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Nicht schlecht für 130 Euro Das Nokia 2.4 macht Anfänger glücklich

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Das Nokia 2.4 in seinen drei Farben, die an Finnland erinnern sollen.

(Foto: Nokia)

Wenn man für ein Smartphone nur 130 Euro ausgibt, darf man nicht allzu viel von ihm erwarten. Das Nokia 2.4 beweist aber, dass so ein günstiges Gerät für Anfänger oder als Zweit-Handy durchaus zu gebrauchen ist.

In der Preisklasse unter 150 Euro ist es nicht leicht, akzeptable Smartphones zu finden. Hersteller HMD hat hier kürzlich mit dem Nokia 2.4 ein Gerät vorgestellt, das die Lücke füllen soll. ntv.de hat es ausprobiert und festgestellt, das es wahrhaft kein Smartphone für höhere Ansprüche ist, aber gerade für junge Anfänger oder ältere Einsteiger eine brauchbare Alternative zu teureren Geräten sein kann.

Griffiges Plastik

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Nokia 2.4 Smartphone mit 6,5 Zoll HD+ Display, Portät- und Nachtmodus, Akku mit 2 Tage Laufzeit, Fingerabdrucksensor, robustes Design, Android 10 und Google-Assistant-Knopf, Fjord
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Optisch sieht man dem Nokia 2.4 seinen kleinen Preis nicht an. Es hat ein sehr gut verarbeitetes Kunststoffgehäuse mit einer matten, geriffelten Rückseite, die angenehm griffig ist. Und das etwas breitere Gehäuse hat Platz für eine Kopfhörerbuchse.

Das Display ist 6,5 Zoll groß, und weil seine Ränder ziemlich breit sind, hält man einen ordentlichen Klopper in der Hand. Außerdem wiegt das Nokia 2.4 auch noch fast 200 Gramm. Mit HD+ ist die Auflösung des Bildschirms gerade noch hoch genug, um Inhalte scharf genug darzustellen. Außerdem spiegelt er sehr stark und im hellen Sonnenlicht ist er nicht mehr gut abzulesen. Alles in allem ist das Display aber für diese Preisklasse ziemlich okay.

Das Gleiche gilt für das Innenleben: Man darf nie vergessen, dass das Gerät nur 129 Euro kostet. Solange man keine anspruchsvolleren Spiele spielt oder es mit dem Multitasking übertreibt, hält der sparsame Mediatek-Prozessor zusammen mit 2 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher das Smartphone flüssig am Laufen. Auch der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite arbeitet recht flott. 32 GB interner Flash-Speicher sind für Apps und Betriebssystem ausreichend, Fotos und Videos kann man auf microSD-Karten unterbringen.

Vernünftige Kamera

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Mit viel Licht macht das Nokia 2.4 ganz passable Fotos.

(Foto: kwe)

Die Kamera auf der Rückseite kann man durchaus öfter nutzen. Die 13-Megapixel-Knipse liefert bei Tageslicht vorzeigbare Fotos, auch ihre Videos können sich bei guten Bedingungen sehen lassen. Dazu macht sie mit Unterstützung des 2-Megapixel-Tiefensensors Porträts mit einem hübschen künstlichen Bokeh. Die Kamera hat sogar einen Nachtmodus, der Fotos produziert, die zumindest als Schnappschüsse durchgehen. Und die 5-Megapixel-Frontkamera liefert ansehnliche Selfies und reicht für Videochats völlig aus.

Erfreulicherweise geht dem Nokia 2.4 dabei nicht so schnell die Luft aus. Der Akku fasst satte 4500 Milliamperestunden, was bei dem genügsamen Innenleben bei zurückhaltendem Gebrauch auch mal für zwei Tage ohne Steckdose reicht. Beim Aufladen macht sich die Preisklasse wieder bemerkbar: Das Gerät hat einen altmodischen Mikro-USB-Anschluss. Wenig überraschend muss man auf schnelles oder gar induktives Laden verzichten.

Zwei Jahre frisches Android

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Klasse ist, dass HMD auch für das Einsteiger-Smartphone zwei Jahre Updates fürs Betriebssystem verspricht. Weil das Gerät bereits mit Android 10 auf den Markt gekommen ist, dürfen Nutzer also durchaus noch Android 12 erwarten.

Alles in allem bietet das Nokia 2.4 für 130 Euro ein gelungenes Einsteiger-Paket. Durch das große Display und das griffige Gehäuse ist das Gerät auch für Senioren gut geeignet. Wer ein paar Euro mehr übrig hat, kann sich auch überlegen, für 160 Euro das besser ausgestattete Nokia 3.4 zuzulegen - ntv.de wird es demnächst testen.

Quelle: ntv.de