Fußball

Hinteregger gegen Füllkrug Zoff und Handgemenge in Bremen

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Hitzig: Das Ende der Partie zwischen Werder und Frankfurt war emotional.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Werder stoppt die Frankfurter Siegesserie, dann aber kochen die Emotionen über: Schon auf dem Feld kommt es zu Rudelbildungen, die Trainer Florian Kohfeldt und Adi Hütter geraten aneinander - auch nach dem Spiel. Im Tunnel fetzen sich Martin Hinteregger und Niklas Füllkrug.

Die stolze Erfolgsserie von Eintracht Frankfurt ist Geschichte. Nach elf Bundesliga-Spielen ohne Niederlage verlor der Champions-League-Kandidat mit einem 1:2 (1:0) bei Werder Bremen zum ersten Mal in diesem Jahr.

Schon während der Partie kam es zu hitzigen Diskussionen und auch Auseinandersetzungen zwischen den Kontrahenten. Florian Kohfeldt und Adi Hütter gerieten an der Seitenlinie verbal aneinander, "Arschloch muss man nicht sagen", hörte man Kohfeldt über die TV-Mikrofone rufen. Beide stritten nach dem Schlusspfiff auch beim Verlassen des Spielfelds noch weiter. Auch die beiden Mannschaften gingen sich in die Schlussminuten hart an, es kam zu Rudelbildungen.

Frankfurts Martin Hinteregger und der Bremer Niklas Füllkrug lieferten sich auf dem Weg in die Kabinen sogar ein kleines Handgemenge. Hinteregger hatte im September vergangenen Jahres einen Stürmer-Kollegen von Füllkrug öffentlich verbal angegriffen. "Davie Selke ist ein Spieler, gegen den ich gerne spiele, weil ich weiß, ich bin besser. Das spornt mich nochmal mehr an", sagte der Abwehrmann in einem Podcast. "Gegen so einen spielt man auch gerne, um ihm zu zeigen: 'Hey, was bist du eigentlich für einer?'"

Eintracht-Kapitän Makoto Hasebe urteilte nun nach der Niederlage in einem Interview: "Gegen Bremen ist es immer so kämpferisch und emotional. Am Ende war es viel zu viel. Zu viel Gerede auf dem Platz und außerhalb des Platzes auf der Tribüne."

Die Frankfurter verloren derweil nicht als erste nach einem Sieg über den Rekordmeister: Die jüngsten Bezwinger des FC Bayern tun sich nach ihrem Sieg über die Münchner in der Fußball-Bundesliga stets schwer. Die Eintracht blieb bereits als viertes Team, das gegen Bayern gewinnen konnte, in der anschließenden Ligapartie sieglos. Vorher war das Schicksal schon Borussia Mönchengladbach zweimal unterlaufen, dazu der TSG Hoffenheim. Als bislang letztes Team konnte Bayer Leverkusen seinen 2:1-Sieg bei den Bayern am 30. November 2019 anschließend durch ein 2:1 gegen den FC Schalke 04 bestätigen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa