Fußball

Mit Spanien und Portugal Ukraine will Fußball-WM 2030 ausrichten

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Die Bewerbung für die WM soll gemeinsam mit Spanien und Portugal erfolgen.

(Foto: REUTERS)

Ungeachtet des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine will sich das Land um die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 bewerben. Mit Spanien und Portugal einigt sich das Land auf eine Kooperation. Konkurrenz kommt unter anderem aus Saudi-Arabien.

Mitten im russischen Angriffskrieg auf das eigene Land kommt aus der Ukraine eine Nachricht zum Fußball: Mit Spanien und Portugal hat sich das Land auf eine gemeinsame Bewerbung als Gastgeber für die Weltmeisterschaft 2030 geeinigt. Das berichten "The Times" und der "Guardian". Die Entscheidung sollen die Fußballchefs von Spanien und Portugal am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Europäischen Fußball-Union UEFA im schweizerischen Nyon bekannt geben.

Den Berichten zufolge haben der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie die Regierungen der iberischen Halbinsel einer gemeinsamen Bewerbung zugestimmt. Bislang war seit zwei Jahren bekannt, dass sich Spanien und Portugal gemeinsam bewerben wollen. Neu ist: Eine Gruppe soll ihre Spiele in der Ukraine austragen. Durch die Beteiligung des kriegsgebeutelten Landes soll, so eine Hoffnung, die Unterstützung für die Bewerbung auf breitere Füße gestellt werden.

Demnach gehe man davon aus, dass der Angriffskrieg in gut sieben Jahren lange beendet sei und der Wiederaufbauprozess so weit fortgeschritten ist, dass eine Turnier-Austragung möglich sein wird. Die Ukraine war bereits vor zehn Jahren gemeinsam mit Polen Gastgeber eines großen Turniers - damals fand die Europameisterschaft in den beiden Ländern statt.

Nationalteam spielt derzeit in Polen

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin bescheinigte Spanien und Portugal zuletzt "eine erfolgreiche Bewerbung". Diese wird nun um die Ukraine erweitert, doch die drei Länder haben als Ausrichter Konkurrenz. Genau 100 Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft bewirbt sich der damalige Gastgeber erneut. Uruguay plant eine Austragung der WM gemeinsam mit Argentinien, Chile und Paraguay.

Zuletzt gab es zudem Berichte, dass auch Saudi-Arabien in den Wettbewerb tritt. Das Land will demnach eine WM gemeinsam mit Ägypten und Griechenland veranstalten. Saudi-Arabien, das unter anderem riesige Summen in Boxen, Golf, den englischen Premier-League-Klub Newcastle United oder die Formel 1 investiert, wird häufig "Sportswashing" vorgeworfen, also die Überdeckung von Missständen und Verbesserung der Reputation mithilfe der Ausrichtung von Sport-Events. Nach Angaben eines ägyptischen Offiziellen aus dem Sportministerium wäre dieses Turnier dann erneut - wie in diesem Jahr in Katar - eine Winter-WM, um der extremen Hitze auszuweichen.

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Die nationale ukrainische Liga ist trotz des Krieges gestartet, die Spiele finden unter großen Sicherheitsvorkehrungen und unter Ausschluss von Zuschauern statt. Mit Schachtar Donezk ist ein Top-Team auch in der Champions League vertreten. Die Nationalmannschaft trägt ihre Heimspiele im Nachbarland Polen aus. Für die anstehende WM in Katar konnte sich das Team nicht qualifizieren.

Bis zu einer Entscheidung über den Gastgeber der WM 2030 ist es noch ein wenig hin. Die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt - und damit erstmals in drei Ländern. Wer den Zuschlag für 2030 bekommt, soll im Rahmen des 74. FIFA-Kongresses 2024 entschieden werden.

Quelle: ntv.de, ara

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