Fußball

Deutliche Worte des Trainers Tuchel fühlt sich und PSG nicht anerkannt

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Nimmt keine Maske vor den Mund: Thomas Tuchel.

(Foto: AP)

Bei Paris St. Germain feiert Thomas Tuchel große Erfolge und sammelt reichlich Titel. Doch nicht immer wird die Arbeit des deutschen Trainers entsprechend gewürdigt. So jedenfalls empfindet es Tuchel selbst. Die Arbeit mit dem Team und den Superstars macht ihm indes große Freude.

Trainer Thomas Tuchel von Frankreichs Meister Paris Saint-Germain vermisst manchmal die Wertschätzung für die Leistungen seiner Mannschaft. In einem Interview mit Sport1 erinnerte der Coach daran, dass im Sommer nur ein Sieg zum Gewinn der Champions League gefehlt habe. "Und wir hatten nie so das Gefühl, dass wir die Leute jetzt auch mal überzeugt haben und sie unsere Leistung anerkennen. Es macht einen auch manchmal ein bisschen traurig oder sauer", sagte der 47-Jährige.

Es heiße immer, PSG habe Stars wie Neymar, Weltmeister Kylian Mbappé und Angel dí María. Dadurch würden aber ganz seriöse Teamleistungen komplett weggewischt werden. Der jüngste Gruppensieg in der Champions League vor RB Leipzig und Manchester United sei schwer gewesen. "Das muss man dann manchmal feiern im engsten Team, um nicht verbittert zu werden", sagte Tuchel. "Widerstände machen dich auch während deiner Karriere stärker, weil du lernst, damit umzugehen. Du lernst den Biss zu zeigen, kommst aus dem Selbstmitleid heraus."

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Es sei teilweise ganz leicht, teilweise eine große Herausforderung, alle Spieler bei Laune zu halten, räumte Tuchel ein. Was ihm wahnsinnig geholfen habe, seien die vielen Südamerikaner in der Mannschaft. "Die kriegst du körperlich, die kriegst du mit einer Umarmung, die kannst du mal festhalten, denen kannst du mal einen Kuss auf die Wange geben, einen Kuss auf die Stirn drücken. Die mögen das, die brauchen das", erzählte Tuchel. Er fühle sich damit wohl, wenn es eine körperliche Nähe gebe, die zu den Emotionen dazukomme.

Der seit Sommer 2018 in Paris tätige und dort nicht immer unumstrittene Tuchel äußerte sich nicht konkret zu seinen Zukunftsplänen. Wofür er Trainer geworden sei, könne er überall finden. "Aber wenn du die Champions-League-Hymne hörst, du Dinge im Training siehst, die dich einfach begeistern, weil das so viel Qualität ist, dann wird man natürlich auch ein Stück weit süchtig", sagte Tuchel, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

Quelle: ntv.de, tno/dpa