Fußball

Salihamidžić bestätigt Abschied Widersprüche zu Boatengs Bayern-Aus

imago1001193401h.jpg

Nach zehn Jahren möchte der FC Bayern Boateng nicht weiterbeschäftigen.

(Foto: Sebastian_El-Saqqa_firo_pool_via_Sportphoto by Laci Perenyi)

Nach zehn Jahren trennen sich die Wege von Jérôme Boateng und dem FC Bayern zum Saisonende. Diese Nachricht plaudert Sportvorstand Hasan Salihamidžić jetzt offiziell aus. Und er verrät dabei noch ein Detail, das einige Fragen aufwirft.

Mal ganz nebenbei offiziell bestätigt: Jérôme Boateng erhält beim FC Bayern keinen neuen Vertrag und wird den Rekordmeister dann zum Saisonende verlassen. "Das war eine gemeinsame Entscheidung der Vereinsführung", erklärte Sportvorstand Hasan Salihamidžić vor dem Champions-League-Duell gegen Paris St. Germain im dichten Schneefall in München bei Sky. "Ich habe das Jérôme erklärt, er hat das auch verstanden." Salihamidzic sagte indes auch, dass Trainer Flick in die Entscheidung eingebunden war. Aber wie? Das ist eine spannende Frage.

Denn noch am Dienstag, da war die Meldung von Boatengs Aus bereits via "Kicker" in der Welt platziert, hatte Flick gesagt: "Jeder weiß, wie ich zu Jérôme stehe und was für eine Qualität er hat." Der Innenverteidiger sei "sehr konzentriert auf seinen Job, das ist eine gute Basis dafür, dass er Leistung bringen kann. Es ist immer eine gute Sache, wenn man solche Spieler hat", führte Flick aus (und drückte damit auch unausgesprochen aus, dass er nur ungern auf ihn verzichtet) und fand dann noch kritische Worte, die man in Richtung des Vereins deuten darf: "Ich weiß nicht, wie so etwas an die Medien gelangt." Ob die Meldung tatsächlich stimme, würden "die kommenden Wochen zeigen". Ein kurioser Widerspruch zu Salihamidzic nun.

Es war Flick, der Boateng (zu dem er ein enges Verhältnis pflegt) vom fußballerischen Abstellgleis geholt und wieder zu einem Abwehrspieler auf Topniveau gemacht hat. Doch seine Bosse, allen voran Salihamidžić, sehen in dem 32-Jährigen endgültig ein Auslaufmodell - und wollen ihn mit Ende seines Vertrages im Sommer ziehen lassen. Wie auch Flicks Musterschüler David Alaba, und wie im vergangenen Sommer schon Thiago - alle gegen den Willen des Trainers. Was zu einem äußerst angespannten Verhältnis der beiden Alphatiere führt. Trotz verkündetem Frieden.

Boateng war im Sommer 2011 von Manchester City nach München gewechselt. 2013 und 2020 holte er das Triple, gewann insgesamt acht deutsche Meisterschaften, fünfmal den DFB-Pokal und jeweils zweimal den europäischen Supercup und die Klub-WM.

Quelle: ntv.de, tno

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.