Fußball

Rekord für "Lewy", Müller trifft Trotzige Bayern stürmen furios an die Spitze

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Thomas Müller - ein Tor, eine Vorlage. Das ist eine ziemlich beeindruckende Trotzreaktion auf die DFB-Ausbootung.

(Foto: www.imago-images.de)

Mit den von Bundestrainer Joachim Löw unfreiwillig in den DFB-Ruhestand versetzten Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels stürmt der FC Bayern gegen Wolfsburg furios auf Platz eins - und Robert Lewandowski ist nun torgefährlichster Ausländer der Bundesliga.

Der FC Bayern hat's im Fernduell mit Borussia Dortmund um die deutsche Meisterschaft so richtig krachen lassen und erstmals seit 204 Tagen die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac schoss sich beim ungefährdeten 6:0 (2:0) über den enttäuschenden Europacup-Aspiranten VfL Wolfsburg auch für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de) gegen den FC Liverpool warm. Nationalspieler Serge Gnabry (34.) brachte die starken Bayern vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena in Führung.

FC Bayern - VfL Wolfsburg 6:0 (2:0)

München: Neuer - Kimmich, Jerome Boateng, Hummels, Rafinha - Thiago, Martinez (54. Goretzka) - Thomas Müller, James (74. Sanches), Gnabry (55. Ribery) - Lewandowski; Trainer: Kovac.
Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt (83. Malli), Arnold (68. Rexhbecaj) - Mehmedi (58. Steffen), Weghorst, Brekalo; Trainer: Labbadia.
Schiedsrichter: Stegemann
Tore: 1:0 Gnabry (34.), 2:0 Lewandowski (37.), 3:0 James (52.), 4:0 Müller (76.), 5:0 Kimmich (82.), 6:0 Lewandowski (85.).
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

Torjäger Robert Lewandowski erhöhte (37.) vor der Pause und avancierte mit seinem 196. Bundesliga-Tor zum treffsichersten Ausländer im deutschen Oberhaus. James (52.), Thomas Müller (76.), Joshua Kimmich (82.) und erneut Lewandowski (85.) sicherten den höchsten Saisonsieg der Münchner, die die Spitze am sechsten Spieltag Ende September verloren hatten. Wolfsburg, zuvor fünf Spiele ungeschlagen, wartet damit auch nach dem 26. Pflichtspiel bei den Bayern auf den ersten Sieg (zwei Unentschieden).

Erfolgreiche Trotzreaktion

In der ersten Begegnung nach der Ausbootung durch Bundestrainer Joachim Löw setzte Kovac in seiner Startelf demonstrativ auf die nun ehemaligen Nationalspieler Jérôme Boateng, Mats Hummels und Müller. Das Ex-Weltmeister-Trio war sichtlich bemüht, Löw Lügen zu strafen. Während das Abwehrduo bissig und fehlerfrei verteidigte, legte Müller für Gnabry die Führung auf. Er war nach schönem Dribbling von Kimmich und Müllers Querpass einen Schritt schneller als der in dieser Szene schläfrige Robin Knoche. "Das war sehr gut. Die Art und Weise, wie sie es umgesetzt haben in positive Energie, das spricht für sie als Spieler, Menschen und Charaktere", lobte Kovac.

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Glückliche Bayern-Bosse.

(Foto: www.imago-images.de)

Es war 16.04 Uhr, der Rekordmeister war wieder Tabellenführer. "Spitzenreiter, Spitzenreiter", sangen die Bayern-Fans. In Dortmund, wo die Borussia den VfB Stuttgart zu Gast hatte, stand es noch 0:0. In die folgenden unschönen Beleidigungen aus der Südkurve Richtung BVB fiel das 2:0, das Gnabry diesmal vorbereitete. Lewandowski musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Der Zwischenspurt der überlegenen Bayern täuschte ein wenig über eine bis dahin glanzlose Vorstellung hinweg. Zwar hatten die Hausherren den auswärtsstarken VfL stets im Griff, nur bei Yannick Gebhardts Kopfball (27.) kam Gefahr auf. Im Spiel nach vorne fehlten aber meist die Überraschungsmomente.

Hummels hatte allerdings vor der Pause sogar das 3:0 auf dem Fuß (45.+1). Dies besorgte schließlich James mit einem schönen Linksschuss von der Strafraumgrenze. Für Kovac war das dritte Tor das Signal, Kräfte für Mittwoch zu schonen, er wechselte Gnabry und Javi Martinez sowie später noch James aus. An der Münchner Dominanz änderte dies nichts, der Sieg hätte wesentlich höher ausfallen müssen. Dafür war der Jubel umso lauter, als um 16.59 Stuttgarts Ausgleich aus Dortmund verkündet wurde.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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