Fußball

Ausgleich in der Nachspielzeit VfL Wolfsburg verschenkt den Sieg in Gent

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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Wolfsburgs Wout Weghorst hat soeben das 1:0 erzielt.

(Foto: imago images/Belga)

Nach einem sehr ordentlichen Auftritt gibt der VfL Wolfsburg den dreifachen Punktgewinn bei der Koninklijke Atletiek Associatie Gent doch noch aus der Hand. Der Bundesligist bleibt aber in seiner Gruppe der Fußball-Europaliga mit den Belgiern ganz oben in der Tabelle.

Der VfL Wolfsburg bleibt in dieser Fußball-Saison ungeschlagen, hat in der Europaliga eine bessere Ausgangsposition aber leichtfertig verspielt. Die Niedersachsen kamen bei KKA Gent in Belgien zu einem 2:2 (2:1), gaben dabei jedoch eine scheinbar sichere 2:0-Führung noch aus der Hand. Vor geschätzten 14.000 Zuschauern in der Ghelamco Arena erzielten Wout Weghorst in der dritten und Joao Victor in der 24. Minute die Treffer für das Team von Trainer Oliver Glasner. Roman Jaremtschuk gelang für die Gastgeber noch vor der Pause der Anschlusstreffer (41.) und dann auch der sehr späte Ausgleich (90.+4).

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Es fing gut an für Wolfsburg: Wout Weghorst.

(Foto: dpa)

Beide Mannschaften führen die Gruppe I nun mit je fünf Punkten an. Zusammen mit den Partien in der Vorbereitung sind die Wolfsburger nun schon seit 21 Spielen ohne Niederlage. Am Sonntag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) geht es in der Liga gegen den FC Augsburg weiter, ehe in der zweiten Runde des DFB-Pokals am kommenden Mittwoch (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) RB Leipzig zu Gast im Stadion am Mittellandkanal ist.

Die Wolfsburger erwischten beim Tabellendritten der belgischen Jupiler Pro League einen perfekten Start. Bereits mit dem ersten Angriff gingen die Gäste in Führung. Nach einem traumhaften Pass des starken Maximilian Arnold legte der nach einer Ecke noch aufgerückte Marcel Tisserand den Ball quer auf Weghorst, der aus kurzer Distanz nur einzuschieben brauchte. Das frühe Tor gab den nach ihrer Erfolgsserie eh schon selbstbewussten Wolfsburgern weitere Sicherheit. Souverän bestimmten die Niedersachsen zunächst das Geschehen. Die Gastgeber, die zuvor daheim elf Spiele in Serie nicht verloren hatten, offenbarten dagegen vor allem in der Defensive erstaunliche Schwächen.

Und dann ist Jaremtschuk zur Stelle

Eine davon nutzte Joao Victor Mitte des ersten Durchgangs zum 2:0. Erneut leistete Arnold die Vorarbeit auf den Neuzugang vom Linzer ASK, der Igor Plastun mit einem Übersteiger einfach stehen ließ und sicher vollendete. Gent wurde erst danach etwas stärker. Zunächst klärte Tisserand einen Lupfer von Jaremtschuk noch vor der Linie (27.) Kurz vor der Pause war der Torjäger der Gäste aber doch zur Stelle und ließ VfL-Keeper Pavao Pervan mit einem wuchtigen Schuss aus rund 18 Metern keine Abwehrchance.

Gent - Wolfsburg 2:2 (1:2)

Tore: 0:1 Weghorst (3.), 0:2 Joao Victor (24.), 1:2 Jaremtschuk (41.), 2:2 Jaremtschuk (90.+4)
KAA Gent: Kaminski - Lustig, Plastun, Ngadeu-Ngadjui, Asare - Owusu (60. Bezus) - Kums (87. Dompe), Odjidja-Ofoe - David - Jaremtschuk, Depoitre (73. Kwilitaia). - Trainer: Thorup
VfL Wolfsburg: Pervan - Tisserand, Knoche, Bruma - William (46. Mbabu), Arnold, Guilavogui, Steffen (79. Roussillon) - Joao Victor, Weghorst, Brekalo (66. Nmecha). - Trainer: Glasner
Schiedsrichter: Sergej Iwanow (Russland)
Zuschauer: 14.000 in der Ghelamco Arena

Die Partie war damit wieder völlig offen, der VfL büßte seine Souveränität ein. Und hatte Glück, dass der 19 Jahre alte Jonathan David in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nicht sogar noch den Ausgleich für die Belgier erzielte. Nach dem Seitenwechsel wurde das Glasner-Team weiter in die Defensive gedrängt und schaffte zunächst nicht mehr die notwendige Entlastung. Allerdings blieben Großchancen der Belgier weitgehend aus.

Nach etwas mehr als einer Stunde konnte sich der VfL wieder ein wenig befreien und hatte Pech, dass Gents Abwehrchef Michael Ngadeu nach einer Notbremse gegen Victor nicht die Rote Karte sah. Richtig gefährlich wurde der VfL aber nicht mehr und konnte tief durchpusten, dass der eingewechselte Giorgi Kvilitaia in der 77. Minute das 2:2 zunächst verpasste. Jaremtschuk war in der Nachspielzeit dann zur Stelle.

Quelle: ntv.de, Lars Reinefeld, dpa