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Speichern, bearbeiten, teilen Die besten Cloud-Speicher für Fotos

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Seine Smartphone-Fotos sollte man regelmäßig sichern - am besten in der Cloud.

(Foto: jwa)

Digitalfotos speichert man besonders komfortabel in der Cloud. Vom automatischen Upload und reichlich Speicher bis zu Bearbeitungsfunktionen und cleverer Suche - die Dienste von Google, Amazon und Co. lassen kaum Wünsche offen.

Wer gerne mit dem Smartphone fotografiert, sammelt schnell hunderte oder gar tausende Fotos an. Irgendwann wird der interne Speicher knapp, und spätestens dann muss sich jeder Gedanken darüber machen, wie die Bilder am besten gesichert werden. Ein Backup ist aber nicht nur zum Platzschaffen gut - auch wenn das Handy mal kaputt geht oder abhanden kommt, sind mit einem Backup in der Cloud wenigstens die Erinnerungen nicht verloren.

iCloud und Apple Fotos

Die naheliegendste Lösung für iPhone-Nutzer ist ein Backup in Apples iCloud. Dafür gibt's natürlich einen Client für Mac-Rechner, aber auch Windows-Nutzer können ihren iCloud-Speicher vom PC aus verwalten. Fotos betrachtet man auf iPhone und iPad in der Apple-Fotos-App. Anwendung und iCloud-Mediathek sind eng miteinander verknüpft. Etwas verwirrend: Den automatischen Upload von Bildern kann man nicht in der Fotos-App aktivieren, sondern muss ihn in den Einstellungen unter "Fotos" erlauben.

Bilder werden in voller Auflösung gespeichert, Bearbeitungen sofort an alle synchronisierten Geräte übertragen. Größter Nachteil: Der Gratis-Speicherplatz ist mit 5 Gigabyte recht knapp bemessen. Wer die iCloud als Backup-Speicher nutzt, kommt also um ein Upgrade nicht herum. 50 GB Speicher gibt's aber für faire 1 Euro im Monat, 200 GB für 3 Euro und 1 Terabyte für 10 Euro monatlich.   

Google Fotos

Android-Nutzer können am einfachsten auf Google Fotos zurückgreifen. Die App ist auf jedem Android-Smartphone bereits installiert und ein automatisches Hochladen von Fotos ist im Nu eingerichtet. Google bietet Nutzern von Fotos unbegrenzten kostenlosen Speicher, wenn man zulässt, dass die Bilddateien komprimiert gespeichert werden.

Unbegrenzten Speicher für Fotos mit voller Auflösung gibt's nur für Besitzer von Pixel-Smartphones. Alle anderen bekommen 15 Gigabyte kostenlos. Ein Upgrad auf 100 GB kostet 2 Euro monatlich oder 20 Euro im Jahr, 500 GB kosten 3 Euro/Monat oder 30 Euro/Jahr. Es gibt auch Abos mit 2, 10, 20 oder 30 Terabyte. Wer sich für ein Upgrade entscheidet, kann Familienmitglieder hinzufügen.

Fotos bietet neben einer Galerie-Ansicht, Slide-Show und dem Anlegen von Alben auch eine gut funktionierende Bildersuche nach Orten, Personen, Motiven und Stichworten und eine umfangreiche Bildbearbeitung inklusive einiger Fotofilter im Instagram-Look.  

Microsoft OneDrive

Wer ein Microsoft-Konto hat, kennt wahrscheinlich den Dienst OneDrive. Das ist der Cloud-Speicher von Microsoft, bei dem man sich kostenlos anmelden kann. Es gibt einen Client für den Desktop-PC sowie Apps für iOS und Android mit automatischem Bilder-Upload.

Der Dienst bietet für Neuanmelder nur noch 5 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz, Bestandskunden haben oft mehr. Wer mehr haben möchte, kauft 50 GB Speicherplatz für 2 Euro im Monat oder schließt ein Office-365-Abo ab. Das kostet 69 Euro im Jahr, Nutzer bekommen damit 1 Terabyte Cloud-Speicher und alle Programme des Office-Pakets wie Word, Excel oder Powerpoint.

Amazon Photos

Amazon-Kunden können auch auf den Cloud-Speicher des Online-Händlers zurückgreifen. Das lohnt sich vor allem für Prime-Kunden, weil die unbegrenzten Speicherplatz bekommen. Eine Alternative ist Amazon Drive, das 70 Euro pro Jahr kostet und dafür unbegrenzten Cloud-Speicher für Fotos und alle anderen Dateien bietet.

Der Unterschied zum ebenfalls 70 Euro teuren Prime-Abo: Prime-Nutzer können Bilder unbegrenzt speichern, bekommen ansonsten aber nur 5 GB Gratis-Speicher. Amazon Photos hat ähnliche Features wie das Google-Pendant, aber keine so ausgeklügelte Suchfunktion. Bildbearbeitung beherrscht Photos auch, der volle Funktionsumfang ist aber nur in den Apps für Android und iOS verfügbar, nicht im Webbrowser.

Die Dienste von Google und Amazon sind vor allem für Kunden interessant, die ohnehin Nutzerkonten bei den großen US-Diensten haben. Für Fotofreunde mit Datenschutzbedenken sind Google Fotos und Amazon Photos aber vielleicht nicht unbedingt etwas, denn in beiden Fällen werden die Daten auf den Servern der Dienste in den USA gespeichert und ausgewertet und mit den Informationen verknüpft, die Google und Amazon auf anderem Wege über ihre Nutzer gesammelt haben. 

pCloud

Der schweizer Dienst pCloud ist ebenfalls empfehlenswert und für Datenschützer unbedenklicher. 10 Gigabyte Speicherplatz gibt es kostenlos, wer ein kostenpflichtiges Abo abschließt, kann seine Dateien verschlüsselt speichern, allerdings auch auf Servern in den USA. Trotzdem: Diesen Service bieten etwa Amazon oder Google nicht. 500 GB kosten 4 Euro im Monat, 2 TB gibt's für 8 Euro. Außerdem können Nutzer mit einer Einmalzahlung ein lebenslanges Abo abschließen und so auf lange Sicht sparen. pCloud legt ähnlich wie etwa Dropbox oder Onedrive auf dem PC ein virtuelles Laufwerk an, über das man auf die Dateien in der Cloud zugreifen kann. Es gibt auch einen Browser-Client sowie Apps für Android und iOS. 

Flickr

Als Gratis-Speicher mit Riesenkapazität ist Flickr zwar seit Anfang des Jahres raus, der Dienst hat den kostenlosen Speicherplatz auf 1000 Fotos begrenzt. Aber für 50 Euro im Jahr bekommen Nutzer mit Flickr Pro unbegrenzten Speicherplatz für Fotos in voller Auflösung - das ist vor allem für Nutzer mit einer großen Sammlung ein faires Angebot. Pluspunkt von Flickr: Der Dienst ist nicht nur ein Speicherdienst für Bilder, sondern zugleich auch eine Community und ein soziales Netzwerk für Fotografen aus aller Welt.

Quelle: n-tv.de

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