter Hacken-Vorlage von Giulia Gwinn, Pernille Harder (40.) und Edna Imade (45./73.) erzielten die Treffer der klar überlegenen Münchnerinnen. "Essen hat uns am Anfang das Leben schwer gemacht, dann lief es besser", sagte Direktorin Bianca Rech bei Sky: "Jetzt wartet ein hochklassiger Gegner im Endspiel. Spiele gegen Wolfsburg sind immer eng."

Der Traum vom Triple lebt damit weiter. In der Bundesliga kann die Mannschaft von Trainer José Barcala bereits am 22. April im Gastspiel bei Union Berlin die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt machen, in der Champions League wartet im Halbfinale Topfavorit FC Barcelona. "Wir wollen bis zum Ende durchziehen, auch wenn uns harte Wochen bevorstehen. Es ist immer alles möglich", so Rech.

Bayern gegen Popps letzte Chance

Die Wolfsburgerinnen waren hingegen in der Königsklasse im Viertelfinale an Rekordsieger OL Lyonnes gescheitert, in der Liga hecheln sie Spitzenreiter München hinterher. Die letzte Titelchance in dieser Saison ist der DFB-Pokal, dementsprechend groß war die Erleichterung nach dem Zittersieg in Jena. Bei der derzeit verletzten Alexandra Popp flossen sogar die Tränen.

"Sie ist eine Legende des Vereins und ich glaube, es bedeutet ihr einfach sehr, sehr viel, in ihrem letzten Jahr mit uns noch einmal im Pokalfinale stehen zu können. Ich hoffe, dass sie dann fit ist und uns genauso helfen kann wie sonst auch", sagte Torhüterin Stina Johannes, die mit zwei gehaltenen Elfmetern zur Matchwinnerin avancierte.

Popp wechselt im Sommer nach 14 Jahren in Wolfsburg zu Borussia Dortmund. Jetzt kann sie sich mit einem Titel verabschieden. "Wir hoffen, dass es bis zum Pokalfinale reicht", sagte Popp, die derzeit aufgrund einer Muskelverletzung fehlt. Doch auf Johannes war Verlassen. "Für sie mussten wir das klarmachen", sagte die Torhüterin im Anschluss Richtung Popp.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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