Fußball-WM 2018

"Ich drücke die Daumen" Klinsmann hofft auf deutschen WM-Titel

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Jürgen Klinsmann sieht viel Potenzial beim DFB-Team.

(Foto: AP)

US-Trainer Jürgen Klinsmann hat Sympathien für das deutsche Team - das er selbst ja bereits mit Joachim Löw trainiert hat. Auch wenn er seinen Jungs für das Gruppen-Endspiel einheizt, hofft er, dass die Deutschen am Ende den Titel holen.

US-Trainer Jürgen Klinsmann glaubt und hofft auf den deutschen Titel bei der Fußball-WM in Brasilien, will seine ehemaligen Weggefährten im direkten Duell am Donnerstag in Recife (18.00 Uhr, im n-tv.de Live-Ticker) aber erst einmal ärgern. "Dieses Spiel ist für mich etwas ganz Besonderes. So etwas gibt es vielleicht nur einmal im Leben", sagte der Schwabe in São Paulo. Die DFB-Elf habe in jedem Fall "genug Potenzial, Weltmeister zu werden. Und wenn die 90 Minuten gegen uns vorbei sind, drücke ich Deutschland auch die Daumen dafür".

Für das Duell um den Einzug ins Achtelfinale und den Gruppensieg gab der 49-Jährige aber erst einmal eine Kampfansage ab: "Wir fordern Euch raus, wir wollen gewinnen, wir setzen Euch unter Druck", betonte er: "Erst müssen wir unseren Job machen, danach können wir uns dann alle umarmen." Er betonte erneut, dass "nichts komisch laufen" werde und es keine Absprache mit Bundestrainer Joachim Löw gebe.

Deutschland habe aber in jedem Fall "eine Generation, die nun das i-Tüpfelchen draufsetzen muss. Ich habe mit den meisten der Jungs zusammengearbeitet, ich habe ihre Karriere immer verfolgt und gehofft, dass sie sich die Krone aufsetzen. Bisher hat immer ein Quäntchen gefehlt. Aber ich hoffe, dass sie es diesmal schaffen."

"Eine Win-Win-Situation"

Klinsmann schwärmt auch in den höchsten Tönen von der Zusammenarbeit mit Ex-Bundestrainer Berti Vogts in der Auswahl der USA. Er wird von seinem Ex-Coach aber keine Informationen über Deutschland einholen. "Die Arbeit mit Berti ist eine Win-Win-Situation und hat sich für uns schon zig-Mal ausbezahlt", sagte der US-Trainer, der Vogts als Berater engagiert hat.

"Wir sind dermaßen stolz, dass er Teil unseres Stabs ist", äußerte Klinsmann: "Er hat einen ungeheuren Erfahrungsschatz und sieht Dinge, die viele andere nicht sehen." Dies habe bei den bisherigen WM-Spielen gegen Ghana (2:1) und Portugal (2:2) enorm geholfen, "aber gegen Deutschland brauchen wir natürlich keine zusätzlichen Informationen von ihm. Die Spieler kennen wir ohnehin in- und auswendig."

Quelle: ntv.de, fma/sid