Fußball

Fast-Abbruch durch KSC-Raketen VfB Stuttgart gewinnt chaotisches Derby

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Maskierte KSC-Fans haben beim Derby gegen den VfB Stuttgart mehrfach mit Böllern auf das Spielfeld geschossen.

(Foto: imago/Michael Weber)

Schwarzer Rauch vernebelt das Zweitligaderby zwischen Stuttgart und Karlsruhe. Weil vor Beginn der 2. Halbzeit erneut Böller aus dem Gästeblock fliegen, schickt der Schiedsrichter die Teams wieder in die Kabine und macht eine Ansage. Am Ende siegt der VfB.

Der VfB Stuttgart hat mit einem Derbysieg gegen den Karlsruher SC die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga zurückgeholt. In dem von zahlreichen Böller-Attacken überschatteten Hochrisikospiel setzte sich der VfB mit 2:0 (1:0) durch. Ein Doppelpack von Takuma Asano (27./61.) beendete vor 58.000 Zuschauern die Negativserie von fünf sieglosen Partien. Karlsruhe droht angesichts von nun acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz dagegen mehr denn je der Absturz in die 3. Liga.

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Bei der zweiten Verzögerung reagierten die Chaoten mit Zynismus: "Absagen ist keine Option".

(Foto: dpa)

Angesichts etlicher aus dem Fanblock des Karlsruher SC abgefeuerter Leuchtraketen hatte das Südwest-Derby zwischenzeitlich kurz vor dem Abbruch gestanden. Als nach der Pause erneut Böller und Raketen aufs Fußballfeld der Mercedes-Benz Arena geflogen waren, hatte der Unparteiische Christian Dingert die Mannschaften zunächst wieder in die Kabinen gebeten. "Sollte das nochmal passieren, wird der Schiedsrichter das Spiel abbrechen", sagte der Stadionsprecher daraufhin durch. Erst mit über fünf Minuten Verzögerung pfiff Dingert dann den zweiten Durchgang an.

Schon vor dem Anpfiff hatten Karlsruher Anhänger etliche Böller gezündet und Bierbecher auf VfB-Fans geworfen. In der ersten Halbzeit hatte es dann nach rund 15 Minuten eine Unterbrechung  gegeben, weil KSC-Anhänger Raketen auf den Platz geschossen hatte. Die Chaoten reagierten bei der zweiten Verzögerung mit Zynismus: "Absagen ist keine Option", stand auf einem Banner am Auswärtsblock. Kapitän Dirk Orlishausen eilte nach dem zweiten Vorfall in die Fankurve, um den Anhang zu beruhigen.

"Das gehört nicht zum Fußball, es gibt anscheinend immer noch ein paar Wahnsinnige", sagte KSC-Manager Oliver Kreuzer bei Sky: "Wir finden das schade, das stört den Fußball und gehört sich einfach nicht. Wir verurteilen diese Aktionen, das ist unschön." Die Partie war als Hochrisikospiel eingestuft worden. Rund 1000 Polizisten sollten im und rund um das Stadion für Sicherheit sorgen.

Quelle: ntv.de, dsi/sid

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