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Die Pressekonferenz im Re-Live So erklärt Hertha BSC das Klinsmann-Aus

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Die Zeit von Jürgen Klinsmann bei der Hertha ist abgelaufen.

(Foto: imago images/Metodi Popow)

Die Zeit von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC ist endgültig vorbei. Nach dem Rücktritt als Trainer soll er laut Investor Lars Windhorst auch nicht mehr dem Aufsichtsrat angehören. Eine mögliche Hintertür für eine Rückkehr schlägt Präsident Werner Gegenbauer vehement zu.

12.17 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Morgen um 11.30 Uhr gibt's die nächste Medienrunde. Eine geplante. Mit Trainer Alexander Nouri und Manager Preetz. Es soll dann wieder sportlich werden, denn am Samstag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei ntv.de) steht das so wichtige Spiel gegen den SC Paderborn an, einem Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Wir danken für's Mitlesen. Haben Sie noch einen schönen Tag.

12.15 Uhr: Investor Windhorst definiert noch einmal seine Rolle bei der Hertha: "Es geht mir nicht darum, Macht anzustreben. Sondern im Dialog dafür zu sorgen, dass alle Verantwortlichen gemeinsam den richtigen Weg gehen. Da gibt es auch mal Gespräche, in denen man nicht immer einer Meinung ist. Ich würde mich nur dann gezwungen sehen, stärker einzugreifen, wenn von dem Grundverständnis abgewichen wird. Dafür gibt es aber keinen Grund." Mit der "Brechstange" wolle er die Hertha-Kultur auch nicht verändern. "Natürlich gibt es immer Leute, die kritisch sind. Aber die überwiegende Mehrheit will, dass Hertha sich entwickelt und nach vorne kommen und oben mitspielt."

12.13 Uhr: Der erste Widerspruch zwischen Windhorst und Gegenbauer. Anders als der Investor sieht der Präsident keine Möglichkeit für ein "Comeback" von Klinsmann bei Hertha BSC. In den vergangenen Tagen sei einfach zu viel zerbrochen. Parallel dazu kündet Gegenbauer an, dass er weitere Amtszeit als Präsident anstrebe.

12.09 Uhr: Vorerst ist die Trainerfrage mit Alexander Nouri ja geklärt, aber wie geht es langfristig weiter? Preetz: "Es ist unsere Aufgabe, einen Trainer zu finden, der mit uns die Ziele angeht, der ehrgeizig und ambitioniert ist. Das ist eine interessante Stellenbeschreibung."

12.06 Uhr: Der Manager spricht über die Visionen und Ziele, er galt in den vergangenen Wochen als Bremser: "Das ist eine wunderbare Gelegenheit heute, die Sicht von Windhorst zu erläutern. Es wird hier niemand mehr sportlichen Erfolg haben wollen als ich. Wir ziehen alle am selben Strang, diese eindeutig formulierten Ziele zu verfolgen. Unser Ziel ist es, den Verein, den wir in einem Segment - im Mittelfeld der Bundesliga - etabliert haben, weiter nach vorne zu führen. Wir müssen langfristig nach Europa kommen."

12.01 Uhr: Windhorst betont noch einmal, dass sein Unternehmen sehr langfristig bei der Hertha plant. "Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass wir uns 20 oder auch 30 Jahre im Klub engagieren." Eine seriöse Prognose sei aber nicht möglich, das liege auch an den Unwägbarkeiten des Fußballgeschäfts. Er bleibt auch bei seiner Überzeugung, dass Hertha große Ziele erreichen kann. Es gebe nichts, was dagegen spreche. Wirklich gar nichts.

12.00 Uhr: Windhorst ergänzt noch etwas zum Rückzug von Klinsmann: "Ich habe leider auch erst am Dienstagvormittag eine Nachricht von ihm bekommen, dass er jetzt den Rücktritt vollzieht. Als ich ihn dann am Telefon hatte, wurde leider schon der Vollzug vermeldet. Dann war es zu spät, die Meldung zurückzurufen. Tragischerweise war das alles nicht mehr zu retten." Kurios: Zunächst hatte es geheißen, dass Windhorst bereits am Montag über die Entscheidung Bescheid gewusst habe. Er selbst hatte das so gesagt - allerdings kurze Zeit später auch schon wieder einkassiert.

11.59 Uhr: Zur Trainerfrage sagt Preetz: "Wir werden mit Nouri und seinem Team in die nächsten Wochen gehen. Wir wissen, dass wir punkten müssen. Gerade vor dem Hintergrund dieser Ereignisse haben Nouri und Co. unsere volle Unterstützung."

11.57 Uhr: "Es hat einen inhaltlichen Dissens darüber gegeben, welche Kompetenzen ein Trainer hat." Es gehe dabei natürlich nicht um Themen wie Aufstellungen oder Einwechslungen. Über die Vorwürfe von Klinsmann sagt Preetz: "Dinge, die ich gestern gehört habe, dass ich auf der Bank sitze, das sind keine Dinge, die wir jemals miteinander gesprochen haben. Ich bin es gewohnt, dass man Problemfelder miteinander bespricht. Das kann man nicht, wenn man davonläuft."

11.54 Uhr: Windhorst nochmal zu Klinsmann und dessen Position im Aufsichtsrat: "Rein technisch ist es so, dass Herr Klinsmann aktuell ohnehin nicht mehr Teil des Aufsichtsrates ist. Er wird aus Sicht unserer Holding nicht wieder in den Aufsichtsrat berufen - aus den bereits genannten Gründen."

