Technik

Kurz und knackig Die Technik-Tipps der Woche

In den Technik-Tipps der Woche stellt n-tv.de kurz und knackig Produkte vor, die es ausprobiert und für gut befunden hat. Diesmal geht ein Roboter da hin, wo es schmutzig ist, ein goldener Rucksack wird gefüllt und ein Kinder-Kindle aufgeschlagen.

Eufy Robovac G10 Hybrid

Eufy Robovac G10 Hybrid Test.jpg

Der Roboter fühlt sich vor allem auf Hartböden wohl.

(Foto: kwe)

Der Eufy Robovac G10 Hybrid ist ein besonders flacher Saugroboter, der feucht nachwischen kann und ohne aufwändiges Vermessungs- und Navigationssystem schnell und gründlich saubermachen soll. Wenn das alles gut funktioniert, sind 270 Euro für die kleine Roboter-Putzhilfe ein sehr günstiger Preis. ntv.de hat's ausprobiert.

Zunächst muss man Hersteller Anker für die einfache Einrichtung und die sehr gelungene App loben. Damit ist der Roboter in wenigen Minuten startklar und für die Bedienung braucht man eigentlich kein Handbuch mehr, weil die App so klar und verständlich aufgebaut ist. Außerdem ist sie bist auf die Hilfe-Texte perfekt übersetzt, diese gibt's bisher leider nur auf Englisch. Man sieht sogar, wann Zubehörteile gewechselt oder die Sensoren gereinigt werden müssen. Und wer möchte, kann den Roboter via Alexa oder Google Assisstant Putzkommandos geben.

Auch der Lieferumfang ist erfreulich, es gibt einen Satz Ersatzbürsten, Filter und ein zweites Wischtuch. Anker hat sogar an Kabelbinder gedacht, um dem Roboter ein Arbeiten ohne Fallstricke zu ermöglichen. Wie bei allen Saugrobotern ist auch beim Eufy Robovac G10 Hybrid wichtig, die Wohnung vorzubereiten, beispielsweise Stühle hochzustellen, Kabel zusammenzubinden oder auch mal einen Weg zu verstellen.

Die Möbel müssen passen

Eufy Robovac G10 Hybrid Test-2.jpg

Nach getaner Arbeit kehrt der Eufy Robovac G10 Hybrid selbstständig in seine Lasestation zurück.

(Foto: kwe)

Richtig gelesen, manchmal muss man den Roboter auch daran hindern, in sein Unglück zu fahren. Im Test waren dies alte Möbel, unter die der nur 7,2 Zentimeter hohe Eufy rollen konnte, sich dann aber an der etwas durchhängenden Bodenplatte festfuhr. Knapp ist auch daneben, hier muss man wohl oder übel zum Staubsauger greifen. Immerhin hinterlässt so eine Havarie auf der kratzfesten Oberfläche des Roboters keine Spuren.

Die Bereiche, die der G10 Hybrid erreicht, reinigt er mit seiner ordentlichen Saugleistung von 2000 Pascal (Pa) ziemlich gut und relativ leise. Dabei muss man aber beachten, dass er speziell für Hartböden gemacht ist.

Auf kurzfaserigen Teppichen fühlt sich der Roboter ebenfalls wohl, auch hier war nach seiner Putztour von Staub oder größeren Partikeln nichts mehr zu sehen. So gründlich wie ein großer Staubsauger geht er aber nicht zur Sache und die Wischfunktion nützt hier natürlich wenig. Mit untergeschnalltem Feudel darf man sich auch nicht zu viel erwarten, der Roboter wischt gesaugte Böden feucht nach, mehr nicht.

