Bizarres Finale wirkt nachWilde Vorwürfe nach Afrika-Cup: "Spieler sind vergiftet worden"

Die Skandale um das Finale des Afrika-Cups reißen nicht ab: Nun erhebt der in Köln geborene Senegal-Profi Ismail Jakobs "sehr gruselige" Vorwürfe. Drei Mitspieler sollen vergiftet worden sein, das könne "kein Zufall" sein.
Nach dem Sieg im Finale des Afrika-Cups gegen Gastgeber Marokko hat Ismail Jakobs schwere Vorwürfe erhoben. "Ich kann es nicht genau sagen, aber meine persönliche Vermutung ist, dass drei Spieler von uns vergiftet worden sind", sagte der in Köln geborene Senegalese im Interview mit "Sportdigital".
"Es war nicht irgendwie eine normale Lebensmittelvergiftung. Es sind drei Spieler zusammengebrochen. Das war schon sehr, sehr gruselig", sagte Jakobs und betonte: "Ich will keinen beschuldigen, aber das war definitiv kein Zufall."
Sowohl Krepin Diatta, der eigentlich in Senegals Startelf stehen sollte, als auch Ousseynou Niang waren schon vor dem Spiel aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen. Niang musste während des Warm-ups umringt von seinen Mitspielern in die Kabine begleitet werden. In der Halbzeit war Pape Matar Sarr dann laut Jakobs zusammengebrochen. Die drei Spieler hätten die Nacht über im Krankenhaus bleiben müssen.
Mehrere Skandale im Finale
Beim Finale hatte es skandalöse Szenen gegeben, es stand kurz vor dem Abbruch. Marokko hatte unmittelbar vor Schluss einen Elfmeter bekommen, wegen der Entscheidung waren Senegals Spieler vom Platz gegangen. Erst nach langer Unterbrechung ging es weiter - und Brahim Diaz vergab den Elfmeter kläglich. Anschließend ging der Torschützenkönig des Turniers hart mit sich ins Gericht. "Meine Seele schmerzt. Gestern habe ich versagt, und ich übernehme die volle Verantwortung dafür und entschuldige mich von ganzem Herzen", schrieb er in einem emotionalen Statement auf Instagram.
Doch das waren längst nicht die einzigen Aufreger in diesem Spiel. Abseits der Momente des laufenden (oder nicht laufenden) Finals ereigneten sich unglaubliche Szenen. So wollten marokkanische Balljungen Senegals Torhüter Edouard Mendy in der Verlängerung das Handtuch klauen. Der senegalesische Ersatztorwart, Yehvann Diouf, schwang sich zum Retter auf und verteidigte das Handtuch gegen die wüsten Attacken der Jungen. In der Verlängerung traf Pape Gueye (94.) zum 1:0 (0:0) für Senegal.