Redelings Nachspielzeit

Das feine Näschen geputzt Redelings wildert auf Trüffelfeld Bundesliga

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Sieht blendend aus, ist ausgeruht und voller Energie: Ben Redelings.

31 Tage Fasten. 31 Tage ohne Fußball. Ben Redelings hat es geschafft. Jetzt ist er zurück. Schlanker, fitter und topmotiviert. Für n-tv.de durchpflügt er nun jede Woche das Trüffelfeld Bundesliga - und hat für alle HSV-Fans einen Mutmacher.

Ben, du bist irre! Eine junge Frau hält nicht lange mit ihren Gedanken hinterm Berg: Ben Redelings, der Chronist des Fußballwahnsinns, das nationale Gedächtnis der Bundesliga, der Fußballbuch-Autor, Filmemacher und Komödiant aus Bochum, hat sich gerade offenbart: Er macht Schluss. Schluss mit Fußball. Für 31 Tage. In der spannendsten Phase der Saison. In der Phase in der über Meister und Absteiger entschieden wird. In der Phase, wo sich der Fußballer in seiner emotionalsten Form ausbreitet.

Nun ist er wieder da: Sieht blendend aus, ist ausgeruht und voller Energie das Geschehen im deutschen Fußball-Oberhaus gewohnt pointiert jede Woche für die Leser von n-tv.de aufzubereiten. Und noch bevor die Saison mit dem ersten Anpfiff am Freitagabend in München in ihre 53. Saison startet, hat unser Kolumnist schon heute die erste heiße Geschichte, sie erscheint gegen Mittag, auf dem Radar: den Hamburger SV.

Hoffnung für die Uhrensöhne

Doch, Obacht, Redelings liefert keinen weiteren scharfzüngigen Beitrag in der derzeit so angesagten Disziplin Hanseaten-Mobbing, nein, Redelings versteht sich als rhetorischer Sozialarbeiter. Sensibel, wie der Ruhrgebietsmensch nunmal von Hause aus ist, streichelt der 39-Jährige die Seele der leidgeprüften Rauten-Jünger. Und nicht nur das: Er macht allen "Uhrensöhnen" - sorry liebe HSV-Fans aber dieser von Teilen eurer Anhängerschaft selbst gewählte Name ist einfach zu schön - Hoffnung auf eine sensationelle Spielzeit. Mit statistisch belastbarem Material aus seinem Archiv unterfüttert.

Und das hat trotz 31 Tagen Fußball-Fasten keinen Hunger-Ast erlitten. Alle relevanten Ausschnitte aus den pöhlerfrei bereinigten Gazetten wurden aufbereitet und dem Asketen nach Rückkehr ins "normale Leben" zum Nacharbeiten vorgelegt. Wer sich übrigens ein Bild davon machen will, was der Kollege Redelings einen Monat lang ohne sein Lebenselixier veranstaltet hat. Wie er es vermieden hat, nicht zu wissen ob sein Lieblingsklub absteigt oder doch die Liga rettet und sich nach 31 Tagen im Expertengespräch mit der Schwiegermutter geschlagen geben musste, der ist hier richtig: "Fußball-Fasten. Das Experiment".

Aber Redelings kann nicht nur Fußball. Der Vater zweier Söhne, sechs und drei Jahre alt, hat ein Kinderbuch geschrieben. "Onken Olsen", der lustige Kapitän" heißt es, ist im Juli erschienen und soll der Beginn einer neuen Reihe sein. Die Idee dazu kam Redelings im Familienurlaub. Den verbringt die Familie jedes Jahr auf Spiekeroog an der Nordsee. "Eines Tages saßen wir bei Waffeln mit heißen Kirschen in einem Teehaus. An der Wand hingen Bilder alter Seeleute. Einer hieß mit Vornamen Onken, ein anderer mit Nachnamen Olsen." Der zweite Band soll übrigens "Onken Olsen und das große Spiel" heißen. Womit wir wieder beim Fußball sind.

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Quelle: ntv.de