Er findet seinen Weg

ANZEIGE
eufy RoboVac G10 Hybrid Saugroboter mit Wischfunktion, 2-in-1 Roboterstaubsauger mit Smart Dynamic Navigation, 2000Pa Saugkraft, Extrem dünn, Leiser Betrieb, Selbstaufladend, ideal für Hartböden
EUR 269,99
EUR 269,99
*Datenschutz

Um sich durch die Wohnung zu arbeiten und dabei möglichst keine Fläche auszulassen, hat der Roboter kein Laser-Navigationssystem. Der Eufy kombiniert ein programmiertes Zickzack-System mit Gyro- und Stoßsensoren, man könnte es intelligent organisiertes Chaos-Prinzip nennen. Es funktioniert jedenfalls, auch wenn es deutlich länger dauert als bei teureren Geräten, die mit Laser und System ans Werk gehen. Sein Akku hält ihn bis zu 100 Minuten am Laufen, geht dem Eufy der Saft aus, fährt er zum Nachladen in seine Station und macht dann weiter.

Wer eine Wohnung mit Hartböden hat, wird an dem Eufy Robovac G10 Hybrid seine Freude haben. Wenn man ihm den nötigen Raum lässt und Irrwege abschneidet, hält er sie zuverlässig sauber, so lange es keine echte Drecksarbeit zu erledigen gilt. Außerdem ist der Roboter unkompliziert. Für 270 Euro bietet er ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Amazon Kindle Kids Edition

Kindle Kids Edition_06.jpg

Die Kindle Kids Edition kommt mit Lese-Abo, Hülle und Sorglos-Garantie.

(Foto: Amazon)

Den einfachen E-Book-Reader Amazon Kindle, der normalerweise 80 Euro kostet, gibt's jetzt auch in einer speziellen Version für Kinder. Die Kids Edition ist 30 Euro teurer, dafür bietet sie aber ein paar kindgerechte Extras, die den Aufpreis mehr als wettmachen. Das ist zum einen ein Jahr FreeTime Unlimited, das sonst 5 Euro pro Monat kostet, 3 Euro für Prime-Kunden. Außerdem ist eine Schutzhülle im Preis inbegriffen, die sonst für 20 Euro verkauft wird. Geht der Kindle trotzdem zu Bruch, gibt's zwei Jahre lang kostenlosen Ersatz.

FreeTime Unlimited ist ein spezielles Lese-Abo mit mehr als 1000 E-Büchern für Kinder ab drei Jahre, unter anderem sind alle Harry-Potter-Titel enthalten. Die Kinder-Bibliothek wird auch speziell präsentiert, beziehungsweise Eltern können per Filter kontrollieren, dass nur altersgerechte Titel zu sehen sind. Außerdem kann man sein Kind zum Lesen ermuntern, indem es für bestimmte Ziele Auszeichnungen gibt. Amazon hat auch daran gedacht, dass kleine Kinder bei der Suche Titel oft falsch schreiben, sie bekommen trotzdem in den meisten Fällen die richtigen Ergebnisse angezeigt. Und ein Kindle kann über die Wörterbuch-Funktion als Vokabeltrainer dienen.

Eltern haben volle Kontrolle

ANZEIGE
Fire HD 10 Kids Edition-Tablet, 25,65 cm (10,1 Zoll) 1080p Full HD-Display, 32 GB, pinke kindgerechte Hülle (vorherige Generation - 7.)
EUR 199,99
*Datenschutz

In einem Dashboard können Eltern im Web-Browser auf dem PC oder mobilen Geräten sehen, wie viel Zeit ihr Kind mit welchen Inhalten zugebracht hat. Dort haben sie aber auch die Möglichkeit, sogenannte "Gesprächsideen" abzurufen, wenn hinter einem aufgelisteten Buch, Video oder einer App eine Sprechblase angezeigt wird. Sie erhalten dann zusätzlich zu Infos über den Inhalt Vorschläge, über was sie mit dem Kind sprechen können. Außerdem erhalten sie Vorschläge, was sie "offline" mit dem Kind passendes unternehmen könnten. Bei den "Drei Fragezeichen" wird beispielsweise angeboten, eine Schatzsuche zu organisieren.