11.49 Uhr: "Er ist ein Weltstar, verfügt über viel Kompetenz. Jürgen Klinsmann war einer unserer Kandidaten. Wir haben sehr schnell gemerkt, dass er für dieses Projekt sehr begeisterungsfähig war. Er hat eine ungeheure Strahlkraft", sagt Windhorst über den Weg zur Zusammenarbeit mit Klinsmann. Ob er sich in dem 55-Jährigen getäuscht habe? "Das ist so leicht nicht zu beantworten." Grundsätzlich glaube Windhorst aber nicht, dass er sich getäuscht habe. Dafür sei die Anfangszeit der Zusammenarbeit zu erfolgreich gewesen. "Alles war auf einem guten Weg. Umso bedauerlicher aber, dass es jetzt so geendet hat." Windhorst beteuert aber nochmal, dass er die Art des Rücktritts "ungeheuerlich" findet.

11.46 Uhr: Jetzt spricht der attackierte Manager Michael Preetz. "Diese Nachricht von Jürgen Klinsmann hat uns komplett überrascht. Es gab kein Anzeichen darauf, schon gar nicht in der Verbindung zwischen uns beiden. Ich bin schon einige Jahre im Fußball dabei. Doch das, was am Dienstagmorgen passiert ist, war mir komplett neu. Das hat uns als Hertha BSC keine Chance gegeben, darauf zu reagieren."

11.42 Uhr: "Ich bedaure, dass Jürgen Klinsmann den Klub verlassen hat. Ich glaube aber nach wie vor, dass es ein Gewinn war, dass wir Jürgen Klinsmann für Hertha BSC engagieren konnte", sagt Windhorst. Er glaubt, dass Klinsmann seine Entscheidung bereut. "Aufgrund der Art und Weise ist eine weitere Zusammenarbeit im Aufsichtsrat mit Jürgen Klinsmann nicht mehr möglich. Sein Abgang war so unakzeptabel, dass wir das so nicht fortführen können." Eine Tür lässt Windhorst für Klinsmann aber offen. Eventuell werde in Zukunft nochmal seine Expertise angefragt. Aber: "Jürgen Klinsmann hat an Glaubwürdigkeit verloren."

11.40 Uhr: Windhorst untermauert auch nochmal seine Ambitionen für die Hertha. In der kommenden Saison soll die Qualifikation für den Europapokal geschafft werden. "Langfristig soll sich der Klub dann dort etablieren. Es ist etwas Gutes, sich hohe Ziele zu setzen - und natürlich muss man sich an diesen Zielen messen lassen", so der Investor.

11.36 Uhr: Nun spricht der Investor. Vorab, das Engagement von Lars Windhorst und seiner Firma bleiben von den aktuellen Entwicklungen unangetastet. Windhorst erklärt nun noch einmal, warum er sich für das Investment bei der Hertha entschieden hat. Er spricht dabei von der Tradition und dem Potenzial des Klubs. Er spricht aber auch davon, dass das Potenzial in den vergangenen Jahrzehnten nicht ausgeschöpft worden ist. Auch sei das Investment nicht kurzfristig angelegt. "Das Investment ist Eigenkapital. Dieses Geld steht dem Verein für immer zur Verfügung - und kann grundsätzlich per Gesetz nicht zurückgezahlt werden", sagt Windhorst.

11.34 Uhr: Gegenbauer widerspricht alle medial verbreiteten Chaos-Theorien. "Es geht sehr geordnet zu." Der Rücktritt war natürlich ein Schock, "aber Michael Preetz und seine Mitarbeiter" haben das sehr gut geregelt. "Es gab nach dem Aus von Klinsmann ein normales Training", sagt Gegenbauer. "Die Zukunft ist besprochen worden."

11.32 Uhr: "Die jüngste Entwicklung war natürlich überraschend. Meine einzige klare Aussage kann nur sein: Jürgen Klinsmann hat nicht nur Hertha BSC sondern auch das gemeinsame Projekt verlassen." Zur Vertragssituation: "Es gab natürlich einen Vertrag, einen mündlichen. Es war ein gültiger Arbeitsvertrag."

11.30 Uhr: Pünktlich sind sie, die Berliner. Los geht's. Die drei Herren auf dem Podium wirken durchaus angespannt. Zunächst bekommt Präsident Gegenbauer das Wort.

11.25 Uhr: Zur Einstimmung auf das, was nun gleich kommt, können Sie bei uns im Video nochmal kurz und knapp zusammengefasst sehen, was Klinsmann zu den Nachwehen des Rücktritts gesagt hat.

11.20 Uhr: Klinsmann hat seine Rechtfertigung gestern von einem geheimen Ort in der "Nähe von Berlin" gesendet. Womöglich ist er heute aber schon nicht mehr im Umland der Hauptstadt. Wie der Schweizer "Blick" meldet, soll sich der 55-Jährige in St. Gallen aufhalten. Beim dortigen FC steht Sohn Jonathan unter Vertrag. Als Quelle dient den Kollegen das Foto eines Lesers.

11.15 Uhr: Showdown in Berlin. Nach dem sich Jürgen Klinsmann am Mittwochabend per Facebook erklärt und dabei Manager Michael Preetz angegriffen hatte, reden nun die Verantwortlichen der Hertha. Bei der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz stellen sich neben Preetz auch Präsident Werner Gegenbauer und Investor Lars Windhorst den Fragen der Journalisten. Was sie zu verkünden haben, das erfahren Sie bei uns im Liveticker. Um 11.30 Uhr soll's losgehen.

Quelle: ntv.de