Fußball

Union-Trauermarsch zum Primus Werners Kracher entknotet RB Leipzig

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Timo Werner hält ansatzlos drauf.

(Foto: imago images/Picture Point LE)

Auf dem Weg zum Leipziger Stadion halten die Fans von Union aus Protest einen Trauermarsch ab. Auf dem Rasen aber zeigen die Berliner Spielfreude. Lange liegt der Ligaprimus zurück. Dann aber geht alles ganz schnell. Einmal mehr läutet Timo Werner den Leipziger Lauf ein.

Herbstmeister RB Leipzig ist dank Timo Werner mit einem Sieg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga gestartet und hat seine Tabellenführung ausgebaut. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw gewann RB gegen Neuling 1. FC Union Berlin durch zwei Tore des Nationalspielers 3:1 (0:1). Union verpasste nach Siegen gegen Dortmund und Mönchengladbach den dritten Punktgewinn gegen einen Spitzenreiter, Leipzig liegt nun fünf Punkte vor Mönchengladbach.

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Marius Bülter (10.) versetzte den Union-Block in der mit 42.146 Zuschauern ausverkauften Red Bull Arena mit seinem Tor schon in der Anfangsphase in Ekstase und unterbrach damit den Stimmungsboykott. Eigentlich wollten die Berliner Anhänger nach einem Trauermarsch zum Stadion aus Protest gegen das "Konstrukt RB Leipzig" wie schon im ersten Aufeinandertreffen die komplette Anfangsviertelstunde schweigen.

Ruhig wurde es bei den Gäste-Fans nach dem RB-Ausgleich durch Timo Werner (51.), kurz darauf erhöhte Marcel Sabitzer (57.). Werner sorgte schließlich mit seinem 20. Saisontor für den Schlusspunkt (83.) und überholte damit sogar Bayern-Torjäger Robert Lewandowski (19).

Im ersten Pflichtspiel nach exakt vier Wochen führte Sabitzer Leipzig erstmals als Kapitän auf den Platz. Der österreichische Nationalspieler rückte nach dem Abgang von Diego Demme nach Neapel in den Kreis der Stellvertreter des verletzten Kapitäns Willi Orban. Bei Union mussten der etatmäßige Spielführer Christopher Trimmel wie auch Innenverteidiger Keven Schlotterbeck erkrankt passen.

Gikiewicz kann nicht alles halten

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Das merkte man dem Spiel zunächst nicht an. Union stand hinten kompakt, machte RB das Leben schwer. Und vorn nutzte Sebastian Andersson einen Patzer von Nationalspieler Lukas Klostermann. Der Schwede bediente Bülter, der mit Hilfe des Pfostens zur Führung traf. Fünf Minuten später war Christian Gentner mit dem Kopf zur Stelle, bekam aber keinen Druck hinter den Ball.

Leipzig tat sich in dem zerfahrenen Spiel extrem schwer. Der Versuch von Patrik Schick (24.) war der erste Torabschluss, doch Union-Keeper Rafal Gikiewicz parierte sicher. Kurz vor der Pause hatte Klostermann (39.) die Chance auf Wiedergutmachung, schoss jedoch aus vier Metern den eigenen Mann an. Leipzig war nun besser im Spiel, doch Nordi Mukiele (45.) verzog seinen Versuch aus spitzem Winkel.

RB kam mit dem gleichen Engagement aus der Pause - und zum Ausgleich. Bülters verunglückte Abwehr nahm Werner mit vollem Risiko von der Strafraumgrenze und schoss sein 19. Saisontor. Nur fünf Minuten später hatte der Nationalspieler Nummer 20 auf dem Fuß, doch einmal mehr war Gikiewicz zur Stelle.

Bei der folgenden Ecke passte es dann. Bülter ging nicht richtig zum Ball, Sabitzer spitzelte den Ball mit der Fußspitze über die Linie. Für den 25-Jährigen war es der siebte Treffer in dieser Spielzeit. Leipzig drückte auf das dritte Tor, das Werner schließlich noch gelang.

 

Am Sonntag will dann der FC Bayern München ab 15.30 Uhr bei Hertha BSC seine Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze fortsetzen. Ab 18 Uhr schließen der SC Paderborn und Bayer Leverkusen den 18. Spieltag ab. Alle Spiele können Sie im Liveticker auf ntv.de verfolgen.

Quelle: ntv.de