Die Kindle Kids Edition ist eine sehr gelungene Form Kinder auf moderne Weise zum Lesen zu ermutigen beziehungsweise Leseratten schnell und einfach stetigen Nachschub zu gewährleisten. Man muss allerdings darauf achten, dass man beim Kauf ein Abo abschließt. Kündigt man FreeTime Unlimited nicht nach einem Jahr, läuft es automatisch weiter. Spätestens wenn ein Kind größer ist, ist der Dienst überflüssig. Dann kann man den E-Book-Reader auch wie einen ganz normalen Kindle weiternutzen.

Evoc CP 18l

501312603-CP-18l.jpg

Der Evoc CP 18l ist ein Kamera-Rucksack der Oberklasse.

(Foto: Evoc)

Hobby-Fotografen geben gelegentlich einige Tausend Euro für Kamera, Objektive und Zubehör aus und knausern dann bei den Transporttaschen. Damit sparen sie allerdings am falschen Ende, Rücken und Ausrüstung sollten ihnen etwas mehr wert sein, vor allem wenn sie outdoor fotografieren. Speziell geeignet für solche Einsätze ist der Kamera-Rucksack Evoc CP 18l. Er ist mit rund 235 Euro alles andere als günstig. Aber schon wenn man ihn das erste Mal in der Hand hält, spürt man, dass in ihm die wertvolle Ausrüstung gut aufgehoben ist und man den Rucksack stundenlang ohne Rückenschmerzen tragen kann.

Der Evoc CP 18l ist mit knapp 1,8 Kilogramm sehr leicht, aber trotzdem äußerst robust gefertigt. Das merkt man an jedem der vielen Details des Rucksacks. Reißverschlüsse, Nähte, Gurte oder Polster wirken geradezu unkaputtbar.

Obwohl er viele steife Elemente besitzt, ist der Evoc sehr bequem. Die Rückenpolster liegen gut auf und lassen trotzdem Luft zirkulieren. Mehrfach verstellbare Schultergurte, Brust- und Bauchgurt halten den Rucksack fest, ohne zu scheuern oder zu drücken.

Viel Platz in vielen Taschen

Evoc CP 18l.jpg

Da passt schon noch mehr rein, es gibt den Rucksack aber auch mit 26 Litern Stauraum.

(Foto: kwe)

Stauraum ist genug vorhanden, vor allem, wenn es nur gilt, wie ntv.de im Test eine spiegellose Systemkamera samt Objektiven unterzubringen. Eine Sony Alpha 7 II mit 24-105-Millimeter-Zoom hat schon sehr viel Luft. Das über das Rückenteil und eine seitliche Klappe erreichbare Hauptfach bietet auch Platz für weit mächtigere SLRs mit fetteren Zoom-Objektiven am Bajonett. Bis zu vier weitere Objektive passen dazu. Im Deckel ist Platz für Speicherkarten et cetera.

Der Rucksack hat außerdem ein großzügiges Fach für Kleidung, Nahrung und andere Dinge an der Oberseite. Dort findet man auch den versteckten Einschub für ein Notebook oder Tablet. An der linken Seite ist die Flaschen-Tasche und es gibt noch viele weitere kleine Fächer. Gurtsysteme halten Stativ, Stöcke oder einen Eispickel. Wenn man bei Sauwetter unterwegs ist, zieht man die integrierte Schutzhülle über den Rucksack.

ANZEIGE
EVOC Sports, CP 18l Photo Rucksack, Black, 501306100
EUR 226,14
EUR 230,00
*Datenschutz

Bis jetzt hat der Evoc CP 18l ntv.de schon bei einigen Wanderungen viel Spaß, aber keine Schmerzen bereitet. Der Rucksack macht einen so guten Eindruck, dass er auch zum Härtetest zur Consumer Electronics Show (CES) mitgenommen wird, von wo n-tv.de ab dem 6. Januar berichten wird.

Quelle: ntv.de