Fußball

Würzburger Kickers wollen Geld Vertragsposse um HSV-Trainer Hollerbach

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Bernd Hollerbach sorgte am Wochenende für einen Punkt - dem ersten seit Anfang Dezember für den HSV.

imago/Jan Huebner

Fußballtrainer Bernd Hollerbach hält seit vergangener Woche die HSV-Profis auf Trab - und offenbar auch die Führungsetage des Bundesligisten. Jetzt gibt es Stress mit Drittligist Würzburger Kickers, der von der Verpflichtung profitieren will.

Er stand beim Bundesligaspiel in Leipzig (1:1) an der Seitenlinie und arbeitet seit vergangener Woche beim Hamburger SV. Doch jetzt bekommen Fußballtrainer Bernd Hollerbach und sein neuer Arbeitgeber Gegenwind: Die Würzburger Kickers behauptet, sich noch gar nicht rechtlich wirksam mit dem HSV über die Verpflichtung Hollerbachs geeinigt zu haben.

"Erst am Freitag erhielten wir ein schriftliches und offizielles Angebot des HSV. Ohne auf Details eingehen zu wollen, entspricht dieses allerdings nicht unseren Vorstellungen - und in der Form auch nicht der Wertigkeit der Personalie", ließ Daniel Sauer mitteilen, der Vorstandschef des Drittligisten. Dies habe er seinem Hamburger Kollegen, Heribert Bruchhagen, auch noch einmal mitgeteilt. Vom HSV gab es auf Anfrage keine Stellungnahme.

Ablösespiel für Hollerbach in Würzburg?

Da der HSV bisher kein neues Angebot gemacht habe, wollen die Kickers einen Vorschlag unterbreiten. "Wir werden dem HSV darin eine Frist bis Mittwoch, 31. Januar, 12 Uhr setzen", betonte Sauer. Bruchhagen hatte erklärt, die Klubs hätten bereits eine Lösung gefunden. Geplant sei ein Ablösespiel für Hollerbach in Würzburg. Die Einnahmen blieben bei den Kickers.

"Sollte das Spiel nicht zustande kommen, gibt es eine Ausgleichszahlung unsererseits", sagte Bruchhagen. "Das muss Würzburg selbst entscheiden, welche Variante sie möchten." Sauer kommentiert: "Herr Bruchhagen ist ein sehr erfahrener Fuchs im Profi-Fußball, aber hier war er gewiss ein wenig zu schnell. Umgekehrt hätten er und der HSV sicher nie ein Telefonat als abgeschlossene vertragliche Vereinbarung angesehen."

Eine Einigung zwischen beiden Vereinen ist nötig, da der 48 Jahre alte Ex-Profi Hollerbach beim ehemaligen Zweitligisten noch einen Vertrag als Berater hatte, als er von den Hanseaten am vergangenen Montag als Nachfolger von Markus Gisdol bis Juni 2019 verpflichtet wurde. Hollerbach hatte die Würzburger 2016 in die zweite Liga geführt, war aber im Folgejahr mit dem Klub abgestiegen und danach von seinem Amt zurückgetreten.

Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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