Technik

Speziell, stark und günstig Asus Zenfone 7 Pro ist ein Flaggschiff-Killer

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Das Asus Zenfone 7 Pro mit Triple-Flip-Kamera ist ein Selfie-Monster.

(Foto: Asus)

Das Asus Zenfone 7 Pro ist ein Top-Smartphone mit raffinierter Wende-Kamera, hoher Leistung und großer Ausdauer. Mit einem Preis von 800 Euro und einem ausgezeichneten Gesamteindruck lässt es die meisten Oberklasse-Konkurrenten ziemlich alt aussehen.

Asus ist unter anderem für seine hervorragenden Notebooks und Gaming-Geräte bekannt, seine Smartphones führen dagegen schon seit Jahren ein Nischendasein. Berechtigt ist das ganz und gar nicht, wie unter anderem im vergangenen Jahr das Zenfone 6 mit innovativer Wende-Kamera und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis bewiesen hat. Jetzt ist der Nachfolger auf dem Markt, der zeigt, dass der taiwanische Hersteller weiß, wie man etwas Gutes noch besser macht, ohne übers Ziel hinauszuschießen.

Schwer in Ordnung

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Hauptkamera, ...

(Foto: kwe)

Das Design hat Asus weitgehend beibehalten. Es wirkt mit seiner geschliffenen Kante ums Display ein bisschen altmodisch, andererseits im Einheitsbrei mit abgerundeten Vorder- und Rückseiten auch erfrischend anders. Außerdem wird das gläserne Prachtstück so etwas griffiger.

Wie der Vorgänger ist auch das Asusphone 7 Pro etwas pummelig, was man ihm aber wegen seines 5000 Milliamperestunden fassenden Akku gerne verzeiht. Etwas schwerer ins Gewicht fällt, dass das Gerät mit 230 Gramm in der Hosentasche schon ziemlich nach unten zieht. Insgesamt wirkt das Smartphone sehr hochwertig, wie man es von Asus auch erwarten darf.

Beim Display hat das Zenfone einen großen Schritt gemacht. Statt eines LCD wie der Vorgänger hat das 7er-Modell jetzt ein fast 6,7 Zoll mächtiges OLED-Display. Es glänzt mit prächtigen Farben und starken Kontrasten und mit einer großen Leuchtkraft. Dazu hat es eine hohe Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz und wird vom aktuellen Gorilla Glass 6 geschützt.

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... Weitwinkel-Kamera, ...

(Foto: kwe)

Der Fingerabdrucksensor sitzt nicht mehr auf der Rückseite, sondern im Einschalter auf der rechten Seite. Er reagiert schnell und präzise. Wer möchte, kann der Taste weitere Funktionen zuordnen. Beispielsweise kann man mit zweimal drücken Screenshots machen oder eine frei wählbare App starten, indem man den Einschalter länger drückt. Eine Klinkenbuchse sucht man im Rahmen vergeblich, das Zenfone 7 Pro reiht sich ein in die Riege der Smartphones ohne speziellen Kopfhörereingang. Außerdem ist das Gerät nicht wasserdicht.

Sehr gute Flip-Kamera

Während man bei der Vorstellung des Zenfone 6 nicht wissen konnte, wie langlebig der Mechanismus der Flip-Kamera ist, weiß man nach fast eineinhalb Jahren, dass er robust genug ist, um das Leben des Smartphones nicht zu verkürzen. Beim Nachfolger wirkt der Motor noch etwas ruhiger und präzise und es macht Spaß, die Kamera mit der Umschalt-Taste der Kamera-App manuell ein und auszufahren. In der Praxis überlässt man das dann aber eher der zuverlässigen Automatik, die die Knipse auch rasch einfährt, wenn die Sensoren einen möglichen Sturz registrieren.

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... Tele-Kamera, ...

(Foto: kwe)

Statt zwei hat das Zenfone 7 Pro drei Kameras: eine 46-Megapixel-Hauptkamera, eine makrofähige 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera und eine 8-Megapixel-Tele-Kamera mit dreifacher optischer Vergrößerung. Haupt- und Tele-Knipse sind optisch stabilisiert.

Jede der drei Kameras liefert gute bis sehr gute Ergebnisse, echte Schwächen sucht man vergeblich. Vielleicht gibt es Geräte, die bessere Laborergebnisse liefern, aber der Gesamteindruck der Triple-Kamera ist ausgezeichnet. Außerdem kann das Smartphones 8K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

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... Panorama.

(Foto: kwe)

Dazu kommen Tricks, die starre Kameras nicht bieten können. Das sind unter anderem eine automatische Objektverfolgung und die einfachste Art Panorama-Aufnahmen zu machen: Auslöser drücken, Smartphone ruhig halten. Den Rest erledigt die Flip-Kamera. Und wenn sie sich zur Frontkamera verwandelt, wird das Zenfone 7 zum unangefochtenen Selfie-Champion.

Innenausstattung vom Feinsten

Auch beim Innenleben hat sich Asus nicht lumpen lassen. Das Gerät wird von Qualcomms Top-5G-Chip Snapdragon 865 Plus angetrieben, der auf satte 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher mit dem schnellsten aktuell verfügbaren Standard LPDDR 5 zugreifen kann. Der 256 GB große interne Speicher ist mit UFS 3.1 ebenfalls auf dem neuesten Stand. Wer mehr Speicher benötigt, kann microSD-Karten einstecken, was einer optionalen zweiten SIM-Karte nicht den Platz raubt.

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Dazu kommt der fette Akku, der das Gerät mühelos auch über verspielte Tage bringt. Dass die Batterie nicht induktiv geladen werden kann, ist schade, aber nicht weiter schlimm. Als Betriebssystem kommt ein schnörkelloses Android 10 zum Einsatz, wobei Asus zwei große Updates verspricht.

Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Für 800 Euro bekommt man aktuell kaum ein besseres Smartphone als das Asus Zenfone 7 Pro. Flaggschiffe mit einer stärkeren Kameraausstattung sind meistens sehr viel teurer, Konkurrenten zum gleichen Preis können beim erlesenen Innenleben nicht mithalten. Man muss allerdings die etwas klobige Form, das hohe Gewicht akzeptieren, um von dem Smartphone restlos begeistert zu sein. Wer sparen möchte, kann auch zur einfachen Variante greifen. Für 100 Euro weniger muss man lediglich auf eine optische Bildstabilisierung verzichten und bekommt "nur" den normalen Snapdragon 865 sowie 128 GB Flash-Speicher.

Quelle: ntv.de