Technik

Auch der Vorgänger profitiert Das Fairphone 3+ ist ein nachhaltiges Update

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Das Fairphone 3+ ist recht klobig, aber stabil. Und wenn etwas kaputtgeht, kann man die Komponente meistens unkompliziert austauschen.

(Foto: Fairphone)

Aufrüsten statt neu kaufen: Das Fairphone 3+ ist eigentlich kein neues Smartphone, sondern das Vorgänger-Modell mit neuen Kamera-Modulen. Und weil Nachhaltigkeit das Konzept des Herstellers ist, steht dieses auch den Besitzern eines Fairphone 3 zur Verfügung.

Wer nicht mindestens alle zwei Jahre ein neues Smartphone kaufen möchte und Wert auf Umweltschutz, Nachhaltigkeit und faire Bedingungen für Arbeiter legt, kennt vielleicht schon das niederländische Unternehmen Fairphone. Es hat jetzt ein neues Smartphone vorgestellt, das eigentlich gar nicht so neu ist. Denn das Fairphone 3+ ist im Prinzip das Modell aus dem vergangenen Jahr mit neuen Modulen für Front- und Hauptkamera. Sie passen auch ans Fairphone 3, weswegen die Austausch-Knipsen die eigentliche Neuheit sind. Außerdem hat der Hersteller den Anteil von recyceltem Plastik auf 77 Prozent fast verdoppelt.

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Das Fairphone 3+ in seine austauschbaren Einzelteile zerlegt.

(Foto: Fairphone)

Die neue Hauptkamera hat 48 statt 12 Megapixel, die Frontkamera 16 statt 8 Megapixel. Das soll laut Hersteller eine erheblich verbesserte Foto- und Videoqualität, eine präzisere Objektverfolgung, einen schnelleren Autofokus und eine effektivere Bildstabilisierung bringen. Das Hauptkamera-Modul kostet knapp 60 Euro, die Austausch-Frontkamera 35 Euro. Fürs komplette Fairphone 3+ zahlt man rund 470 Euro. Module und Smartphone kann man ab sofort vorbestellen, ab dem 14. November sind sie erhältlich.

Solide Mittelklasse-Hardware

Technisch und optisch ist das Fairphone 3+ kein Leckerbissen, aber darum geht es bei dem Projekt ja auch gar nicht. Das Gerät hat ein 5,65 Zoll großes Full-HD-Display im 18:9-Format, das von Gorilla Glass 5 geschützt wird. Geht es kaputt, kostet der Ersatz-Bildschirm 90 Euro. Angetrieben wird das Gerät von Qualcomms Mittelklasse-Chip Snapdragon 632, der auf 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann. Der Flash-Speicher ist 64 GB groß und kann mit MicroSD-Karten erweitert werden.

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Die Kapazität des Akkus beträgt lediglich 3040 Milliamperestunden, aber man kann sich für 30 Euro eine zweite Batterie zulegen und kommt so sicher zwei Tage ohne Netzteil aus. Auf der Rückseite sitzt ein Fingerabdruckscanner, an der Seite ein Einschub für zwei Sim-Karten. Mit WLAN AC und Bluetooth 5.0 funkt das Gerät mit aktuellen Standards.

Wichtig für die Langlebigkeit ist das Betriebssystem. Das Fairphone 3+ kommt mit Android 10, der Vorgänger soll das Update im Herbst erhalten. Weitere Aktualisierungen sind zu erwarten, das Fairphone 2 aus dem Jahr 2015 bekam im Sommer noch das Update auf Android 9. Davon können Besitzer anderer Android-Smartphones nur träumen.

Quelle: ntv.de, kwe