Olympia

Fahnenübergabe an Peking Olympische Winterspiele sind beendet

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IOC-Präsident Thomas Bach übergibt die Olympische Flagge an Chen Jining, den Bürgermeister von Peking.

(Foto: REUTERS)

16 Tage dreht sich in Pyeongchang alles um den Wintersport - nun enden die Olympischen Spiele. Die Fahne wird an den Bürgermeister Pekings überreicht, der die Athleten aus aller Welt in vier Jahren begrüßen wird. Auch das Feuer erlischt.

Die 23. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sind beendet. IOC-Präsident Thomas Bach beschloss die Spiele am Sonntag um 21.40 Uhr Ortszeit. Gleichzeitig lud er die "Jugend der Welt" zu den XXIV. Winterspielen 2022 nach Peking ein. 13 Minuten später erlosch die olympische Flamme, die am 9. Februar entzündet worden war.

Zuvor hatte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in seiner Rede bei der Schlussfeier die ersten Winterspiele in Südkorea als "die Spiele der neuen Horizonte" gelobt. "In den vergangenen 17 Tagen haben wir die traditionsreichen Olympischen Spiele erlebt, die den Weg in die Zukunft weisen", sagte er.

"Gezeigt, wie der Sport Brücken schlägt"

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Sportler danken den Südkoreanern.

(Foto: AP)

Mit Blick auf die vorsichtige Annäherung von Nord- und Südkorea während der Winterspiele meinte Bach: "Eine wahre Hommage an die Vergangenheit war der Respekt vor dem olympischen Frieden, genau wie vor dreitausend Jahren im antiken Olympia." Er würdigte ausdrücklich die nord- und südkoreanischen Athleten. Sie waren bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gemeinsam ins Stadion eingelaufen. Zudem hatte ein vereintes Eishockey-Team der Frauen am Turnier teilgenommen. "Ihr habt gezeigt, dass der Sport die Leute in einer fragilen Welt zusammenbringen kann. Ihr habt gezeigt, wie der Sport Brücken schlägt", meinte er und versprach: "Das IOC wird diesen olympischen Dialog fortsetzen, auch nachdem wir die olympische Flamme gelöscht haben."

Gemeinsam mit ausgewählten Athleten bedankte sich der IOC-Chef bei den "liebenswürdigen" Koreanern. Er hatte Nordkoreas Eiskunstläuferin Ryom Tae Ok, Südkoreas Skeleton-Sieger Yun Sungbin, Tonga-Mann Pita Taufatofua und Sportler der kommenden vier Olympischen Spiele, darunter US-Skistar Lindsey Vonn und Frankreichs Biathlon-König Martin Fourcade, auf der großen Bühne um sich geschart, um ein Symbol des Friedens zu senden.

Team Deutschland ist erfolgreich

Die deutsche Fahne trug Eishockey-Star Christian Ehrhoff, der noch am Nachmittag mit dem deutschen Team im Finale um Gold den Olympischen Athleten aus Russland 3:4 nach Verlängerung unterlegen war. Deutschland belegte nach 102 Entscheidungen Platz zwei im Medaillenspiegel mit 14 Goldmedaillen, zehn Mal Silber und sieben Mal Bronze. Erster wurde Norwegen (14 Gold/14 Silber/11 Bronze).

Die russischen Athleten mussten wie bei der Eröffnung hinter einer neutralen Flagge einmarschieren. Am Vormittag hatte das IOC auf seiner Session die Suspendierung des russischen NOK auch für die Schlussfeier bestätigt, nachdem die russischen Athleten Alexander Kruschelnizki (Curling) und Nadeschda Sergejewa (Bob) während der Spiele des Dopings überführt worden waren. Bach ließ allerdings durchblicken, dass die Suspendierung bald aufgehoben werden könnte.

Pekings Spiele mit weiten Wegen

Wie bereits die Eröffungsfeier, so war auch die Verabschiedung der Jugend der Welt unaufdringlich und kurzweilig. Koreanische Kultur, Rock und K-Pop, ein bisschen Avantgarde, bunte Bilder. Themen der Show waren "Harmonie", eine "Erinnernswerte Reise" und die "Achse einer neuen Zeit" - Pyeongchang wollte in die Zukunft blicken, nachdem in der Eröffnungsfeier in Anspielung auf ein getrenntes Korea Elemente der Versöhnung prägend waren.

Traditionell Teil der Schlussfeier war die Übergabe der Fahne mit den fünf Ringen von Pyeongchangs Bürgermeister Sim Jea Guk an den Bürgermeister von Peking, Chen Jining. In Chinas Hauptstadt, 2008 bereits Gastgeber der Sommerspiele, werden 2022 allerdings nur die Eissport-Wettbewerbe ausgetragen. Eine Bobbahn und Pisten für die Alpinen werden im 80 Kilometer entfernten Yanqing errichtet, der ganze Rest findet im 180 Kilometer entfernten Zhangjiakou statt.

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Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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