Fußball

Nach einer Saison ohne Titel Zidanes Abschied bei Real ist besiegelt

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Zidane ist auf dem Absprung.

(Foto: imago images/Pressinphoto)

Ein Jahr ohne Titel für Real Madrid: Dieses seltene Ereignis ist nun eingetreten. Trainer Zinedine Zidane zieht daraus seine Konsequenzen. Der 48-jährige Franzose verlässt die Königlichen zum zweiten Mal nach 2018.

Zinedine Zidanes Abschied als Trainer beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist nach einigem Hin und Her beschlossene Sache. Der Klub bestätigt den Abschied des 48-Jährigen. Zuvor soll er seine Entscheidung laut "As" bereits der Mannschaft und der Vereinsführung mitgeteilt haben. Der Vertrag des früheren Weltklassespielers in Madrid wäre eigentlich noch bis 2022 gültig gewesen.

"Zidane ist einer der großen Mythen von Real Madrid, und seine Legende geht über das hinaus, was er als Trainer und Spieler unseres Vereins war. Er weiß, dass er im Herzen von Real Madrid ist und dass Real Madrid sein Zuhause ist und immer sein wird", schrieb der Verein auf seiner Webseite.

Als Nachfolger wird nun auch der Italiener Antonio Conte gehandelt, der erst am Mittwoch seinen Abgang beim italienischen Meister Inter Mailand offiziell gemacht hatte. Der Abschied ist offenbar den Finanzsorgen geschuldet, die den Klub plagen. Beim Sparen wollte Conte Medienberichten zufolge nicht mitmachen.

Eine seltene Saison ohne Titel

Zidane hatte in der abgelaufenen Saison mit Real den Titel in La Liga verpasst, am Ende reichte es nur zu Rang zwei hinter Lokalrivale Atletico. Die Spekulationen um einen beschlossenen Abschied vom Rekordmeister waren aber schon vor Saisonende aufgekommen. Der Franzose hatte allerdings dementiert, bereits eine Entscheidung getroffen zu haben. "Ich bin nicht das Wichtigste", hatte der Franzose nach dem Saisonfinale in La Liga beim Sender Movistar+ gesagt: "Ich werde in nächster Zeit in Ruhe mit dem Verein sprechen." Nun war es offenbar so weit.

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Es ist nicht der erste Abgang Zidanes bei den Königlichen. Bereits von 2016 bis 2018 trainierte er die Madrilenen. In dieser Zeit gewann er jedes Jahr die Champions League, dazu je zweimal die spanische Meisterschaft und die Klub-WM. Damals trat er nur wenige Tage nach der dritten Titelverteidigung in der Königsklasse zurück. Er begründete es so: "Ich mag es, zu gewinnen. Aber wenn ich glaube, dass wir nicht weiter gewinnen werden, ist es Zeit für einen Wechsel. Die Mannschaft benötigt eine neue Ansprache, eine andere methodische Arbeit."

Nur zehn Monate später kehrte er aber zurück ins Amt. In diesem Jahr hat er nicht alles gewonnen. Im Gegenteil: Real Madrid bleibt ganz ohne Titel. Das gab es beim Klub zuletzt vor elf Jahren.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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